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Futsal

JFG Donautal mischt Spitzenteams auf

Beim bayerischen U19-Finalturnier verpasst Abbach knapp die Top Vier, glänzt aber mit einem Sieg über Fürth.
Von Thomas Kreidemeier

Gegen den U19-Bundesligisten FC Ingolstadt (weiß), der am Ende Vizemeister wurde, erkämpfte sich Donautal (orange) ein 0:0-Remis. Fotos: Kreidemeier
Gegen den U19-Bundesligisten FC Ingolstadt (weiß), der am Ende Vizemeister wurde, erkämpfte sich Donautal (orange) ein 0:0-Remis. Fotos: Kreidemeier

Bad Abbach.Sie waren so nah dran – aber am Ende hat es nicht ganz gereicht für das Halbfinale. Trotz eines starken 3:0-Sieges gegen die SpVgg Greuther Fürth und eines 0:0 gegen den FC Ingolstadt fehlte am Ende ein Pünktchen zum Erreichen des Halbfinales. So musste sich die U19 der JFG Donautal Bad Abbach bei den bayerischen A-Junioren-Hallenmeisterschaften in Regensburg am Ende mit Platz vier in der Gruppe sowie dem siebten Rang gesamt zufrieden geben.

Trotz des bitteren Ausscheidens war es ein respektables Ergebnis in Anbetracht der Teilnahme zehn starker Mannschaften, darunter auch zwei Bundesligateams. Das A-Jugend-Aufgebot von Trainer Markus Kandsperger hatte in Gruppe A mit Bundesligist Ingolstadt, den Bayernligisten Greuther Fürth und FC Deisenhofen sowie dem Bezirksoberliga-Team JFG Steigerwald eine harte Aufgabe.

Kluge Taktik gegen Kleeblättler

Los ging es für Donautal, die nach der Hinrunde der Bezirksoberliga-Saison draußen auf Rang drei in Schlagdistanz zum Aufstieg liegen, mit dem späteren Turniersieger Deisenhofen. Die JFG begann engagiert und erarbeitete sich einige Möglichkeiten. Nach und nach übernahm aber der Gegner die Spielkontrolle und erzielte kurz vor Schluss nach zahlreichen guten Gelegenheiten noch das 1:0. Donautal konnte nicht mehr ausgleichen und startete somit mit einer unnötigen, aber insgesamt verdienten 0:1-Niederlage ins Turnier.

Hier finden Sie eine Bildergalerie zur U19-Bayern-Endrunde in Regensburg:

U19-Bayern-Endrunde mit JFG Donautal Bad Abbach

In Partie zwei gegen die SpVgg Greuther Fürth war von Niedergeschlagenheit keine Spur: Erneut druckvoll agierte das Donautaler Team, das als „Quasi-Heimmannschaft“ auch die mit Abstand meisten Fans mitgebracht hatte. Nach einem frühen Führungstreffer durch Emir Terakaj machte die JFG hinten dicht und konterte immer wieder gefährlich. Trotz kaum 25 Prozent Ballbesitz hatte das Team aus Bad Abbach alle guten Torchancen des Spiels und konnte durch Max Heberlein und Alexander Butz auf 3:0 erhöhen. Diese Führung gab Donautal nicht mehr aus der Hand und sackte die ersten drei Zähler ein.

„Wir haben gegen Ingolstadt nichts zugelassen.“

Markus Kandsperger

„Gegen Ingolstadt ging offensiv fast gar nichts. Aber hinten ließen wir genauso wenig zu“, so Coach Kandsperger zum Highlight gegen den U19-Erstligisten. Jeder Angriff des FCI konnte frühzeitig vereitelt werden. Nach einer sehr umkämpften Partie blieb es beim 0:0 und die JFG erarbeitete sich mit nunmehr vier Punkten gute Halbfinalchancen. Nach den weiteren Partien in der Gruppe war klar: Mit einem Sieg gegen den auf dem Papier leichtesten Gegner Steigerwald ist man sicher im Halbfinale.

„Finale“ gegen Steigerwald unglücklich verloren

Die Truppe schlug sich wacker, musste aber früh einen Gegentreffer hinnehmen. Steigerwald blieb stets gefährlich und hatte mit zwei Aluminiumtreffern weitere Großchancen. Obwohl Trainer Kandsperger am Ende einen fünften Feldspieler statt des Torwarts brachte, konnte Donautal nicht ausgleichen und fing sich stattdessen das 0:2 ein.

Stolz verließen die JFG-Kicker das Parkett der Bayern-Endrunde.
Stolz verließen die JFG-Kicker das Parkett der Bayern-Endrunde.

Das Vorrunden-Aus war damit besiegelt; am Ende wurde es Platz vier der Gruppe und Platz sieben insgesamt. „Klar war zunächst eine Enttäuschung da, wir hätten es tatsächlich unter die besten Vier schaffen können. Aber unter dem Strich können wir alle sehr stolz sein“, so der Coach. Immerhin landeten die Abbacher vor wie Greuther Fürth oder Bundesligist Augsburg, der in Gruppe B blamabel alle vier Partien verlor.

Im ersten Halbfinale traf der FCI auf die SpVgg Weiden, die zwar im Bezirksfinale noch 0:3 gegen Donautal verloren hatten, nun aber mit neun Punkten in Gruppe B weiter gekommen waren. Nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit kam es zum Sechsmeterschießen, wo die ersten 16 Schützen keine Entscheidung bringen konnten – sie alle trafen souverän. Dann schoss ein Weidener der Nervosität geschuldet weit über das Tor und brachte den Bundesligisten FCI damit ins Finale. In Halbfinale zwei besiegte Deisenhofen recht problemlos Deggendorf mit 2:0 .

Sechsmeterschießen im Finale

Deisenhofen war im Endspiel gegen Ingolstadt klar besser, spielte schönen Futsal und ging mit 2:0 gegen den Favoriten in Führung. Der kämpfte sich aber zurück und glich kurz vor Schluss aus. Erneut musste also das Sechsmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier trafen die Deisenhofener souverän, Ingolstadt hatte nicht das Glück auf seiner Seite: Schon der erste Schuss landete an der Latte.

Für die Bundesligisten war die Hallenmeisterschaft aber auch nur Nebensache. Auf Kunstrasen wird ganzjährig draußen trainiert und startet die Rückrunde. Der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg hatten auch gar nicht erst teilgenommen.

Endstand:

1. FC Deisenhofen

2. FC Ingolstadt 04

3. SpVgg SV Weiden

4. SpVgg GW Deggendorf

5. TSV Ottobeuren

6. JFG Steigerwald

7. 1. JFG Donautal Bad Abbach

8. SpVgg Greuther Fürth

9. Würzburger FV

10. FC Augsburg

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