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Max Knier finisht auf Hawaii in Topzeit

Der Mainburger Triathlet krönt sich in Kona zum besten Ironman der Region. Niklas Kellerer ist nur 17 Minuten später im Ziel.
Von Thomas Kreidemeier und Alexander Roloff

  • Max Knier strampelte erfolgreich gegen den Wind an. Foto: Herbert Knier
  • Niklas Keller (Bildmitte) feierte seine Leistung beim Ironman Hawaii mit seinem Fanclub. Foto: Finisherpix

Kelheim.Schon wieder ein neuer Streckenrekord beim Ironman auf Hawaii: Nach Patrick Langes Bestzeit im Vorjahr war Jan Frodeno bei seinem dritten Sieg heuer noch mal schneller. Nach nur 7:51:13 Stunden kam der Deutsche ins Ziel. Ganz so schnell war Max Knier aus Mainburg nicht – mit starken 9:48:43 Stunden gehörte er aber dennoch zum elitären Kreis der „Daylight-Finisher“, also denjenigen, die noch bei Tageslicht die Ziellinie überqueren.

„Mit meiner Leistung bin ich mehr als zufrieden“, freute sich Knier, der den Ironman als schnellster Athlet aus der Region beendete. Der Kelheimer Ex-Biathlet Niklas Kellerer finishte in 10:05:44 Stunden.

„Mit meiner Leistung bin ich mehr als zufrieden.“

Max Knier

Kniers Gesamtzeit war eine gute halbe Stunde langsamer als sein Quali-Ergebnis in Klagenfurt. „Das liegt einfach da dran, dass es hier so heiß ist. Man kann ein Tempo wie bei einem Rennen in Europa einfach nicht gehen. Zweitens war der Wellengang im Wasser extrem stark und drittens hat es beim Radfahren noch ziemlich Wind gehabt“, erläutert der 33-Jährige. Aufgrund dieser Voraussetzungen hatte sich Knier im Vorfeld kein konkretes Zeitziel gesteckt.

Knier und Kellerer trotzen den Wellen

Mit den Wogen im Pazifik hatte auch Niklas Kellerer zu kämpfen. Nach 1:06 Stunden war er dennoch zufrieden mit seiner Schwimmleistung. „Mit dem Schwimmen war ich sehr zufrieden, es war ja doch ein wenig wellig. Nach 1:06 Stunden stieg ich aus dem Wasser. Knier lag zu diesem Zeitpunkt sieben Minuten zurück. Seine Schwimmleistung stimmte den in der Schweiz lebenden Mainburger dennoch zufrieden: „Nur eine Minute langsamer als in Klagenfurt und zwar trotz der Wellen im Meer. Da sieht man, dass das Training der letzten Wochen gewirkt hat“, freute er sich.

Den Marathon finishte Max Knier mit drittbester Laufzeit seiner Altersklasse. Foto: Herbert Knier
Den Marathon finishte Max Knier mit drittbester Laufzeit seiner Altersklasse. Foto: Herbert Knier

Der Abschnitt beider Athleten auf dem Rennrad ist von ähnlichen Missgeschicken geprägt. Das Duo verlor jeweils nach etwa fünf Kilometern einen Großteil der Verpflegung. Knier nahm ab Kilometer 100 bei den Labestationen immer wieder etwas zu sich. Kellerer fühlte sich bis weit über Hälfte der Rennradstrecke frisch. „Bis zum Wendepunkt in Hawi (km 95) fühlte ich mich gut und ich war zügig unterwegs.“

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Der Ex-Biathlet beim Hawaii-Ironman

Der Kelheimer Niklas Kellerer stellt sich der Ultratriathlon-WM. Im Winter geht er als DSV-Techniker erstmals in den Weltcup.

Die Abfahrt von Hawi war windig und nicht leicht so händeln. „Bei Kilometer 140 machte sich dann das Energiedefizit durch die verlorene Flasche bemerkbar und ich hatte bis zum Ende des Radfahrens bei ständigem Gegen- oder Seitenwind richtig zu kämpfen“, so Kellerer.

Max Knier zieht den Marathon voll durch

Ärgerlich sei gewesen, dass viele Athleten sich über das Windschattenverbot hinwegsetzten und Kellerer teils in Gruppen überholt wurde. Nach 5:12 Stunden kam der ehemalige Biathlet in die Wechselzone. „Hier hatte ich mir schon ein wenig mehr vorgenommen“, kommentierte Kellerer seine Leistung auf dem Rennrad. Knier zog sich nach 5:28 Stunden die Laufschuhe über – und legte los: „Beim Laufen habe ich alles auf eine Karte setzen, Vollgas gegeben und geschaut, wie lange es gut geht“, so Knier. Vor allem die Hitze bereitete ihm ordentlich Probleme. „Ab Halbmarathon musste ich bei jeder Verpflegungsstation haltmachen und mich mit Eiswasser kühlen, sonst wäre ich echt umgekippt.“ Kellerers erste 14 Kilometer „liefen erstaunlich gut“.

Niklas Kellerer beendet den Ironman Hawaii in 10:05 Stunden. Foto: Finisherpix
Niklas Kellerer beendet den Ironman Hawaii in 10:05 Stunden. Foto: Finisherpix

„Bis ich dann in die Einsamkeit auf dem Highway und ins Energylab gelaufen bin.“ Zwischen Kilometer 14 und 27 habe er mental richtig gelitten.“ Ab dem Wendepunkt im Energylab konnte er seine Pace aber noch ein wenig erhöhen und lief den Marathon in 3:37 Stunden nach Hause. „Der Zieleinlauf war die Strapazen definitiv wert. Glücklich und richtig schön kaputt im Ziel angekommen wartete dann auch schon der Fanclub auf mich und wir ließen den Abend bei Burger, Bier und Mai Tai gemütlich ausklingen“, berichtet Kellerer.

„Der Zieleinlauf war die Strapazen definitiv wert.“

Niklas Kellerer

Knier berichtete, dass sich die Stimmung im Rennen kontinuierlich entwickelt hatte. An ein entspanntes Bad im Jubel der Menge sei aber nicht zu denken gewesen: „Ich war so unglaublich fertig beim Zieleinlauf, den konnte ich nicht wirklich genießen, da war ich nur heilfroh, dass es jetzt vorbei ist. Erst am Abend kamen dann die Freude und die Erleichterung“, erzählt der Triathlet. Neue Ziele für die Zukunft hat sich Knier noch nicht gesetzt.

Starke Auftritte

  • Max Knier:

    Knier beendete den Ironman auf Rang 373 bei den Männern. In der Altersklasse 30 bis 34 Jahre belegte er Platz 89 unter 167 Startern. Im Laufen war er mit einer Marathonzeit von 2:57:10 sogar der Drittschnellste seiner Altersklasse und landete in dieser Disziplin auf Platz 25 unter allen männlichen Teilnehmern.

  • Niklas Kellerer:

    Der 25-Jährige feierte seine WM-Premiere mit Schnapszahlen: In der Altersklasse 25 bis 29 Jahre belegte Kellerer Rang 66 bei 99 Teilnehmern, unter allen männlichen Teilnehmern sprang Position 555 heraus.

„Im Moment ist einfach nur Freude da, dass man endlich seinen Traum erreicht hat. Aber vielleicht reizt mich in den nächsten Wochen ein Rennen“, sagt Knier. Kellerer möchte eine Rückkehr zum Ironman Hawaii nicht ausschließen. „Aufgrund meines Jobs wird das in den nächsten Jahren mit Sicherheit eher schwierig werden.“ Die Heimrennen am Chiemsee und in Regensburg werde er aber weiterhin absolvieren.

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