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Schlagerduell am Samstag beim TSV Abensberg

Der Judo-Bundesliga-Rekordmeister bekommt es mit seinem direkten Rivalen aus Esslingen zu tun. Es wird der letzte Heimkampf der Babonen der Vorrunde.

Das Bundesliga Finale 2012 in der Josef Stanglmeier Halle in Abensberg: Sebastian Seidl (weiß, TSV Abensberg) im Kampf mit Boris Trupka (blau, KSV Esslingen). Foto: Pieknik/Archiv

ABENSBERG.Der Deutscher Vizemeister fordert den Titelverteidiger auf Abensberger Matten heraus: Die bisher in dieser Saison unbesiegten Judoka des KSV Esslingen kommen zum letzten Heimkampf der Babonen der Vorrunde zu Besuch in die Stadt. Und die haben an diesem vierten Kampftag der Judo-Bundesliga keine Geschenke zu verteilen.

Der TSV Abensberg und der KSV Esslingen treffen am Samstag um 17 aufeinander. Es ist das Duell der beiden Top-Mannschaften des deutschen Judobundes der vergangenen Jahre.

Der Titelkampf in diesem Jahr scheint ähnlich zu verlaufen. Abensberg, Meister des vergangenen Jahres, blieb in diesem Jahr unbesiegt in der Bundesligavorrunde. Ebenso Esslingen. Die Mannschaft liegt nach einem 10:4 gegen Speyer, einem 9:5 Sieg in Großhadern und einem 11:3 Sieg gegen Ettlingen ungeschlagen mit Abensberg an der Spitze der Tabelle.

Trainer Carsten Finkbeiner und Manager Otfried Roser haben in akribischer und jahrelanger Aufbauarbeit ein tolles Team geschaffen. Schon vor etwa acht Jahren prognostizierte Abensbergs Bundesligaverantwortlicher Otto Kneitinger die Esslinger als den Verein der dem TSV in den kommenden Jahren immer näher kommen werde.

Tolle Mischung der Gäste

Die Vizemeisterschaft in den vergangenen beiden Jahren und wie selbstverständlichem Teilnehmer in den Play-Offs seit vielen Jahren zeigt die positive Entwicklung des Teams.

Ein wirklich tolles Gerüst aus deutschen Spitzenkämpfern gepaart nicht nur mit ein paar ausländischen Sportlern, sondern auch wirklichen Weltklasseathleten zeigt die Ansprüche der Esslinger klar auf. Sie haben Ziele und verfolgen diese auch kontinuierlich. Die Abensberger zeigen viel Respekt ob dieser Aufbauarbeit.

In jeder Gewichtsklasse haben sie Deutsche Top-Kämpfer, aktuelle Nationalkämpfer und Ex-Deutsche Meister. Um nur einige zu nennen sind dies bis 60 Kilo Lasse Leitert, ehemaliger Deutscher Meister, 66 Kilo Boris Trupka mehrfacher Deutscher Meister, 73 Kilo Adrian Kulisch, Ex-Abensberger und mehrfacher Deutscher Meister, sowie Rene Schneider, mehrfacher Deutscher Meister und aktuell mit Christopher Völk der führende Mann im Nationalteam des Deuschen Judobundes. Mit Niklas Ebert (bis 81 Kilo) haben die Esslinger einen Deutscher Top Kämpfer in ihren Reihen – einer der wenigen Sportler, die gegen Ole Bischof auf der Abensberger Matte einen Sieg einfahren konnte. Bis 90 Kilo kämpft Michael Pinske, x-facher Deutscher Meister, Helge Molt, seit vielen Jahren in der Deutschen Spitze etabliert, bis 100 Kilo Dimitri Kosenko, Deutscher Juniorenmeister und bei den Schwergewichtlern steht mit mehr als 100 Kilo Sven Heinle, der mehrfache Deutsche Juniorenmeister auf der Matte. Er gilt als einer der Sportler, die Andy Tölzer beerben sollen.

Bei den ausländischen Sportlern geht es in die Weltelite: bis 60 Kilo Giorgi Mesablishvili, aktueller Georgischer Meister, bis 66 Kilo Lasha Shavdatuashvilli aus Georgien, aktueller Olympiasieger von London, bis 73 Kilo David Papaux aus der Schweiz, bis 81 Kilo Avtandil Tchrikischvilly, amtierender Europameister aus Georgien und Euan Burton x-facher Medaillengewinner bei EM und WM aus England, bis 90 Varlam Lipartelliani x-facher Medaillengewinner EM WM und Illiadis-Bezwinger letztes Jahr beim Bundesligafinale, bis 100 Kilo James Austin aus England und in der mehr als 100 Kilo-Klasse kämpfen Kanliasvilli und Mathiasvilli aus Georgien und Yury Rybak aus Weißrussland.

„Dies zeigt also ganz klar, die Esslinger sind gut aufgestellt und wissen, was sie wollen“, sagt TSV-Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger.

In Abensberg ist man bereit für einen Spitzenkampf um die Südmeisterschaft. Man ist aber auch bereit dem eigenen Nachwuchs voll und ganz die Verantwortung bei diesem bedeutenden Kampf zu übertragen. Da man die Finalrunde praktisch schon erreicht hat, geht es in diesem Kampf um Platz eins oder zwei, der zu mehr oder weniger schweren Kämpfen in der Finalrunde berechtigt.

Zu 80 Prozent Eigengewächse

Mit einer Ausnahme (Illias Illiadis verweilt derzeit in Abenberg) vertrauen die Abensberger erstmals nur Deutschen Sportlern und damit zu 80 Prozent eigenem Abensberger Nachwuchs.

„Es soll ein kleiner Test für die Finalrunde sein. Immer wieder mal in der Bundesliga eingesetzt zu werden, eingebettet in der vorhandenen Weltklasse, war bislang sehr erfolgreich für unsere Jungs, doch ist es nun an der Zeit ihnen mal alleine die Verantwortung zu übergeben. Ich möchte einfach mal sehen, wie sie gegen den besten Gegner den wir in der Liga bekommen können Nerven zeigen beziehungsweise in der Lage sind, kritische Situationen zu meistern“, betont Otto Kneitinger, in Vorbereitung zu diesem Kampf.

„Für das Abensberger Publikum wird dies sicher das Highlight der Saison“, freut sich der TSV-Ehrenabteilungsleiter.

Hier das Team für Samstag: -60 Kilo Phillip Graf, Manu Scheibel; -66 Kilo Sebastian Seidl, Gerhard Zeitler; -73 Kilo Christopher Völk, Stefan Kneitinger, David Krämer; -81 Kilo Fabian Seidlmeier, Simon Matuschek, Sven Maresch; -90 Kilo Robert Dumke, Florian Germroth, Illias Illiadis; -100 Kilo Dominik Gerzer, Dima Peters, Martin Oberndorfer; +100 Kilo Andy Tölzer.

Der Kampf beginnt am Samstag um 17 Uhr. Als Vorkampf wird ab 16 Uhr eine Jugendmannschaft zu sehen sein.

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