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Fussball

Lockeres Anschwitzen fürs heiße Match

Labertalelf bereitet sich mit Fototermin und einer Trainingseinheit auf das Benefizspiel gegen prominente Ex-Fußballer vor.
Von Wolfgang Wutzer

Die Labertalauswahl trainiert auf dem Sportplatz in Niederleierndorf für das Spiel gegen die Legenden des Teams Bananenflanke. Foto: Wutzer
Die Labertalauswahl trainiert auf dem Sportplatz in Niederleierndorf für das Spiel gegen die Legenden des Teams Bananenflanke. Foto: Wutzer

Niederleierndorf. „Die Konditionsmonster gehen gleich zu mir“, hört man aus dem Reigen der Spieler, die sich für das Mannschaftsfoto der Labertalauswahl positionieren. An Stefan Offenbecks (TSV Herrngiersdorf) entschlossener Aussage lässt sich die insgesamt heitere, aber dennoch wettbewerbstaugliche Stimmung am Trainingsabend festmachen.

Die nominierten Kicker der „Labertalauswahl“ versammelten sich vor einer Woche am Sportplatz des SV Niederleierndorf zum Training und Fototermin. Am Samstag (16 Uhr) spielt die Auswahl, die von Andreas Breundl (SV Niederleierndorf) gecoacht wird, gegen die Legendenelf des Bananenflanke e.V. für einen guten Zweck.

„Das Schönste daran ist die gute Laune meiner Spieler, die eigentlich Sommerpause haben.“

Manfred Höglmeier

Dabei treffen die Spieler auf ein Team ehemaliger Fußballstars wie Benjamin Lauth (TSV 1860 München) sowie weiterer Prominenter. „Das Schönste daran ist die gute Laune meiner Spieler, die eigentlich Sommerpause haben“, sagt Manfred Höglmeier, Abteilungsleiter des SV Niederleierndorf. Der 35-Jährige fungiert als Koordinator der Labertalauswahl und kümmert sich seit Wochen und Monaten um die Organisation der Veranstaltung. „Uns ist wichtig, dass die Spieler miteinander harmonieren. Die Jungs spielen schon so lange Fußball, sie wissen normalerweise, welche Automatismen es gibt“, lacht er. Eingeleitet wird das Training mit einem „Rondo“. Beim „Fünf gegen Zwei“ kommen die Protagonisten aufgeteilt in zwei Gruppen gehörig ins Schwitzen.

Die Kicker der Laabertaler gaben auch abseits des Fußballplatzes eine gute Figur ab. Foto: Wutzer
Die Kicker der Laabertaler gaben auch abseits des Fußballplatzes eine gute Figur ab. Foto: Wutzer

„Diejenigen, die neu dazu kommen, müssen auch in die Mitte“, lautet die Ansage von Chefanweiser Breundl an Mittelfeldspieler Sebastian Häusler (SV Eggmühl), weil dieser gerade beim Fotoshooting war. Die Spieler werden einzeln zum Fototermin aufgerufen und dürfen ihr Können als Model beweisen. Für die entworfenen Autogrammkarten werden die Spieler im Porträt abgelichtet.

Schuften in der Sommerpause

Während Fußballer aktuell ihre wohlverdiente Auszeit genießen, hieß es für die Labertalauswahl „schwitzen und schuften“: Im Spiel gegen die Bananenflanker möchte man ganz gewiss eine gute Figur abgeben. „Es ist schon ein Stück weit ehrenhaft, für diese Auswahl berufen zu werden“, freut sich Maximilian Schmidbauer, der ab Sommer als Co-Spielertrainer bei Kreisligist SV Ettenkofen fungiert.

