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Luftpistole

Gmünder Pistoleros ziehen ins Finale ein

Mit dem Vizetitel in der Bundesliga Staffel Süd geben sich die Luftpistolenschützen vom SV Kelheim-Gmünd den Feinschliff.
Von Alexander Roloff

Nur wenige Schützen können Damir Mikec das Wasser reichen: Der serbische Profi ist mit einem Ringschnitt von 387,63 bei acht Einsätzen die Bank beim SV Kelheim-Gmünd. Foto: Kreidemeier
Nur wenige Schützen können Damir Mikec das Wasser reichen: Der serbische Profi ist mit einem Ringschnitt von 387,63 bei acht Einsätzen die Bank beim SV Kelheim-Gmünd. Foto: Kreidemeier

Kelheim.Mit zwei Erfolgen am letzten Wettkampfwochenende schlossen die Luftpistolenschützen vom SV Kelheim-Gmünd die Bundesliga Süd mit dem Vizetitel ab. Der Platz unter den Top-Vier aus dem Süden berechtigt zur Teilnahme am Bundesligafinale, das vom 31. Januar bis zum 2. Februar in Rothenburg ob der Fulda mit den acht besten deutschen Teams ausgetragen wird.

Platz zwei im Süden soll für die Gmünder Schützen aber nur Durchgangsstation auf dem Weg zur (Rück-)Eroberung des Bundesligathrons sein. Zuletzt gelang dem dreifachen deutschen Meister in der Saison 2016/17 der große Wurf.

„Trotz einiger schwacher Einzelergebnisse wurden am Ende der Bundesligavorrunde die stärksten Mannschaftsleistungen gezeigt.“

Tobias Gedler

Die Final-Konkurrenz ist mit dem Süd-Meister SV Waldkirch sowie dem SV Kriftel als Titelträger im Norden sowie Braunschweiger SC, Vizemeister der Staffel Nord, qualitativ sehr gut aufgestellt. Die Kelheim-Gmünder brauchen sich aber dank individueller Klasse und aufgrund des Formanstiegs in den letzten Wochen nicht zu verstecken.

„Zu Beginn der Saison waren wir hinter Ludwigsburg und Waldkirch zurück, aber die Mannschaft hat sich kontinuierlich gesteigert“, bilanziert Tobias Gedler, Stellvertretender Mannschaftsführer des SV Kelheim-Gmünd, die Leistungsentwicklung nach elf Bundesliga-Wettkämpfen.

Philipp Grimm (in weißer Trainingsjacke, links) lieferte mit Ausnahme des letzten Wettkampfwochenendes zuverlässig starke Bundesligaleistungen ab. Jiri Dubovy (in weißer Trainingsjacke, rechts) absolvierte heuer einen Einsatz in der Bundesliga. Foto: Rutrecht
Philipp Grimm (in weißer Trainingsjacke, links) lieferte mit Ausnahme des letzten Wettkampfwochenendes zuverlässig starke Bundesligaleistungen ab. Jiri Dubovy (in weißer Trainingsjacke, rechts) absolvierte heuer einen Einsatz in der Bundesliga. Foto: Rutrecht

„Trotz einiger schwacher Einzelergebnisse wurden am Ende der Vorrunde die stärksten Mannschaftsleistungen gezeigt. Sofern die einzelnen Schützen auch im Finale dieses Potenzial abrufen oder sich teilweise steigern, wird Kelheim-Gmünd unter den Mannschaften der Gruppe Süd eine Favoritenrolle einnehmen“, so Gedler.

SV Kelheim-Gmünd nähert sich der Topform an

Die beiden letzten Aufgaben der regulären Saison lösten die Gmünder in Ludwigsburg souverän. Am Samstag wurde mit dem viertplatzierten SV Murrhardt-Karnsberg die Überraschungsmannschaft der Saison mit 4:1 (1897:1866) in die Schranken verwiesen. Tags darauf folgte das 4:1 (1911:1878) gegen den siebtgereihten ESV Weil am Rhein.

Bereits mit dem Sieg gegen Murrhardt-Karnsberg war das Ticket fürs Bundesligafinale gesichert. „Grundlage für das 4:1 war eine sehr solide Mannschaftsleistung“, erklärt Gedler. Nur Philipp Grimm erwischte beim 366:373 gegen Tobias Heider einen schlechten Tag. Der serbische Profi Damir Mikec punktete gewohnt zuverlässig und ließ James Hall keine Chance (389:380).

Simon Weiß (in weißer Trainingsjacke, rechts) zählt zum Stammkader der Kelheim-Gmünder. Foto: Kugler
Simon Weiß (in weißer Trainingsjacke, rechts) zählt zum Stammkader der Kelheim-Gmünder. Foto: Kugler

Monika Karsch trumpfte stark gegen Leo Braun auf (384:367) und auch Simon Weiß erledigte seine Aufgabe gegen Wolfgang Renner souverän (378: 368). Carina Wimmer stellte mit 380 Ringen ihre zweitbeste Saisonmarke auf und zeichnete sich gegen Patrik Lengerer (378) für den vierten Mannschaftspunkt verantwortlich.

Das Bundesligafinale wirft seinen Schatten voraus

Gegen Weil am Rhein packten die Gmünder Schützen mit dem 1911:1878 eine Schippe drauf. „Es ging darum, mit einem guten Ergebnis das eigene Selbstvertrauen zu stärken und auch ein Ausrufezeichen gegenüber den Finalgegnern zu setzen“, erläutert Gedler.

Carina Wimmer (rechts) ist nach einer Saison voller Höhen und Tiefen wieder in Form. Foto: Jürgen Heise / German Shooting News
Carina Wimmer (rechts) ist nach einer Saison voller Höhen und Tiefen wieder in Form. Foto: Jürgen Heise / German Shooting News

Mikec gegen Michael Schwald (389:383), Karsch gegen Sylvain Garconnot (386:374), Weiß gegen Luca Schröder (384:368) und Wimmer gegen Nathalie Schelken (377:372) erfüllten die Mission und punkteten erneut. Grimm zog im Duell mit Pavel Svetlik (375:381) den Kürzeren.

Schlaglichter

  • International:

    Vom 21. Januar bis 26. Januar steht für die Schützen der Kelheimer Bundesligamannschaft der H&N-Cup in München-Hochbrück als erster internationaler Wettkampf mit der Luftpistole an. Die Druckluft-Europameisterschaften findet vom 20. bis 25 Februar im ungarischen Györ statt.

  • National:

    Das Finale der acht besten Bundesligateams geht vom 31. Januar bis 2. Februar in Rothenburg über die Bühne. Im Viertelfinale trifft Kelheim-Gmünd auf Olympia Berlin, SV Murrhardt-Karnsberg auf SV Kriftel, SGi Ludwigsburg auf Braunschweiger SG und SV Waldkirch auf die Sportschützen Raesfeld.

Erster Gegner im Bundesligafinale in Rothenburg wird PSV Olympia Berlin sein. Mit dem Tabellendritten aus dem Norden lieferten sich die Gmünder einige Duelle, die mit wechselndem Erfolg endeten. „Uns erwartet eine offene Begegnung“, so Gedler. Im Vorjahr schied Kelheim-Gmünd im Viertelfinale aus.

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