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Fussball

Individualisierung als Erfolgsschlüssel

Beim dreitägigen Trainer-Symposium tauschten sich Fachleute über Lehrmethoden und Entwicklungen in der Talentförderung aus.

In einer Praxis-Trainingseinheit wurde demonstriert, wie Talente individuell zu fördern sind.  Foto: Fabian Fruehwirth/www.faf-presse
In einer Praxis-Trainingseinheit wurde demonstriert, wie Talente individuell zu fördern sind. Foto: Fabian Fruehwirth/www.faf-presse

Kelheim.Auf Einladung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) kamen 215 Lizenztrainer der 64 bayerischen DFB-Stützpunkte und die vier hauptamtlichen bayerischen Stützpunkt-Koordinatoren in der Sportschule Oberhaching zusammen.

Beim dreitägigen Trainer-Symposium tauschten sich die Fachleute intensiv über Lehrmethoden und aktuelle Entwicklungen in der Talentförderung aus. Im Fokus stand das Thema „Individualisierung“. Am Ende zeigten sich auch DFB-Chefscout Urs Siegenthaler, Ex-Löwen-Trainer Daniel Bierofka und Holger Seitz vom FC Bayern München beeindruckt. Das Trio bot in einem Talk mit BFV-Präsident Rainer Koch auch einen Einblick in ihre Vorstellung einer zeitgemäßen Talentförderung. „Unsere Stützpunkttrainer leisten exzellente Arbeit und garantieren an den 64 DFB-Stützpunkten eine Talentförderung auf Top-Niveau“, erklärte BFV-Vizepräsident Reinhold Baier.

Nicht auf dem Erfolg ausruhen

Seit der Saison 2008/09 schafften laut Baier mehr als 1200 Spielerinnen und Spieler den Sprung von einem der 64 bayerischen Stützpunkte zu einem Profiklub. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Neben regelmäßigen individuellen Fortbildungen ist im Trainerbereich vor allem auch der persönliche Erfahrungsaustausch extrem wichtig. Hierfür ist das dreitägige Symposium an der Sportschule gedacht.“

BFV-Cheftrainer Engin Yanova, die Verbandstrainer Daniel Jungwirth und Hartmut Herold sowie Damir Dugandzic (Sportlicher Leiter des DFB-Talentförderprogramms) demonstrierten in einer Praxis-Trainingseinheit, wie sich Talente individuell fördern lassen.

BFV-Verbandsarzt Dr. Werner Krutsch vom FIFA Medical Centre Regensburg referierte über „Überlastungsprobleme im Jugendfußball“, Markus Hirte (Leiter des DFB-Talentförderprogramms) stellte „kindgerechte Spielformen“ vor. Über den Stellenwert der Sportpsychologie sprach Prof. Dr. Oliver Höner vom Institut für Sportwissenschaft an der Universität Tübingen. Weitere namhafte Referenten gaben spannende Einblicke in die Nachwuchsarbeit bei den bayerischen Profiklubs.

Das Stützpunktsystem lebt

Zum Auftakt betonte Michael Köllner, der den 1. FC Nürnberg als Trainer in die Bundesliga geführt hatte und aktuell den TSV 1860 München trainiert, die enorme Wichtigkeit der Persönlichkeitsförderung. „Die Individualisierung an den Stützpunkten – aber auch im Profibereich – ist der Schlüssel zum sportlichen Erfolg“, sagte der langjährige DFB-Stützpunktkoordinator Köllner. In der abschließenden Diskussionsrunde erklärte BFV-Präsident Rainer Koch: „Das Stützpunktsystem, das wir nach der EM 2000 ins Leben gerufen haben, lebt. Nach der WM 2018 müssen wir wieder eine Aufbruchsstimmung erzeugen und erkennen immer mehr, dass die Ausbildung von Talenten in ganz jungen Jahren beginnt.“

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