Der Kader der Labertalauswahl mit den Organisatoren um Manfred Höglmeier und Trainer Andreas Breundl sowie den Schiedsrichtern und Langquaids Bürgermeister Herbert Blascheck. Foto: Wutzer
Der Kader der Labertalauswahl mit den Organisatoren um Manfred Höglmeier und Trainer Andreas Breundl sowie den Schiedsrichtern und Langquaids Bürgermeister Herbert Blascheck. Foto: Wutzer

Nach dem schweißtreibenden Rondo folgt das Dehnen in Verbindung mit dem Athletiktraining. Der 23-jährige Thomas Hierlmeier vom SV Niederleierndorf überwacht die Übungen. „Bei uns in der Mannschaft ist er sowieso unter der Saison dafür zuständig, also macht er das auch hier“, lacht Coach Breundl, der sich den ehemaligen Schierlinger Patrick Stockmeier (SV Ettenkofen) zur Brust nimmt und ihm zwei Medizinbälle zuwirft. „Tu was für deine Kraft“, feixt Breundl. Es folgt noch ein kleines Abschlussspiel auf dem Hauptplatz. Im Elf-gegen-Elf wird der Ernstfall geprobt. Ein Team trägt dabei grüne Leibchen. Laut Manfred Höglmeier ist dies beabsichtigt, „um die Aufstellungen für das Spiel am Samstag auszuprobieren“.

Das Training der Labertalauswahl in Niederleierndorf wurde von einigen Zuschauern verfolgt. Foto: Wutzer
Das Training der Labertalauswahl in Niederleierndorf wurde von einigen Zuschauern verfolgt. Foto: Wutzer

Dort wird pro Halbzeit jeweils eine komplett andere Mannschaft antreten. Zu beobachten ist eine eher lockere Partie, in der den Spielern die letzte Überzeugung vor dem Tor fehlt. „Wir wollen natürlich am Ende des Trainings ein Abschlussspiel machen, aber eine Überbelastung unserer Jungs wollen wir jetzt selbstverständlich nicht“, berichtet Teamchef Höglmeier.

SV Niederleierndorf kniet sich rein

„Am Ende ist der gute Zweck das Wichtigste. Der Fußball ist bestens dafür geeignet, die Menschen für eine Wohltat zu begeistern“, betont Ben Rückerl. Er ist der Gründer des Projektes Bananenflanke und organisiert den Tag in Niederleierndorf. Rückerl ist angetan von der Hingabe des Vereins und der Organisation, die hinter dieser Veranstaltung steckt. „Wir finden hier einen besonderen Verein vor, der Menschen helfen will.“

„Wir finden hier einen besonderen Verein vor, der Menschen helfen will.“

Ben Rückerl

Es ist ein zusätzlicher toller Beigeschmack, dass sich die Zuschauer an solchen Tagen der Nähe prominenter Namen aus der Welt des Fußballs erfreuen können. „Wir haben auch dieses Mal wieder darauf geachtet, dass die Mannschaft möglichst regional zusammengestellt ist“, verrät Rückerl. „Eine unkomplizierte und kurze Anreise muss gegeben sein“, führt dieser aus. Einen Zuschauer freue es sowieso am meisten, wenn sich die Prominenz „nahbar und geerdet“ zeigt und sich nach der Pflicht dem gemütlicheren Teil hingibt. „Die Erfahrung zeigt, dass solche Veranstaltungen den Spielern sehr gefallen“, sagt der Organisator.

Lucian-Nicolae Pupaza (links) und Stefan Spreitzer (rechts) vom SV Niederleierndorf assistieren Matthias Prantl vom SC Kirchdorf beim Spiel der Labertal-Elf gegen die Bananenflanke. Foto: Wutzer
Lucian-Nicolae Pupaza (links) und Stefan Spreitzer (rechts) vom SV Niederleierndorf assistieren Matthias Prantl vom SC Kirchdorf beim Spiel der Labertal-Elf gegen die Bananenflanke. Foto: Wutzer

Rückerl betont zudem, dass die ausgewählten Spieler „die Werte des Vereins Bananenflanke e.V. leben müssen“. Die Teilnehmer dieses Events dürfen sich auf jeden Fall auf eine Menge Spaß und ein tolles Erlebnis freuen.

Stefan Offenbeck freut sich vor dem letzten Spiel seiner e Karriere auf die Begegnung mit Andreas Görlitz, der „auch als Fußballprofi bodenständig war“, so Offenbeck. Am Samstag dürfe man sich sicherlich auf einige Storys freuen, „die nur der Fußball schreibt“.

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