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Samstag, 22. September 2018 19° 3

Judo

Judoka Scheibel startet beim Grand Slam

Die Konkurrenz in Düsseldorf ist für den Abensberger Manuel Scheibel groß. Teamkollege Sebi Seidl ist verletzt.
Von Dieter Krelle

 Manuel Scheibel (links) startet, Sebi Seidl (rechts) nicht. Foto: Archiv/Scheibel
Manuel Scheibel (links) startet, Sebi Seidl (rechts) nicht. Foto: Archiv/Scheibel

Abensberg. Als einziger echter Abensberger Starter trägt Manuel Scheibel (66 kg) heute, gleich am ersten Tag des Judo Grand Slam in Düsseldorf, die Hoffnungen des Deutschen Judobunds, der in dieser Kategorie mit dem in Paris verletzten Turnier-Dritten, dem TSV-Star Sebi Seidl, eine echte Medaillenhoffnung ersetzen muss.

Der Dauerbrenner des deutschen Rekordmeisters hatte sich in Paris trotz einer Schulterverletzung in der Trostrunde sensationell Bronze erkämpft, es aber wie 81-kg-Weltmeister Alexander Wieczerzak für den Heim-Grand Slam nicht mehr geschafft. „Der Manuel braucht sicher etwas Losglück“, schätzt TSV-Cheftrainer Jürgen Öchsner die Scheibel-Chancen vor dem Auftritt im ISS Dome gegen die Konkurrenz aus 71 Nationen vorsichtig optimistisch ein. „Platz fünf beim letzten Europacup ist noch ausbaufähig“, hofft er auf eine Judo-Show vor den erstmals eingesetzten TV-Kameras von Sport1 (Freitag ab 17 Uhr, Samstag ab 17.30 und Sonntag ab 23.30 Zusammenfassung).

Die Erfolgs-Erwartungen von Männer-Bundestrainer Richard Trautmann liegen auf alten Hasen wie Jogar Wandtke (73 kg), dem WM-Zweiten Karl-Richard Frey (100 kg) und Schwergewichtler Andre Breitbarth, aber auch auf den jungen Wilden Moritz Plafky, Eduard Trippel (90 kg) und Johannes Frey, dem ins Schwergewicht aufgerückten Düsseldorfer. „Schade, dass David Krämer in diesem Feld keine Berufung erhielt“, bedauert Öchsner das Fehlen des Zweiten der deutschen Meisterschaft in der 73 kg-Kategorie. „Es hätte ihm sicher einen weiteren Motivations-Schub verliehen.“

Einen solchen können auch die DJB-Judodamen gebrauchen, für die die Bäume vor zwei Wochen in Paris noch nicht in den Himmel gewachsen sind.

Der TSV-Coach nutzt die Düsseldorfer Tage zur Kontaktaufnahme mit seinen ausländischen TSV-Startern wie 90-kg-Weltmeister Nemanja Maidov (Serbien) , der sich nach seinem Titelgewinn auf internationalen Matten rar gemacht hatte. Die organisatorischen Vorbereitungen für die im April startende Bundesliga-Saison im neuen Neuner-Format, die für etliche neue Kämpfer aus der Abensberger Region zu einer Talentschau werden könnten, laufen, auch nach dem Rückzug der Olympia-Starter Christopher Völk (73 kg) und Sven Maresch (81 kg), praktisch reibungslos.

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