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Mountainbike

Philipp Bertsch holt sich den Rygol-Cup

Der Abensberger Lokalmatador Philipp Bertsch gibt in Painten das Tempo vor. Die neuen Streckenelemente kommen gut an.
Von Lea Hruschka

Beim Anstieg hinauf zur Stauwiese bissen die Mountainbiker die Zähne zusammen. Foto: Lea Hruschka
Beim Anstieg hinauf zur Stauwiese bissen die Mountainbiker die Zähne zusammen. Foto: Lea Hruschka

Painten.Drei Kilometer Absperrband wurde verteilt und rund 120 Pflocken aufgestellt – alles für das große Event: Den Rygol-Cup. Zum 25. Jubiläum des Mountainbike-Rennens präsentierte sich die Radsportabteilung von ihrer besten Seite und begeisterte damit Fahrer und Zuschauer.

Für ein gelungenes Rennen braucht man vor allem eines: Eine gute Strecke. Und diese stellten die Paintner den rund 200 Mountainbikern auch zur Verfügung. Der Start lag auf dem oberen Trainingsplatz, wobei alle Zuschauer perfekte Sicht hatten.

„Es war sehr trocken heute. Deswegen waren die Fahrer noch schneller, als wir gedacht hatten. “

Jürgen Lehmann

Danach ging es auf den hügeligen Pump-Track und anschließend die Stauwiese hinauf. Diesen Teil mag der Sieger der männlichen Elite Philipp Bertsch besonders gerne: „Der relativ flache Anstieg macht es jedem möglich, dort schnell vorbeizuziehen.“

Oben angelangt schlängelt sich die Strecke durch ein Waldstück. Dort lauerte auch die wahrscheinlich größte Herausforderung des Rennens, die tiefe Doline. Alle Starter kamen hinein, doch der sofortige steile Anstieg wieder heraus hatte es in sich.

Die Biker drückten aufs Tempo

Manche mussten absteigen und schieben, Stürze gab es zum Glück keine. Sicherheitshalber hatte sich aber die Bergwacht dort positioniert, um im Notfall eingreifen zu können. Nun führte die Strecke zurück zum Vereinsheim. Dabei ging es wieder bergab und die Fahrer erreichten hohe Geschwindigkeiten. „Es war sehr trocken heute. Deswegen waren die Fahrer noch schneller, als wir gedacht hatten“, freute sich Organisator Jürgen Lehmann.

Auf der Strecke waren nicht nur Profis oder ambitionierte Biker unterwegs. Auch Anfänger durften sich im Mountainbiken ausprobieren. Sie fuhren nur zwei Runden und der Spaß stand im Mittelpunkt. Die Meldungen im Vergleich zum Vorjahr waren aber rückläufig. Foto: Lea Hruschka
Auf der Strecke waren nicht nur Profis oder ambitionierte Biker unterwegs. Auch Anfänger durften sich im Mountainbiken ausprobieren. Sie fuhren nur zwei Runden und der Spaß stand im Mittelpunkt. Die Meldungen im Vergleich zum Vorjahr waren aber rückläufig. Foto: Lea Hruschka

Unten angelangt, durchfuhren sie den Erlebnisspielplatz beim Vereinsheim der SG Painten und machten sich auf in die nächste Runde.

Nach der ersten Runde kam zusätzlich ein Teil auf dem Schotterparkplatz hinzu, auf dem eine Steilwandkurve und ein Rockgarden vorbereitet worden waren. Außerdem stand dort ein Laster des Hauptsponsoren Rygol, durch den die Mountainbiker fahren mussten. Dass der Wettbewerb am Sonntagnachmittag so gelungen war, lag aber nicht nur an der hervorragenden Strecke. Denn auch die Fahrer zeigten, was sie können. Bereits in den Jugendklassen wurde hervorragend gefahren. Und auch die ganz Kleinen durften sich auf dem Rad gegeneinander messen.

Beim Start der U13 herrschte Spannung. Es war die erste Altersklasse, die auf die große Runde durfte. Die Klassen U7, U9 und U11 dagegen fuhren kürzere Strecken, die die jungen Sportler herausforderten. Einige Kinder trainierten im Vorfeld bei den MTB-Kids der SG Painten. Foto: Lea Hruschka
Beim Start der U13 herrschte Spannung. Es war die erste Altersklasse, die auf die große Runde durfte. Die Klassen U7, U9 und U11 dagegen fuhren kürzere Strecken, die die jungen Sportler herausforderten. Einige Kinder trainierten im Vorfeld bei den MTB-Kids der SG Painten. Foto: Lea Hruschka

Denn um 12 Uhr startete der Rygol-Cup mit dem Rennen der U7. Auf der ein Kilometer langen Strecke waren Tom Engel und Ida Siebrecht am schnellsten. 20 Minuten später startete der Wettbewerb der U9. Insgesamt 21 Kinder fuhren mit, wobei Egon Siebrecht und Lilo Vogel die ersten Plätze belegten. Wenig später durfte auch die Altersklasse U11 an den Start gehen. Sie fuhren rund 2,4 Kilometer. Tobias Remmele und Susanne Krinner durften sich hierbei über die ersten Plätze freuen. Auf die richtige Strecke, auf der auch die Erwachsenen fuhren, ging es dann erst für die U13. Sie passierten eine Runde des 4,7 Kilometer langen Trails und zusätzlich eine 500 Meter lange Strecke.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums erhielt jeder Starter eine Kleinigkeit. Die drei schnellsten Damen erhielten insgesamt 100 Euro, die fünf schnellsten Herren 500 Euro. Daneben gab es Sachpreise, über welche sich vor allem die Kinder freuen durften. Foto: Lea Hruschka
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums erhielt jeder Starter eine Kleinigkeit. Die drei schnellsten Damen erhielten insgesamt 100 Euro, die fünf schnellsten Herren 500 Euro. Daneben gab es Sachpreise, über welche sich vor allem die Kinder freuen durften. Foto: Lea Hruschka

Am schnellsten waren hierbei Ben Ferstl und Steiner Paulina. Johann Pezold holte sich den Sieg bei den U15. Diese Altersklasse fuhr die 4,7 km lange Strecke zweimal ab. Pezold schaffte dies in etwa 28 Minuten. Bei den Mädchen der U15 schnappte sich Jasmin Kühlein vom Biketeam Regensburg den ersten Platz. Die U17 fuhr drei Runden. Am schnellsten waren dabei Emilia Dehler und Michael Schmidt. Noch einer Runde länger kämpften die Fahrer der U17 um den Sieg. Diesen fuhr Tobias Markl vom TSV Nittenau nach Hause. Gleichzeitig zu den Jugendfahrern ab der U13 starteten auch die Mountainbikerinnen der Elite. Vier Runden, also 19,2 Kilometer betrug ihre Distanz. Die ersten Fünf der Fahrerinnen bewältigten diese in unter einer Stunde. Am schnellsten war die Favoritin Lea Kremmsreiter vom MSC Wiesenbach. Theresa Gaßner vom TSV Sandharlanden/Stieglbauer Racing Team holte sich den zweiten Platz, dicht gefolgt von Helena Pretzl.

Das Elitefeld war bestens besetzt

Die männliche Elite ging um 15 Uhr an den Start. Das Starterfeld war hochkarätig besetzt. Auch X-Terra-Triathlet Thomas Kerner mischte mit. „Mal sehen, was das Rennen heute so bringt“, erklärte er vor dem Rennen. Neben solchen weltweit aktiven Athleten waren aber auch viele Lokalmatadoren, die es in sich hatten. Benedikt Diepold von run&bike Kelheim wurde im Vorjahr Sechster.

X-Terra-Triathlet Thomas Kerner (Nummer 141.) zählte zu den Favoriten und landete auf Platz acht. Er trainiert neben Mountainbiken auch Schwimmen und Laufen. Dafür war der weltweit aktive Sportler vor dem Rygol-Cup vier Wochen lang im Trainingslager in Fuerteventura. Foto: Lea Hruschka
X-Terra-Triathlet Thomas Kerner (Nummer 141.) zählte zu den Favoriten und landete auf Platz acht. Er trainiert neben Mountainbiken auch Schwimmen und Laufen. Dafür war der weltweit aktive Sportler vor dem Rygol-Cup vier Wochen lang im Trainingslager in Fuerteventura. Foto: Lea Hruschka

Heuer machte er zwei Plätze gut und verpasste das Treppchen nur knapp. Philipp Bertsch war im Cup 2018 noch Zweitplatzierter. „Mit dem Sieg kann man hier nie fest rechnen, denn es sind sehr gute Fahrer, auch aus dem Weltcup hier“, meinte er zu seiner Favoritenrolle. Am Ende war es aber Bertsch, der sich den Sieg holte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,38 km/h war er der Schnellste. „Das Rennen hier ist in der Heimat, dann ist man einfach noch motivierter“, erklärte Bertsch, der bereits seit frühester Jugend in Painten an den Start geht. Auf den zweiten Platz für Andreas Schrottenbaum vom RSV Passau, gefolgt von Lysander Kiesel. Mit dem Verlauf des Wettbewerbs ist Organisator Jürgen Lehmann mehr als zufrieden.

Jürgen Lehmann war Organisator des Events. Wochenlang plante er für das große Rennen. Foto: Lea Hruschka
Jürgen Lehmann war Organisator des Events. Wochenlang plante er für das große Rennen. Foto: Lea Hruschka

„Am Anfang war ich aufgeregt, dass etwas nicht klappt“, meinte er. Doch die beiden Moderatoren Anton Schäfer und Rudi Obermeier führten die Zuschauer durch die Rennen und sorgten für gute Laune. Auch die Teams um Musik und Verpflegung sorgten so für einen gelungenen Nachmittag in Painten. „Jetzt bin ich happy!“, freute sich Lehmann, der das Event wochenlang geplant hatte.

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Rygol-Cup 2019

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