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MZ-Spiel der Woche

Neustadt entführt drei Punkte aus Saal

Der TSV bringt den Ball gegen Saal trotz vieler Chancen einfach nicht ins Tor. Am Ende wird es aber doch noch deutlich.
Von Thomas Kreidemeier

Der TSV Neustadt(gelb-schwarz) scheiterte vor dem Tor entweder an Saal-Schlussmann Matthias Barbknecht oder an sich selbst. Am Ende holten sie aber doch noch einen klaren 4:1-Auswärtssieg. Fotos: Thomas Kreidemeier
Der TSV Neustadt(gelb-schwarz) scheiterte vor dem Tor entweder an Saal-Schlussmann Matthias Barbknecht oder an sich selbst. Am Ende holten sie aber doch noch einen klaren 4:1-Auswärtssieg. Fotos: Thomas Kreidemeier

Saal.Bis zur 87. Minute konnte der SV Saal das Spiel spannend gestalten. Trotz vieler Großchancen der Gäste aus Neustadt, vor allem in der ersten Halbzeit, blieben die Saaler dank des sehr starken Torwarts Matthias Barbknecht bis zum Schluss beim Stand von 1:2 im Spiel.

„Die erste Hälfte waren wir klar überlegen, da hätten wir auch fünf oder sechs Buden machen können“ resümierte Neustadt-Spielertrainer Tobias Hofmeister. Dann schlug der TSV Neustadt doch noch zwei Mal zu und gewann am Ende deutlich mit 4:1. „Die zwei späten Tore wurmen mich schon ziemlich, auch wenn es für die Punkte dann egal war“, ärgerte sich SV-Trainer Roland Nothaft. „Die Gäste haben eben die Chancen, die sie am Anfang liegen gelassen haben, hinten raus gemacht“, erklärte er. Die ganze erste Halbzeit sind die Gäste drückend überlegen. Schon in der zehnten Minute steht es 1:0: Nach einem Traumpass von Hasan Ibric vorbei am Keeper Barbknecht, muss Gent Gjurkovic nur noch einschieben. Dann aber bekommen die Neustädter trotz drückender Überlegenheit die Kugel einfach nicht mehr ins Tor.

Neustatdt kämpft um das Tor

Erst scheitert Manuel Scheidl mit einem Freistoß aus etwa 20 Metern an der Latte(17.), fünf Minuten später verzieht Ibric mit der Pike knapp rechts unten. Und dann schlägt die Stunde des Matthias Barbknecht im Saaler Tor. Nach Pass von Spielertrainer Hofmeister scheitert Matej Dujmovic genauso am Torwart(27.), wie zwei Minuten später Torschütze Gjurkovic. Auch in der 33. Minute ist er zur Stelle. Nach Pass von der Grundlinie von Hofmeister schließt erneut Gjurkovic vom Elferpunkt flach ab, aber Barbknecht pariert spektakulär. In der 36. Minute scheint der Schlussmann endlich überwunden, da entscheidet Schiedsrichter Georg Schwärzer auf Abseits. Saal ist die erste Häfte vollkommen abgemeldet, findet kaum Entlastung von der drückenden Dominanz der Gäste. Nach 37 Minuten die erste Torchance: Maximilian Rösch legt ab auf Daniel Wochinger, dessen Schuss rechts am Gehäuse vorbeigeht.

Dann aber wieder Neustadt: nach Flanke vom sehr aktiven Hofmeister versucht es Ibric per Kopf, findet aber seinen Meister in Barbknecht (38.). In der 43. Minute steckt der Spielertrainer auf Tim Dintner durch, der aus spitzem Winkel auch nicht trifft. Kurz vor der Halbzeitpause probiert es Tobias Hofmeister mit einem Schlenzer. Der Saaler Keeper ist zwar wieder dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern: 2:0. Nach dem Seitenwechsel ist Saal deutlich aktiver und spielt auf Augenhöhe mit. Schwung gibt auch der frühe Anschlusstreffer: Maximilian Rösch zirkelt einen Freistoß wunderbar an der Mauer vorbei und trifft unhaltbar ins Eck.

Die Gastgeber halten dagegen

Das Spiel ist wieder spannend. Und die Saaler Abwehr steht jetzt deutlich sicherer. Abgesehen von einem Schuss von Gjurkovic, der am Tor vorbei geht, kommt Neustadt die erste halbe Stunde nicht gefährlich vors Tor. In Minute 77 brennt es dann wieder im Saaler Strafraum. Dintner legt ab für Jürgen Vogl, dessen Schuss der überragende Barbknecht an die Latte lenken kann.

Saal ist bemüht, die großen Chancen bleiben aber aus, Neustadt ist näher dran an der Entscheidung. In der 87. Minute ist Barbknecht schließlich erneut überwunden. Ibric wird auf die Reise geschickt und überlupft den Goalie. Kurz vor Schluss kommt es sogar noch dicker: Dujmovic tunnelt den Saaler Torwart zum 4:1-Endstand, der – über das ganze Spiel gesehen – auch in dieser Höhe verdient ist. „Wir haben das in der ersten Halbzeit gegen tief stehende Saaler sehr gut gemacht, haben uns schön durchkombiniert. Aber die Chancenverwertung war natürlich ziemlich schlecht“, zieht Hofmeister sein Fazit. „Die zweite Hälfte war dann eher schlecht von uns.“ Saal-Trainer Nothaft sieht es ähnlich. „Am Anfang war Neustadt zu stark für uns, aber wir haben in der Kabine besprochen, was besser werden muss, und das dann auch ganz gut umgesetzt. Das Team hat Moral bewiesen“, urteilt er. Er hoffe, dass es nun nach zuletzt zwei Siegen in Serie keinen „Knacks“ gebe.

„Gesichertes Mittelfeld“ ist Nothafts Ziel. „Wir haben bald auch wieder mehr Personal und gößere Auswahl. Wir haben viele Studenten, die jetzt gerade urlauben“ erklärt er. Hofmeister hat mit seiner Mannschaft mehr vor. „Oben mitspielen auf jeden Fall. Zum Aufstieg würden wir aber natürlich nicht nein sagen“, schmunzelt er.

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