MyMz

Fussball

Große Gaudi auf dem Tangrintler Parkett

Beim Jugendturnier der SG Painten und des TV Riedenburg in der Hemauer Tangrintelhalle stand der Spaß erneut im Vordergrund.
Von Thomas Kreidemeier

Für die Nachwuchskicker zählt die Freude am Fußball. Ihren Idolen eifern sie bevorzugt im Freien oder beim Hallenfußball mit Bande nach. Futsal genießt einen geringen Stellenwert. Foto: Kreidemeier
Für die Nachwuchskicker zählt die Freude am Fußball. Ihren Idolen eifern sie bevorzugt im Freien oder beim Hallenfußball mit Bande nach. Futsal genießt einen geringen Stellenwert. Foto: Kreidemeier

Painten.Nachdem die Saison draußen auf dem Rasen auch bei den letzten Jugendmannschaften im November zu Ende gegangen ist, nimmt nun die Hallensaison so richtig Fahrt auf. Für einige Teams aus dem Kreis Kelheim und Umgebung stellte das traditionelle Jugendhallenturnier der SG Painten – heuer zum ersten Mal in Kooperation mit dem TV Riedenburg – am vergangenen Wochenende das erste Highlight auf dem Parkett dar.

„Alles top gelaufen. Sehr fair, keine Verletzungen und gute Leistungen. Außerdem hat die Zusammenarbeit zwischen uns super geklappt“, waren sich Paintens Fußball-Abteilungsleiter Robert Rappl und der Riedenburger Jugendleiter Dani Häckl am Ende in ihrem Fazit einig. Man habe von allen nur positive Rückmeldungen bekommen und auch die Tatsache, dass erneut alle Mannschaften zum Turnier erschienen seien, sei eine Bestätigung ihrer Arbeit. „Das beweist, dass es ein schönes Turnier ist und gut organisiert“, freute sich Rappl.

Die beiden Gastgebervereine, TV Riedenburg und die SG Painten, hier im direkten Duell. Abseits des Parketts wurde „gut zusammengearbeitet“. Foto: Kreidemeier
Die beiden Gastgebervereine, TV Riedenburg und die SG Painten, hier im direkten Duell. Abseits des Parketts wurde „gut zusammengearbeitet“. Foto: Kreidemeier

Bei den jungen Fußballern stand der Spaß im Vordergrund. Maxi (8) aus der F-Jugend Riedenburgs meinte: „Dass es Spaß macht, ist mir am wichtigsten.“ So sahen das auch der achtjährige Felix und Bastian (7) vom TV Riedenburg. Aber ganz nebensächlich ist der Wettbewerb natürlich nicht: Laurin (7) von der SG Painten erklärte vor seiner ersten Partie, er wünsche sich, „dass wir das Turnier gewinnen“. Und auch der achtjährige Kilian möchte am besten schon „Erster oder Zweiter werden“. Die Trainer sehen es genauso. „Sie sollen Spaß an der Sache haben und am besten viele Tore schießen“, sagte Christian Gromann, seines Zeichens Coach des SV Breitenbrunn.

Geringere Verletzungsgefahr

Prinzipiell spielen die meisten Kinder lieber draußen, vor allem wegen der geringeren Verletzungsgefahr. Man könne aber draußen auch mehr rumlaufen und besser Tricks machen, findet Lorenz (8.) von der SG. Während der Riedenburger Max ebenfalls erläutert, man schürfe sich in der Halle oft böse die Knie auf, argumentiert Felix mit dem größeren Spielfeld. „Draußen hat man einfach mehr Platz, kann sich viel mehr frei bewegen.“

Die Betreuer sehen ihre Schützlinge ebenfalls lieber auf dem Grün, wenn auch aus anderen Gründen. „Draußen kann man mehr und besser variieren, da lernen die Jungs das Spiel besser kennen. In der Halle ist alles kleiner und schneller“, erläutert Daniel Gehweiler, der die F2 vom TV Riedenburg betreut, seine Sicht der Dinge.

Die Nachwuchskicker erfreuen sich am Spiel mit der Bande. Foto: Kreidemeier
Die Nachwuchskicker erfreuen sich am Spiel mit der Bande. Foto: Kreidemeier

Wenn schon Hallenfußball, dann aber bitte wenigstens mit Bande, sind sich die Kids weitgehend einig und werden damit in Hemau beim Turnier, wo mit Rundum-Bande gespielt wird, auch zufriedengestellt. Die Bande biete im Spiel so tolle Möglichkeiten, beschreiben die F-Jugendlichen den wesentlichen Vorteil. „Mit Bande kann ich den Ball schneller vorbringen, da verbrauche ich nicht so viel Zeit“, sagt Kilian. Lorenz meint: „Da kann man dann einen coolen Trick machen, dass man den Ball an die Bande spielt und dann an der anderen Seite vorbeiläuft“, schwärmt Lorenz. Max stimmt ihm zu, man komme somit durch die Bande leichter an seinem Gegenspieler vorbei. Von den befragten Kindern gefällt nur Felix der Hallenfußball ohne Bande besser.

Die Großen als Vorbild

Wie man richtig gut kickt – da orientieren sich die Jungen schon an den ganz Großen. Deutlich hört man aber auch die Stimmen der Eltern hinter den Kindern. „Ich finde Mario Gomez gut“, sagt Felix – aktuell wohl eher eine unübliche Wahl. Max schwärmt als Barça-Fan für Lionel Messi und Lorenz sieht Lewandowski als einen der Besten an.

Auch die Turnierleitung hatte Spaß an der Veranstaltung. Foto: Kreidemeier
Auch die Turnierleitung hatte Spaß an der Veranstaltung. Foto: Kreidemeier

„Der läuft viel und schnell und schießt viele Tore“, erklärt er. Kilian kann seine Meinung am fundiertesten belegen. „Kylian Mbappé ist mein Idol und Vorbild. Der war bei der WM sehr gut, der Beste eigentlich und vor allem auch ein sehr junger Spieler. Das finde ich gut“, belegt er seine These. Ob die zufällige Namensgleichheit bei der Entscheidung auch eine Rolle gespielt hat, steht wohl in den Sternen.

Infos zum Turnier

  • Fünf Konkurrenzen:

    Die G-, F-, E-, D- und C-Junioren wetteiferten in Hemau an zwei Turniertagen um Tore und Siege. Die Jüngsten eröffneten am Samstagmorgen den Reigen, den Abschluss bildeten die U13-Junioren.

  • Kooperation:

    Zum ersten Mal entstand das Turnier als Zusammenarbeit zwischen Painten und Riedenburg. Vorher war SG Painten stets alleiniger Ausrichter.

Letztendlich triumphierte in der F-Jugend die SG Willenhofen/Eichlberg, die die SG Ihrlerstein/Essing mit 1:0 im Finale besiegte. Den dritten Platz schnappte sich die SG Hohenschambach durch ein 2:1 gegen den SV Breitenbrunn.

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht