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Nur eine Sekunde Vorsprung im Ziel

Ingo Ulmer gewinnt den 21. Waldmeisterlauf in Painten mit hauchdünnem Vorsprung. Corinna Küffner ist die schnellste Frau.
Von Lea Hruschka

104 Läufer wurden auf die Strecke geschickt, davon 84 Starter im Hauptrennen. 77 Kinder kamen bei Bambini- und Schüler-Lauf dazu. Foto: Lea Hruschka
104 Läufer wurden auf die Strecke geschickt, davon 84 Starter im Hauptrennen. 77 Kinder kamen bei Bambini- und Schüler-Lauf dazu. Foto: Lea Hruschka

Painten.Am Sportgelände der SG Painten traf sich die Elite des Landkreises Kelheim, um sich zu messen: Wer ist am schnellsten und wer wird dieses Jahr bester „Waldläufer“?

Das Teilnehmerfeld war gut besetzt, die Spannung auf den Hauptlauf groß, doch den Start machten erstmal die Kleinen. Beim Bambini-Lauf mit einer Strecke von 500 Metern liefen die Kinder, die jünger als acht Jahre alt waren, um die Wette. Dabei machte Leon Rauscher vom Skiclub Großberg das Rennen. Er war der Schnellste von insgesamt 37 Kindern. Schnellstes Mädchen war Maxine Soika aus Landshut.

Altbachschützen dominieren die Jugend

Beim Lauf der Schüler wurden die Kinder in vier Altersstufen eingeteilt. Insgesamt lief Leonhard Küffner von run & bike Kelheim die zwei Kilometer am schnellsten. Bei den Mädchen ging Eva-Maria Rauscher vom Skiclub Großberg als Siegerin hervor. Die hervorragenden Leistungen der jungen Sportler wurden bei der Siegerehrung mit Medaillen und Urkunden belohnt.

„Der ein Kilometer lange Anstieg liegt mir.“

Ingo Ulmer

104 Sportlern nahmen dann am Hauptlauf, Volkslauf und dem Lauf der Jugendlichen teil. Bei den zehn Volksläufern, darunter auch zwei Walkerinnen, wurden keine Zeiten genommen. Bei den zehn Jugendlichen wurde Theresa Krausenecker von den Altbachschützen Hausen mit 20:08 Minuten Erste, ihr Bruder Simon Krausenecker belegte den ersten Platz bei den Jungs. In 17:42 Minuten lief er die Paintener Laufstrecke.

Anstieg geht in die Beine

Diese hatte es in sich: Die Jugend- und Volksläufer durchquerten auf 4,55 Kilometer Felder, Wiesen und einen kleinen Waldteil einmal, die Hauptläufer sogar zweimal.

„Der ungefähr ein Kilometer lange Anstieg hat es in sich“, schwärmte der Sieger des Hauptlaufes der Herren, Ingo Ulmer, der das Bergauflaufen am liebsten mag. Er lieferte sich bis zuletzt einen spannenden Kampf mit seinen Mitstreitern. Während nach der ersten Runde noch drei Kontrahenten an seinen Fersen hingen, war es beim Schlusssprint nur noch Matthias Fochler vom SV Nittendorf, den Ulmer aber gerade noch bezwingen konnte. Mit nur einer Sekunde Vorsprung zu Fochler holt sich Ulmer mit seiner Zeit von 34:07 Minuten den Sieg. „Die Leute sind einfach nett, man kommt gerne nach Painten“, lobt Ulmer.

Ingo Ulmer gewann nach dem Abbacher Insellauf sein zweites Rennen in der Laufcup-Serie. Foto: Hueber-Lutz
Ingo Ulmer gewann nach dem Abbacher Insellauf sein zweites Rennen in der Laufcup-Serie. Foto: Hueber-Lutz

Damit habe er nicht unbedingt gerechnet: „Max Bochenek ist eigentlich besser als ich“, lachte der bescheidene Gewinner. Bochenek vom Skiclub Großberg wurde mit rund 44 Sekunden Abstand Dritter. Der zweitplatzierte Fochler war nur halb zufrieden. „Wenn es so knapp ist wie heute, ist es etwas schade“, meint der ehrgeizige Sportler, der im Jahr zuvor in Painten den vierten Platz belegt hatte. Trotzdem sei das Rennen ein gutes Training für seine eigentliche Disziplin, den Marathon, gewesen.

Bei den Damen setzte sich Corinna Küffner durch. Die Kelheimerin lief eine Zeit von 41:28 Minuten und gewann so mit fast einer Minute Vorsprung zur zweitplatzierten Elisabeth Ferstl, welche nach der ersten Runde noch dicht hinter ihr lief.

Küffners siegen zweimal

„Die Zuschauer haben mir in der zweiten Runde gesagt, dass sie mich beim Anstieg verloren hat. Das hat mir geholfen, selbst merke ich das nicht“, freute sich Küffner über die Hilfe aus dem Publikum.

Ein besonderer Titel

  • Waldmeisterin:

    Die Zweite, Elisabeth Ferstl, wurde in einer anderen Kategorie Erste. Sie wurde Waldmeisterin, da diesen Titel mit Wanderpokal nur Paintener gewinnen können.

  • Waldmeister:

    Bei den Herren gewann der zweite Vorstand der SG Painten, Jürgen Lehmann, mit einer Zeit von 37:46 Minuten die Krone. Damit blieb diese Würde beim Veranstalter.

Jetzt blickt die Siegerin auf die kommenden Rennen zusammen mit Sohn Lenny, der bei den Schülern als Gewinner hervorging. Die Powerfamilie macht beim Laufcup mit, hat also noch den Crosslauf in Mainburg am Samstag und den Silvesterlauf in Sandharlanden vor sich.

SG-Vorstand Hans Ferstl war mit dem Rennen sichtlich zufrieden. „Wir haben Kaiserwetter“, freute er sich. Auch die Teilnehmerzahl von etwa 200 sei sehr in Ordnung.

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