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Dreiklang

Lokalmatadore siegen im Donaudurchbruch

Beim Kanutriathlon gewinnt die Kelheimerin Sophia Gruber bei den Damen. Herrensieger erkundet die herrliche Kulisse.
Von Thomas Kreidemeier

Angesichts der Temperaturen kenterte mancher gerne. Fotos: Kreidemeier
Angesichts der Temperaturen kenterte mancher gerne. Fotos: Kreidemeier

Kelheim.Jede Menge Hitzerekorde gab es in ganz Deutschland in der vergangenen Woche und auch in Kelheim war es am Freitag über 35 Grad heiß. Am Samstag hatten die Athleten beim Kanutriathlon „Rund um die Befreiungshalle“ dann aber Wetterglück: Die Sonne hielt sich zurück und die Temperaturen blieben recht angenehm bei etwa 25 Grad Celsius.

„Beim Paddeln wird man nass. Da ist es nicht so heiß.“

Felix Zieglmeier

„Der Wettkampf war super, nicht ganz so heiß wie sonst“, findet der schnellste Einzelstarter, Matthias Teichert aus Heidelberg, der 1:04 Stunden für die 4,5 Kilometer Laufen, 12 Kilometer Radfahren und 2 Kilometer im Kanu benötigte und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Und auch die schnellste Dame, Lokalmatadorin Sophia Gruber vom Kanuclub Kelheim, meint: „Es war nicht ganz so warm, das hatte ich doch schlimmer erwartet.“

Der vielleicht schönste Triathlon

Felix Zieglmeier, der für sein Team Kanu fuhr, sieht die Hitze sowieso ganz locker: „Beim Paddeln wird man immer ein bisschen nass, da wird es nicht so heiß.“ 77 Athleten wagten sich an die Herausforderung des Kanutriathlons, wobei 16 davon als Einzelstarter alle drei Disziplinen absolvieren mussten. Der Rest des Feldes teilte sich als Dreierteam die Strecken auf: ein Läufer, ein Radfahrer und ein Kanupaddler.

Die Mountainbiker mussten einige Höhenmeter überwinden.
Die Mountainbiker mussten einige Höhenmeter überwinden.

„Es sind zwar neun Teilnehmer weniger als vergangenes Jahr, aber das ist wohl den hohen Temperaturen der letzten Tage geschuldet“, resümiert Organisator Norbert Kellner, der zweite Vorstand des Kanuclubs, der mit dem Ablauf sehr zufrieden ist. „Es war wieder eine gelungene Veranstaltung, es wurden einige Spitzenzeiten herausgefahren und alle Sportlerinnen und Sportler kamen gesund ins Ziel.“

„Ich muss sagen, dieser Mehrkampf ist schon sehr cool.“

Sophia Gruber

Auch die Athleten loben die „schöne Stimmung“ und die „traumhafte Natur“. „Ich musste mich natürlich auf mich und die Positionen meiner Gegner fokussieren, aber der Donaudurchbruch ist schon einzigartig“, meint der 39-jährige Teichert. Deshalb wollte er im Anschluss an den Wettbewerb auch die Gegend erkunden.

Vorbereitung beim Race24

Teichert, der bis Ende März noch an einer Wirbelversteifung litt, nennt sein Rennen einen „Sieg mit sehr viel Bedeutung“. Er kommt vom Rettungsschwimmen und nimmt auch an sogenannten „Quadrathlons“ mit Schwimmen als vierter Disziplin teil. „Ich mag diese Ausgeglichenheit. Ich mag alle vier Disziplinen und trainiere sie auch gleichermaßen“, so der Mehrkämpfer. Im Laufen habe er aber noch etwas Rückstand.

Die schnellste Laufzeit verzeichnete Ingo Ulmer.
Die schnellste Laufzeit verzeichnete Ingo Ulmer.

Für Sophia Gruber war es das erste Mal als Einzelstarterin. „Ich muss sagen, der Mehrkampf ist schon sehr cool. Die vielen jubelnden Zuschauer sorgen natürlich auch dafür“, erklärt die 19-Jährige. Nach dem Laufen – für sie ebenfalls die schlechteste Disziplin – sei sie „schon sehr kaputt gewesen“. Fürs Radfahren hat Sophia dagegen heuer viel trainiert, sie ist nämlich auch beim Race24 im Team mitgeradelt. Ihr Ziel hat sie ganz klar erreicht. „Ich wollte es ja nur schaffen und ins Ziel kommen“, schmunzelt die Kelheimerin, die bei den Damen mit einer Zeit von 1:12 Stunden triumphierte.

Run & bike siegt als Team

Sieger gab es viele, darunter auch einige weitere Lokalmatadoren: Uschi Schien vom KC Kelheim gewann die Tourenklasse der Damen und Thomas Schien die Tourenklasse Herren. In der Mannschaftswertung machte run & bike Kelheim das Rennen mit der Tagesbestzeit von 58:52 Minuten. Ingo Ulmer als schnellster Läufer und Markus Dutz mit dem Mountainbike hatten vorgelegt, Simone Forstner-Raith brachte den Sieg mit dem Kanu dann souverän ins Ziel.

Ein Duo des RSC Kelheim lässt es gemütlich austrudeln.
Ein Duo des RSC Kelheim lässt es gemütlich austrudeln.

Auszeichnen konnten sich zudem Matthias Gabler als schnellster Bootsfahrer und Manuel Lohr mit der schnellsten Radzeit. Nicht bei allen Teilnehmern stand der Wettbewerb im Vordergrund: „Bei uns ging’s eigentlich nur um den Spaß“, erklärt Felix Zieglmeier stellvertretend für sein Team.

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