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Abensberg

Landshut Devils kurz vor Ziel abgefangen

Im zweiten Finale wurde in Brokstedt aus einem Vorsprung erst ein Gleichstand und dann ein alles entscheidender Rückstand.

Landshut wurde Zweiter der Speed- way-Bundesliga. Foto: Niklas Breu
Landshut wurde Zweiter der Speed- way-Bundesliga. Foto: Niklas Breu

Abensberg.Jeder Sportler kennt das: Man hat die Hand schon förmlich am Pokal, doch dann wird er einem auf den letzten Metern noch aus den Händen gerissen. So fühlten sich die AC Landshut Devils, das Team um den verletzten Kapitän und Mitglied vom MSC Abensberg, Martin Smolinski, in Brokstedt, als im zweiten Finale aus einem anfänglichen Vorsprung erst ein Gleichstand und dann ein alles entscheidender Rückstand wurde.

Es fing unerwartet gut an für den Titelverteidiger, der das erste Heat mit 5:1 für sich entschied. Mark Riss hatte beim Start von außen eine Sternstunde und schoss förmlich an seinem Teamkollegen Viktor Kulakov vorbei, so dass sich Rune Holta und Lukas Fienhage von den Gastgebern mit den Plätzen drei und vier begnügen mussten. Danach folgten insgesamt fünf Durchgänge mit 3:3 – ein erneuter Beweis, dass die Leistung auf beiden Seiten sehr ausgeglichen war: bei den Brokstedtern mit Verstärkung durch Kai Huckenbeck, der im ersten Finale noch gefehlt hatte, bei den Devils trotz des Fehlens von Martin Smolinski. In Heat sieben verkürzten die Brokstedter dank eines 4:2 von Huckenbeck/Blödorn gegen Milik/Wassermann auf zwei Punkte, Landshut gelang jedoch im nächsten Heat sogleich der Konter. Ein 5:1 von Holta/Fienhage gegen Grobauer/Katt brachte den Ausgleich brachte. Der letzte Durchgang vor den beiden Finalläufen lief gegen die Devils. Beim Aufeinandertreffen der C-Fahrer gab es ein 3:3, nachdem Sandro Wassermann mit 15-m-Handicap im Rerun starten musste. Der Durchgang der B-Fahrer endete mit einem 2:4 gegen die Devils, der der A-Fahrer mit 5:1 für die Wikinger – und plötzlich liefen die Devils einem Rückstand von 6 Punkten hinterher. In den beiden Finalläufen hätten nur noch zwei 5:1-Erfolge dem Titelverteidiger den Sieg bringen können, doch diese endeten nochmals 3:3. Viktor Kulakov hatte mit Motorproblemen zu tun und Vaclav Milik kam mit der Bahn nicht optimal zurecht. Am Ende also „nur“ der Vizetitel für den Rekordmeister, doch die Fans feierten ihre Mannschaft wie einen Sieger, und diese bedankte sich für die „geile Unterstützung“, so Stephan Katt, mit einem „Super wart Ihr“.

Im Lager der Devils sah man das Ergebnis mit gemischten Gefühlen. „Wir waren heute nicht der Favorit, und natürlich sind wir durch die bekannten Umstände geschwächt. Doch wenn man dann trotz allem so nah dran ist am Titel, ist es bitter, wenn man am Ende noch daran vorbeischrammt“, lobte Teammanager Klaus Zwerschina. Mit dem Abschluss der 2019-er Saison steht auch das Motto für das kommende Jahr: 20. Meistertitel im Jahr 2020 für die AC Landshut Devils.

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