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Ausblick

Magisches Dreieck zaubert auf Platz zwei

Fußball-Kreisligist FC Walkertshofen stürmt in Paradeformation um den Titel. Am Tabellenende kämpfen zwei Kelheimer Teams.
Von Alexander Roloff

Der (Angriffs)motor vom FC Walkertshofen (weiß) stockte anfangs, war dann aber kaum noch zu bremsen. Foto: Kreidemeier
Der (Angriffs)motor vom FC Walkertshofen (weiß) stockte anfangs, war dann aber kaum noch zu bremsen. Foto: Kreidemeier

Kelheim.Mit dem FC Walkertshofen türmt sich eine neue Fußballmacht im Kelheimer Gäu auf. Der Dorfverein aus dem südlichen Landkreis kickt nach Abschluss der Herbstrunde als Tabellenzweiter der Kreisliga Donau/Laaber um den Aufstieg in die Bezirksliga. Die Aussichten – zumindest auf die Relegation – sind rosig: Punktgleich mit Spitzenreiter FC Eintracht Landshut hat sich Walkertshofen um acht Zähler von den Verfolgern abgesetzt.

Neben dem FC haben sich mit dem drittgereihten TV Schierling, dem viertplatzierten Aufsteiger TSV Neustadt und dem Tabellensechsten SC Kirchdorf weitere Vereine aus der Region ordentlich entwickelt. Auch Tabellensiebter SV Niederleierndorf ist zufrieden. Die Kellerkinder SG Großmuß/Hausen und FC Leibersdorf müssen deutlich zulegen.

„Wir wollen mindestens Zweiter werden.“

Christian Brandl

Eine Endplatzierung zwischen drei und fünf hatte sich der FC Walkertshofen im ersten Jahr unter Spielertrainer Christian Brandl vorgenommen. Nach 16 Partien haben sich die Absichten geändert: „Wir wollen mindestens Zweiter werden“, so Brandl.

Mit Spielertrainer Christian Brandl orientiert sich der FC Walkertshofen nach oben. Foto: Kreidemeier
Mit Spielertrainer Christian Brandl orientiert sich der FC Walkertshofen nach oben. Foto: Kreidemeier

Die beiden deftigen Niederlagen (2:6 zum Auftakt gegen SV Niederleierndorf, 0:6 im Spitzenspiel gegen FC Eintracht Landshut) nimmt der 32-Jährige hin: „Lieber einmal 0:6 als sechsmal 0:1 verloren“, so Brandl.

FC Walkertshofen ist gut getaktet

Durch den ehemaligen Landesligakicker Brandl wurde das Niveau des FC Walkertshofen auf ein neues Level gehoben. Der Torjäger erzielte 13 Treffer, leistete elf Assists. Die Tormaschine ist aber Alexander Langwieser (25, 6). Felix Maier ergänzt das magische Dreieck als bester Vorlagengeber. 20 Assists sind für Maier notiert – „wobei er auch mal ein Tor schießen könnte“, bekritelt Brandl mit einem Augenzwinkern. Christoph Krassler und Daniel Knogler ergänzen das Offensivspiel. Ein weiterer Faktor sei laut Brandl die funktionierende Defensive um Abwehrchef Andreas Dichtl und Christopher Heider. Entscheidend für den Erfolg sei, dass es „innerhalb der Mannschaft einfach stimmt, der Teamgeist ist überragend“.

Der TV Schierling (rot, hier mit Torhüter Andre Pernpeintner) raufte sich trotz vieler Verletzungssorgen zu einer Einheit zusammen. Weil sich alle drei Torhüter schwer verletzten, hütete Trainer Patrick Meier in den letzten Wochen das Tor. Foto: Roloff
Der TV Schierling (rot, hier mit Torhüter Andre Pernpeintner) raufte sich trotz vieler Verletzungssorgen zu einer Einheit zusammen. Weil sich alle drei Torhüter schwer verletzten, hütete Trainer Patrick Meier in den letzten Wochen das Tor. Foto: Roloff

Acht Punkte hinter Walkertshofen rangiert der TV Schierling auf Rang drei. Neu-Trainer Patrick Meier ist zufrieden, hadert aber mit einigen verschenkten Zählern. „Ausschlaggebend ist, dass wir zu einem Team zusammengewachsen sind“, so Meier. Platz drei soll im Frühjahr verteidigt und die Mannschaft zu einer noch kompakteren Einheit geformt werden. „In Zukunft wollen wir die Spiele mit noch mehr Selbstvertrauen angehen und keinen Zähler leichtfertig abgeben.“

Der TSV Neustadt hatte heuer allen Grund zum Jubeln: Zum 125-jährigen Vereinsjubiläum stiegen die Kicker als Kreisklassen-Meister auf und stürmten in den letzten Wochen mit einer Siegesserie auf Platz vier vor. Foto: Rutrecht
Der TSV Neustadt hatte heuer allen Grund zum Jubeln: Zum 125-jährigen Vereinsjubiläum stiegen die Kicker als Kreisklassen-Meister auf und stürmten in den letzten Wochen mit einer Siegesserie auf Platz vier vor. Foto: Rutrecht

Aufsteiger TSV Neustadt hat sich nach vier Siegen am Stück mit 27 Zählern einen Punkt hinter Schierling auf dem vierten Platz eingerichtet. „Es könnte mit ein wenig Glück und mehr Konsequenz der eine oder andere Punkt mehr auf dem Konto sein“, sagt TSV-Abteilungsleiter Daniel Neubaur, „aber wir stehen im Soll“.

Die Kicker vom SC Kirchdorf (weiß, hier beim 2:1-Auswärtssieg gegen SG Großmuß/Hausen) trotzten der Verletztenmisere im Herbst erfolgreich und möchten auch im Frühjahr die Distanz zur abstiegsbedrohten Zone wahren. Foto: Roloff
Die Kicker vom SC Kirchdorf (weiß, hier beim 2:1-Auswärtssieg gegen SG Großmuß/Hausen) trotzten der Verletztenmisere im Herbst erfolgreich und möchten auch im Frühjahr die Distanz zur abstiegsbedrohten Zone wahren. Foto: Roloff

Erfreulich sei, dass sich die jüngeren Kicker an das Niveau der Kreisliga herantasten konnten. Als Saisonziel formuliert Neubaur: „Ligaerhalt, keine Relegation.“

SC Kirchdorf trotzt Verletzungssorgen

Der SC Kirchdorf zog mit einem Zwischensprint von vier Siegen in Serie in sichere Gefilde. Kirchdorfs 2. Abteilungsleiter Christian Artmeier ist mit Platz sechs und „dem bisherigen Verlauf der Saison sehr zufrieden“. „Ausschlaggebend für die gute Punktausbeute ist der enorme Zusammenhalt sowie die Tatsache, das einige Spieler sich kontinuierlich gesteigert haben“, so Artmeier. „Wir streben einen einstelligen Tabellenplatz an, wollen definitiv nichts mit Abstieg zu tun haben und mittelfristig unser Lazarett leeren.“

Der SV Niederleierndorf (am Ball) ist auf dem besten Weg, das mit Klassenerhalt gesteckte Saisonziel zu erreichen. Foto: Roloff
Der SV Niederleierndorf (am Ball) ist auf dem besten Weg, das mit Klassenerhalt gesteckte Saisonziel zu erreichen. Foto: Roloff

Niederleierndorfs Trainer Andreas Breundl hatte die Saison dem Kampf um den Klassenerhalt gewidmet. Mit sieben Zählern Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz verschafften sich die siebtplatzierten Niederleierndorfer ein ordentliches Polster zur gefährdeten Zone.

Kreisliga-Aufsteiger SG Großmuß/Hausen (weiß, Maximilian Geiger am Ball) steckte nie auf und sorgte auch gegen Topteams für überraschende Ergebnisse. Als Tabellenvorletzter muss die Truppe von Trainer Christian Eisvogel im Frühjahr aber nachlegen, um in der Kreisliga zu bleiben. Foto: Roloff
Kreisliga-Aufsteiger SG Großmuß/Hausen (weiß, Maximilian Geiger am Ball) steckte nie auf und sorgte auch gegen Topteams für überraschende Ergebnisse. Als Tabellenvorletzter muss die Truppe von Trainer Christian Eisvogel im Frühjahr aber nachlegen, um in der Kreisliga zu bleiben. Foto: Roloff

Für die Kellerkinder SG Großmuß/Hausen (11 Punkte) und FC Leibersdorf (10) scheint der Klassenerhalt nur noch über die Relegation zu führen. „Wir sind mit dem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden, haben viele Punkte nach Führung abgegeben“, berichtet Christian Eisvogel, Trainer von Großmuß/Hausen. Nach kurzer Sommerpause zwecks Relegation sei dem Team zum Schluss die Luft ausgegangen. „Aber wir haben auch vorher Punkte hergeschenkt, mussten uns erst an die Liga gewöhnen“, so Eisvogel.

Fairness-Tabelle

  • Topwert:

    Walkertshofen belegt mit 36 Gelben und einer Roten Karten nach 16 Partien den zweiten Platz. SC Kirchdorf und FC Leibersdorf folgen (37 Gelbe, 2 Gelb-Rote, 1 Rote). Niederleierndorf (48, 3, 1) und Neustadt (49, 3, 1) folgen auf den Plätzen sieben und acht.

  • Nachzügler:

    TV Schierling (46, 7, 2) und SG Großmuß/Hausen (44, 2, 6) bilden die Schlusslichter der Fairness-Tabelle nach kassierten Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten.

„Ein Thema, das wir abstellen müssen, sind die vielen roten Karten, die in der Kreisliga viel schneller gezückt werden.“ Auch Schlusslicht Leibersdorf muss sich strecken, um den FC in die sechste Kreisliga-Spielzeit am Stück zu führen.

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