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Trampolin

Mit Eleganz zu zwei bayerischen Pokalen

Turnerinnen vom ATSV fliegen beachtliche Erfolge ein. Anastasia Wohlgemuth und Julia Brandl landen auf dritten Plätzen.
Von Alexander Roloff

  • Teilnehmer der Bayer. Jahrgangsmeisterschaften in Bayreuth. Foto: Nicola Schlauderer
  • v.l. Anastasia Wohlgemuth, Julia Brandl, jeweils 3. Bayer. Meister in ihrer Klasse Foto: Nicola Schlauderer

Kelheim.Bei den bayerischen Jahrgangsmeisterschaften der Trampolin-Turner lieferte die Kelheimer Riege überzeugende Vorstellungen ab. Der mit zehn jungen Athletinnen besetzte Kader schaffte in Bayreuth viele beachtliche Platzierungen. Für die herausragenden Resultate im Vorfeld des Schauturnens der Turnabteilung in der Dreifachturnhalle Kelheim (16. Dezember) sorgten Anastasia Wohlgemuth und Julia Brandl mit jeweils dritten Plätzen in ihren Altersklassen.

„Neben den beiden Treppchenplätze können sieben Finalplätze als sehr großer Erfolg für die Abteilung gesehen werden“, lässt Trainerfamilie Schlauderer verlauten. „Unsere Kinder sind der Wahnsinn. Das hätte ich nie geglaubt“, diese Worte kamen den Schlauderers angesichts der gelungene Übungen ihrer Schützlinge öfters über die Lippen. Auf den glänzenden Abschluss durch die Pokalgewinne von Wohlgemuth und Brandl mussten die Kelheimer Turner aber über fünf Stunden warten. „Nach dieser langen Wartezeit war es die Hauptaufgabe, beide Turnerinnen auf den Punkt fokussiert zu bekommen“, sagt Marion Schlauderer, Abteilungsleiterin Turnen vom ATSV Kelheim. Trotz sichtbarer Anspannung war Anastasia Wohlgemuth bei den 14-Jährigen in allen drei Durchgängen immer die Drittbeste. Also hüpfte sie am Ende auch als Dritte auf das Treppchen. Ebenso erfolgreich war Julia Brandl in der Klasse 15 plus. Hier sind die „älteren“ Springerinnen zusammengefast.

Auch die Jüngsten turnen stark

„Umso erfreulicher war natürlich, dass Julia auch dieses Jahr wieder als Dritte auf dem Treppchen stehen konnte. Danach war die Freude bei allen Aktiven grenzenlos.“ Ehe die beiden Überfliegerinnen ihre Aufgaben gemeistert hatten, begeisterten bereits die jüngeren Trampolinerinnen mit ihrem Talent.

Bei den 13-jährigen Mädels wurden Veronika Eichenseher und Katrin Helmle mit großer Leistungsdichte konfrontiert. Mit einer schwierigen und hoch geturnten Übung schaffte Veronika Eichenseher den Finaleinzug. Nach einer weiteren Übung schloss sie mit Platz sechs erfolgreich ab.

Bei den Zwölfjährigen lieferten Laura Moritz (Platz fünf) und Helena Linhard (Platz sieben) jeweils einen guten Vorkampf ab. Das Duo durfte im Finale ein weiteres Mal ans Gerät. Beide bestätigten ihre Leistungen. Helena Linhard konnte sich in der Endabrechnung sogar noch auf Platz sechs verbessern.

Anastasia Wohlgemuth turnt ihre Trampolin-Übung im Finale in Bayreuth.   Foto: Nicola Schlauderer
Anastasia Wohlgemuth turnt ihre Trampolin-Übung im Finale in Bayreuth. Foto: Nicola Schlauderer

„Die jüngsten Aktiven waren fast die größte Sensation“, beteuern die Betreuerinnen Marion und Nicole Schlauderer. Bei 26 Teilnehmern in der Klasse bis zehn Jahre durften die acht besten Turner ins Finale. Erklärtes Ziel war, eine der vier Kelheimer Starterinnen Jule Wallner, Linda Hacker, Felicitas Wohlgemuth und Vanessa Andrianov in den Endkampf zu bringen.

In Startgruppe eins turnte sich Vanessa Andrianov mit zwei sauberen Übungen in Pflicht und Kür mit dem vierten Platz ins Finale. Linda Hacker hatte in der Pflicht ordentlich gepunktet, bekam aber zwei Übungsteile vor dem Ende ihrer Kür eine Rückfederung des Trampolins nicht unter Kontrolle und konnte deshalb die Übung nicht beenden. Der Traum einer eventuellen Finalteilnahme dahin.

Jule Wallner turnte in der zweiten Startgruppe zum ersten Mal einen Salto auf bayerischer Wettkampfebene. Sie beendete beide Übungen konzentriert, sauber und gespannt. Mit Platz neun verpasste sie das Finale aber knapp.

Knapp am Siegerpodest vorbei

Felicitas Wohlgemuth schaffte aufgrund der höheren Schwierigkeit und einer besseren „Flugzeit“ mit Platz sieben den Finaleinzug. Im Finale sollte ausschließlich eine Übung über die Platzierung entscheiden. Felicitas wagte eine schwierigere Übung als im Kürdurchgang, war aber dadurch in der Ausführungsnote nicht konstant und belegte Rang acht.

Vanessa Andrianov steigerte sich bezüglich Haltung und Höhe. Weil die Konkurrenz ebenfalls fehlerfrei turnte, musste sich Andrianov mit dem vierten Platz begnügen. Für einen Stockerlplatz hatte es nicht gereicht, aber die die jungen Turnerinnen konnten mit ihren Übungen durchweg begeistern.

Die Teilnehmerinnen vom ATSV Kelheim beim Nachwuchswettkampf in Kelheim. Foto: Klaus Schlauderer
Die Teilnehmerinnen vom ATSV Kelheim beim Nachwuchswettkampf in Kelheim. Foto: Klaus Schlauderer

Auch beim zweiten Nachwuchs-Wettkampf des Jahres in Kelheim waren 15 junge Sportlerinnen vom ATSV dabei. In der Klasse P2 diktierte Melissa Gebert mit Platz eins das Geschehen. Anna Buchner holte Bronze. Mira Luther wurde Achte. In der Klasse P3 holte Magdalena Menacher Rang zwei. Viona Stöber und Tabea Breig turnten ins Finale der besten Acht. Magdalena Breig (9.), Anna Türk (10.), Amy Fazekas (15.), Alina Bidja (15.), Sophia Mayer (24.) rundeten den Wettkampf mit ihren Platzierungen ab.

In der P4 bildeten Luise Kaprolat (1.), Jule Wallner (2.) und Sophia Rutz (3.) das Siegerpodest. Helena Linhard machte auf Platz fünf das Ergebnis perfekt.

Am 16. Dezember sind die Trampolinturner des ATSV Kelheim wieder beim Schauturnen der Turnabteilung in der Dreifachturnhalle Kelheim zu sehen. Beginn ist um 16 Uhr.

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