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Bezirksliga

Kelheim spielt die Trumpfkarte Teamgeist

Fußball-Bezirksligist ATSV Kelheim droht Ausfall von Stammkräften. Mannschaftliche Geschlossenheit soll zum Erfolg führen.
Von Wolfgang Wutzer und Alexander Roloff

ATSV Kelheim (grün) wendet sich der schweren Auswärtshürde bei Spitzenreiter SSV Eggenfelden zu.  Foto: Rutrecht
ATSV Kelheim (grün) wendet sich der schweren Auswärtshürde bei Spitzenreiter SSV Eggenfelden zu. Foto: Rutrecht

Kelheim.Der zweite Spieltag der Rückrunde in der Bezirksliga West hält für die Teams aus dem Kelheimer Fußballgäu wichtige Spiele parat. TSV Abensberg spielt beim punktgleichen FSV Landau (Samstag, 16 Uhr). Ebenfalls am Samstag gastiert der ATSV Kelheim bei Topteam SSV Eggenfelden (14.30 Uhr). Langquaid empfängt FC Teisbach (Sonntag, 14 Uhr).

„Es war ein verdienter Sieg, auch in dieser Höhe“, sagt ATSV-Coach Tobias Schlauderer rückblickend auf den 5:1 Heimsieg gegen Landkreisrivale Langquaid.

„Wir freuen uns darauf, beim Tabellenführer spielen zu dürfen.“

Tobias Schlauderer

„Der Unterschied zu den Vorwochen ist, dass wir endlich die Chancen genutzt haben“, so Schlauderer. Die Kelheimer warteten seit Mitte August auf einen Dreifacherfolg. Dass der Erfolg ausgerechnet im Derby zurückkam, ist eine besondere Zugabe. „Ich sage es immer wieder, wir gehen grundsätzlich jedes Spiel motiviert an“, versichert der Trainer. Ob sich das Lazarett in den nächsten Wochen ein wenig lichtet, sei laut des Ex-Profis immer noch nicht gesichert. „Jetzt freuen wir uns erstmal, beim Tabellenführer spielen zu dürfen“, erklärt Schlauderer spitzbübisch. Das Team von Trainer Marcel Thallinger weist mittlerweile eine Serie von sieben ungeschlagenen Spielen auf und gewann die letzten sechs Partien. Folglich grüßt der SSV Eggenfelden von der Tabellenspitze.

Eggenfelden ist Team der Stunde

„Für mich ist Eggenfelden spielerisch die stärkste Mannschaft der Liga, was ich auch nach dem Hinspiel schon gesagt hatte“, meint der Trainer des ATSV.

In der Vorrunde siegte das Team von Kapitän Raphael Marhöfer zuhause allerdings mit 4:0. „Auch dieses Mal sind wir klarer Außenseiter und können erstmal befreit aufspielen. Das liegt uns normalerweise. Gas geben werden wir auf jeden Fall“, führt Schlauderer aus. Ob zahlreiche Leistungsträger mitwirken können oder nicht, darf laut des Trainers keine Rolle spielen. „Wir können es so oder so nicht ändern, unsere jungen Wilden machen das ausgezeichnet. Der Teamgeist ist entscheidend“, freut sich der Coach. Bei TSV Langquaid ist zu Rückrundenbeginn Ernüchterung eingekehrt.

TSV Abensberg (weiß) muss nach der Niederlage gegen SSV Eggenfelden die Aufgabe beim FSV Landau lösen. Foto: Kahler
TSV Abensberg (weiß) muss nach der Niederlage gegen SSV Eggenfelden die Aufgabe beim FSV Landau lösen. Foto: Kahler

„Die Niederlage in Kelheim geht absolut in Ordnung“, analysiert Langquaids Coach Andreas Müller. „Wir haben die Führung aufgrund individueller Fehler aus der Hand geben“, so Müller. In Abensberg vor zwei Wochen drehten die Laabertaler den Rückstand noch. Nun folgt das Heimspiel gegen FC Teisbach. „Die Gäste haben eine junge und vor allem sehr kompakte Mannschaft Woche für Woche auf dem Feld“, schätzt der Trainer ein. Im Hinspiel gab Langquaid eine 2:0 Führung am Ende noch aus der Hand und musste sich mit einem Remis zufrieden geben.

„Teisbach hat in dieser Saison schon einige Male überrascht, das ist gefährlich“, so der Trainer. Der Kader dürfte im Vergleich zur Vorwoche in Kelheim unverändert bleiben. Der TSV Abensberg startete mit der 1:3-Heimniederlage gegen den neuen Spitzenreiter SSV Eggenfelden in die Rückrunde. Der Abstand zur Abstiegsrelegation hat sich auf drei Punkte verringert.

TSV Abensberg kämpft um Lohn

Das Auswärtsspiel gegen den punktgleichen Aufsteiger FSV Landau (20 Zähler) könnte richtungsweisende Signale setzen. „In den beiden letzten Partien haben wir uns nicht für die gezeigten Leistungen belohnt, jetzt steht das wichtige Spiel gegen Landau“, sagt Abensbergs Coach Andrè Kleinknecht.

Gefährliche Gegner

  • Torschützen:

    Eggenfeldens Torjäger Daniel Ungur (13 Treffer) ist der Toptorjäger der Liga. Teisbachs Jonas Schreiner markierte sieben Treffer. Beim FSV Landau stechen Tobias Piller und Matthias Reichl mit je fünf Treffern heraus.

  • Assists:

    Daniel Muteba (Eggenfelden) leistete mit zehn Vorlagen die meisten Assists der Liga. Teisbachs Schreiner leitete acht, die Landauer Piller und Reichl je fünf Treffer ein.

Die Hausherren gingen zuletzt ebenfalls leer aus, haben mit Siegen gegen TuS Pfarrkirchen und FC Dingolfing ihr Potenzial aber bereits angedeutet. „Wir werden alles investieren, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen“, verspricht Kleinknecht. Max Zott und Johannes Stöckl kehren zurück.

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