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Radsport

Henri Uhlig wechselt das Terrain

Das RSC-Talent geht nach seinem jüngsten Erfolg auf der Bahn in Belgien erfolgreich bei Cyclocross-Rennen an den Start.

Henri Uhlig startete beim Cyclocross-Weltcup von Heusden-Zolder. Foto: Birgit Uhlig
Henri Uhlig startete beim Cyclocross-Weltcup von Heusden-Zolder. Foto: Birgit Uhlig

Kelheim.Youngster Henri Uhlig vom RSC Kelheim, der zwei Tage vor Weihnachten Deutscher Omniumsmeister auf der Bahn geworden ist, ging nach Weihnachten in Begleitung seiner Familie seiner Leidenschaft Cyclocross nach.

Die belgische Woche mit den beiden Cyclocross-Events in Heusden-Zolder und Loenhout sowie dem Stadtrennen in Diegem wurde akribisch geplant. Mama Birgit Uhlig kümmerte sich um die Logistik, Papa Steffen kümmerte sich um den Support und das Rennmaterial. So ging es unterstützt vom Verband Bund Deutscher Radfahrer zum Weltcup nach Heusden-Zolder. „Es ist einfach der Wahnsinn, was in der Woche Cyclocross in Belgien abgeht“, berichtet Vater Steffen „Uhu“ Uhlig“ von der außergewöhnlichen Stimmung bei den Crossrennen im Nachbarland.

„Aus Erfahrung des letzten Jahres hatten wir 100 Autogrammkarten anfertigen lassen, die bereits am zweiten Tag komplett aufgebraucht waren. „Auf dem Circuit Zolder sah man aber, dass die Umstellung von der Bahn zum Cross nicht ganz einfach war. „Henri haderte mit seinem 34. Platz im Starterfeld der 64 Junioren aus 14 Nationen“, sagt Steffen Uhlig. Zwei Tage später startete Henri beim Azencross in Loenhout. Die größte Cyclocross Partymeile – mit laut Steffen Uhlig „gefühlten 50000 Zuschauern“ – erzeugte bereits am Start Gänsehautfeeling bei allen Beteiligten. „Henri stand wie gewohnt, bei 62 Startern, in der letzten Startreihe, zeigte bei diesem Rennen seine Stärke und sein Können.“

Nach zwei von fünf zu fahrenden Runden erreichte er die Top Ten. Diese Platzierung konnte der junge Radsportler bis ins Ziel verteidigen. Platz acht ist Uhligs beste internationale Platzierung im Cyclocross. Das Ergebnis lasse laut Vater Uhlig darauf schließen, dass der eingeschlagene Weg mit dosierter Kombination aus Athletik, radspezifischer Grundlage und Crossfahren nicht der schlechteste sei. Dabei werde durch die Crossrennen speziell der Spaßfaktor angehoben.

Zum Abschluss fuhr Henri das Prestige-Rennen in Diegem (Brüssel). Der enge Stadtkurs, eine komplett ausgeleuchtete Rennstrecke mit vielen künstlichen Brückenüberquerungen sowie der Start kurz vor 17 Uhr verliehen diesem Rennen eine nervöse Atmosphäre. Uhlig hatte Probleme bei seiner Aufholjagd nach vorne. Immerhin musste er bei 60 Startern aus letzter Reihe starten. Erst in der letzten Runde katapultierte er sich auf Platz 20. „Mit diesen Ergebnissen zum Jahresabschluss schaut Henri optimistisch auf die deutsche Crossmeisterschaft am 13. Januar in Kleinmachnow“, so Steffen Uhlig. Dort werden 36 Sportler um den Titel bei den Junioren kämpfen. Oscar Uhlig, der daheim eine Trainingswoche abgespult hatte, wird in der Altersklasse U23 mit weiteren 25 Sportlern am Start stehen.

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