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MZ-Spiel der Woche

SC Kirchdorf feiert den Klassenerhalt

Mit dem 1:0 im Lokalduell in Niederleierndorf bleibt die Truppe in der Kreisliga. Sebastian Weber macht das Tor des Tages.
Von Wolfgang Wutzer

Der SC Kirchdorf (in weiß) bezwingt den SV Niederleierndorf (schwarz-gelb) mit 1:0 und bleibt eine weitere Saison in der Kreisliga Donau/Laaber. Foto: Wutzer
Der SC Kirchdorf (in weiß) bezwingt den SV Niederleierndorf (schwarz-gelb) mit 1:0 und bleibt eine weitere Saison in der Kreisliga Donau/Laaber. Foto: Wutzer

Niederleierndorf.Der SC Kirchdorf hat sich mit einem 1:0-Auswärtssieg beim SV Niederleierndorf am vorletzten Spieltag in der Kreisliga Donau/Laaber den Klassenerhalt gesichert. Die Mannschaft um den scheidenden Trainer Markus Stuhlmüller erreicht somit das gesteckte Saisonziel und geht in die dritte Saison im Kreisoberhaus.

„Wir haben hart und konzentriert gearbeitet.“

Markus Stuhlmüller

„Es freut mich sehr, dass ich mich mit dem Klassenerhalt verabschiede“, sagt Stuhlmüller, Trainer der Kirchdorfer. Der 40-Jährige übernimmt ab der neuen Spielzeit den SV Ihrlerstein. „Wir haben das ganze Jahr hart und konzentriert gearbeitet. Der Mannschaft und dem gesamten Verein gebührt großer Respekt“, führt der Coach aus.

Dieses Spiel zu gewinnen, war harte Arbeit für den SC Kirchdorf, der gerade in der ersten Hälfte das Glück auf seiner Seite hatte. Niederleierndorf hatte ein leichtes Chancenplus zu verzeichnen und scheiterte immer wieder. In der 28. Spielminute verfehlte Andreas Hierlmeier aus fünf Metern denkbar knapp.

Gäste-Keeper mit Sahnetag

Wenige Augenblicke später brannte es erneut im Kirchdorfer Strafraum, als Niederleierndorfs Stürmer Burim Shala frei zum Kopfball ansetzen konnte. Dank eines bärenstarken Reflexes von Gästekeeper Andre Wachter hieß es nach einer halben Stunde noch 0:0.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Niederleierndorf, der schon seit vergangener Woche gesichert ist, leichtes Oberwasser und überzeugte im Spiel nach vorne – bis auf das Toreschießen. „Zur Halbzeit hätten wir führen müssen. Die Chancenverwertung war einfach nicht gut“, resümierte Andreas Breundl, Niederleierndorfs Coach, den ersten Durchgang.

Nach dem Schlusspfiff feierte der SC Kirchdorf. Foto: Wutzer
Nach dem Schlusspfiff feierte der SC Kirchdorf. Foto: Wutzer

Die erste nennenswerte Aktion in Hälfte zwei führte dann zum 1:0 der Gastmannschaft. In der 49. Minute erzielte Sebastian Weber das goldene Tor zum Klassenerhalt für den SC Kirchdorf. Der Stürmer zog aus knapp 16 Metern platziert ins linke Eck ab und ließ Niederleiernsdorfs Keeper Daniel Böhm keine Chance.

„Uns hat die letzte Überzeugung gefehlt.“

Andreas Breundl

Mit der Führung fanden die Gäste besser ins Spiel, wirkten aber gerade in der Offensive teilweise zu hektisch. Somit hatte das Team um Kapitän Lukas Kistenpfennig Glück, dass Shala das Kunststück gelang, den Ball alleine vor dem Tor daneben zu platzieren (63.). Kaan Hein visierte in der 77. Minute mit einem Schlenzer die Latte an. Drei Minuten vor dem Ende der Partie sah Niederleierndorfs Michael Polz die rote Karte nach einem harten Foulspiel. „Insgesamt hat uns einfach die letzte Überzeugung gefehlt. Diesen Willen hat Kirchdorf gezeigt und verdient gewonnen“, analysierte Andreas Breundl.

Die Gäste rangieren vor dem letzten Spieltag mit 30 Zählern auf dem zehnten Platz, Niederleierndorf mit einem Punkt mehr auf Rang neun.

Glaube wie der FC Liverpool

„Den Glauben und das Vertrauen niemals verlieren, war unser Motto“, sagt Markus Stuhlmüller. „Am Dienstag hat jeder das Champions-League-Halbfinale zwischen Liverpool und Barcelona gesehen“, sagt der Trainer mit einem Augenzwinkern.

Bis zum Abpfiff musste Kirchdorf bangen. Foto: Wutzer
Bis zum Abpfiff musste Kirchdorf bangen. Foto: Wutzer

„Uns zeichnet das starke Kollektiv aus. Es ist toll, dass wir uns wieder in der Kreisliga gehalten haben“, betont Christian Artmeier, Abteilungsleiter der Kirchdorfer. Dieser schildert zugleich ein personelles Problem, das den KSC begleitet. „Unser Problem ist allerdings, dass wir nur wenige Spieler aus der Jugend bekommen und einige Eckpfeiler nicht mehr die allerjüngsten sind. Daher wollen wir uns solange wie möglich in der Kreisliga halten.“

Das Thema Klassenerhalt greift auch Manfred Höglmeier, Abteilungsleiter des SV Niederleierndorf, auf. „Mit dem Ligaerhalt feiern wir den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Ich bin stolz darauf, was unsere Mannschaft diese Saison auf die Beine gestellt hat.“

Niederleierndorf war mal Spitzenreiter

Die Truppe von Trainer Andreas Breundl grüßte für kurze Zeit sogar von der Tabellenspitze. Ab Herbst ging es aber zunehmend bergab. „Wir hatten mit Langzeitausfällen zu kämpfen und manche waren sich vielleicht schon zu sicher“, begründet Höglmeier, betont aber „Teamgeist und Ehrgeiz“, wodurch die Klasse gehalten wurde.

Die Rettung

  • Ufer:

    Mit dem TV Schierling, SV Niederleierndorf, FC Walkertshofen und jetzt dem SC Kirchdorf bleiben vier Teams aus der Kelheimer Fußballregion der Kreisliga definitiv erhalten.

  • Anker:

    Über die Abstiegsrelegation könnten es FC Leibersdorf und der TV Aiglsbach II schaffen, wobei ein direktes Duell ab der zweiten Relegationsrunde auch möglich ist.

Der Abteilungsleiter verrät, dass jeder Spieler für die neue Saison zugesagt hat. Dadurch erhofft man sich in der Vereinsführung, dass die Mannschaft an einer weiteren Spielzeit in der Kreisliga wächst. „In unserer Truppe steckt viel Potenzial. Wir wollen uns weiterentwickeln und auch die jungen Spieler ans Team heranführen. Vielleicht setzt das Kräfte frei“, sagt der 35-Jährige.

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