MyMz

Judo-Gipfel auf Abensberger Matte

Der deutsche Rekordmeister erwartet den JC Leipzig zum Duell der Tabellenführer in der Bundesliga-Süd-Gruppe. Beide Teams sind ersatzgeschwächt.

Stefan Kneitinger (oben) ist wieder fit für die Bundesliga. Foto: Archiv

Abensberg.Bereits nach zwei Kampftagen hat sich in der Judo-Bundesliga Süd eine Zweiklassengesellschaft gebildet. TSV Abensberg, JC Leipzig und KSV Esslingen marschieren vorneweg, TSV Großhadern, JSV Speyer und JC Ettlingen hecheln noch punktlos hinterher. Mit dem Heimkampf der Babonen am Samstag um 17 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle gegen Leipzig wartet mit Blick auf die Tabelle ein Spitzenkampf. Die Gäste allerdings stapeln tief.

Beide Teams halten bei der Maximalausbeute von vier Zählern. Mit Siegen gegen Ettlingen (10:4) und Speyer (10:4) zeigten die Sachsen, dass sie wieder an die Spitze der Bundesliga zurückkehren wollen. Abensberg gewann gegen Großhadern (10:4) und Ettlingen (10:2) ebenso deutlich. Daher könnte die Spitzenbegegnung am Samstag möglicherweise eine Vorentscheidung im Rennen um den Titel des Südmeisters bringen.

Die Abensberger erwarten starke Gäste. JC-Manager Paul Staroste beklagt allerdings einige Ausfälle. Robert Gess ist in den Flitterwochen, Simon Yakoub konzentriert sich auf die Abschlussprüfungen als Physiotherapeut und der Rumäne Costel Danculea erhielt von seinem Verband keine Freigabe. Der Ungar Laszlo Szoke fehlt mit einem schweren Leistenbruch, fasst Staroste zusammen. „Wir können keinen Spitzenkampf versprechen, weil wir ersatzgeschwächt antreten. Aber wir werden alles geben.“

Immerhin haben die Leipziger noch Athleten am Start, die es jedem Gegner schwer machen können: Hannes Conrad, Norbert Fleischer, Robert Gess (alle 81 kg) oder Fabian Hubert (+100 kg). Der Schweizer Judo-Könner Ludovic Charmartan (60 kg) steht seit mehreren Jahren auf der Liste.

Auch die Abensberger Gastgeber sind nicht vollzählig. Christopher Völk (73 kg) feiert nach Verletzung sein Comeback beim Weltcup-Turnier in Bukarest, wo auch Sebastian Seidl (66 kg) auf der Matte steht. David Krämer (73 kg) will sich beim European-U21-Cup in Leibnitz möglichen EM-Chancen nähern. Und der Biburger Manuel Scheibel (60 kg) weilt zu einem Trainingslager in Brasilien.

Trotzdem geht der TSV längst nicht auf dem Zahnfleisch. Erneut viele hausgemachte Athleten sollen in die Bresche springen, angefangen von Philip Graf (60 kg), Gerhard Zeitler (66 kg) über Stefan Kneitinger (73 kg) und Fabian Seidlmeier (81 kg) bis hin zu Dominik Gerzer (100 kg). Die bei Olympia dekorierten Judoka Ilias Iliadis (90kg), Dimitri Peters (100kg) und Andreas Tölzer (Schwergewicht) – zuletzt Dritter beim World Masters in Russland – übernehmen die Rolle der Punktegaranten.

„Mit einem Sieg rückt der Süd-Titel näher“, weiß TSV-Cheftrainer Radu Ivan. Entschieden wäre aber nichts, denn Ende Juni gastiert mit KSV Esslingen noch der zweite Co-Spitzenreiter. Mit dem Abschluss am 13. Juli in Speyer ist die Bundesliga-Vorrunde in der sechs Teams zählenden Staffel dann auch schon beendet. (mar)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht