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Judo

Mit 17 im Blick des Bundestrainers

Der Abensberger Kevin Abeltshauser setzt Ausrufezeichen in der U21-Altersklasse und bezwingt den deutschen Vizemeister.

Kevin Abeltshauser (blau) zeigt sich in starker Form. Foto: Kahler
Kevin Abeltshauser (blau) zeigt sich in starker Form. Foto: Kahler

Abensberg.Mit erst 17 Jahren tastet sich Judoka Kevin Abeltshauser vom TSV Abensberg schon jetzt an die deutsche U21-Spitze heran. Heuer in diese Altersklasse aufgerückt, gelang ihm vor Wochenfrist Platz fünf bei der Deutschen Meisterschaft der Herren. Bei einem Sichtungsturnier bei Berlin legte er mit dem Finaleinzug nach – und besiegte dabei im Halbfinale den Deutschen Vizemeister.

Beim nationalen Schaulaufen für die U21 in Strausberg nahe Berlin-Hoppegarten versammelten sich die Kaderkämpfer des DJB und weitere ambitionierte Youngsters. „Die Bundestrainer sind vor Ort, deshalb ist dieses Turnier eine wichtige Standortbestimmung“, sagt TSV-Coach Radu Ivan. Basierend auf den Eindrücken und Leistungen formen die DJB-Trainer den neuen Kader für 2020.

Mit sechs Siegen am Stück im Finale

Abeltshausers 66-kg-Klasse war mit 24 starken Judoka besetzt. Zu Beginn wurden sechs Pools zu je vier Startern gebildet. Die zwei Besten aus den Gefechten „Jeder gegen jeden“ zogen in die nächste Runde ein, wo die Halbfinalisten gekürt wurden.

Der junge Mann mit bayerisch-afrikanischen Wurzeln will hoch hinaus. Foto: Rutrecht
Der junge Mann mit bayerisch-afrikanischen Wurzeln will hoch hinaus. Foto: Rutrecht

Der junge Babone begann konzentriert und gewann in seiner Gruppe alle drei Kämpfe vorzeitig. Als Poolsieger legte er zwei weitere Erfolge in der regulären Kampfzeit nach. Damit hatte Abeltshauser das Halbfinale erreicht, wo er dem Hamburger Yerrick Schriever (19) gegenüber stand. Mit dem Hanseaten hatte er noch eine Rechnung offen: Schriever gewann in der Vorschlussrunde der Herren-DM hauchdünn im Golden Score. Danach fand der Hamburger seinen Meister im alten und neuen Titelträger Manuel Scheibel vom TSV Abensberg.

Ein Sachse vermiest ihm den Turniercoup

Erneut gingen die beiden jungen Rivalen in das Golden Score, diesmal aber hatte Abeltshauser das bessere Ende für sich. Mit einer schönen Technik landete er den vollen Ippon-Punkt und stand im Finale. An Lennart Slamberger (18) aus Sachsen scheiterte der Abensberger und verlor nach einer Minute Kampfzeit.

„Obwohl er im Finale unterlag, war es ein toller Tag für ihn, der auch positive Eindrücke beim U21-Bundestrainer hinterließ“, resümierte Radu Ivan nach den insgesamt sieben Kämpfen seines Youngsters. Der 17-Jährige blieb gleich in Berlin und trainiert ein paar Tage mit dem bayerischen und deutschen Kader unter der Regie des nationalen Übungsleiters.

Die süddeutschen Meisterschaften warten als nächste Herausforderung auf Kevin Abeltshauser. Der Deutsche U18-Meister von 2019 soll gemeinsam mit Michael Weber, Fabian Popitschko und Leon Kramer dort antreten, wobei sich seine TSV-Kollegen erst über die bayerischen Titelkämpfe am Samstag qualifizieren müssen. Raffaela Igl ist wie Abeltshauser für die Süddeutsche gesetzt. Sie pausierte zuletzt wegen einer Rippenverletzung. (mar)

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