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Judo

Sebi Seidl holt Rang fünf bei Grand Slam

Der Abensberger Judoka scheitert in Halbfinale und Bronze-Duell jeweils knapp. Im Schwergewicht kehrt der Superstar zurück.
Von Martin Rutrecht

Sebastian Seidl kehrt mit wichtigen Punkten für die Olympia-Quali aus Südamerika zurück. Foto: Karl Heinz Frey
Sebastian Seidl kehrt mit wichtigen Punkten für die Olympia-Quali aus Südamerika zurück. Foto: Karl Heinz Frey

Abensberg.Hauchdünn schrammte Judoka Sebastian Seidl vom TSV Abensberg beim Grand Slam in Brasilia an einem Podestplatz vorbei. Der 66-kg-Athlet stieß über drei Erfolge ins Halbfinale vor, wo er dem Lokalmatador und späteren Sieger Daniel Cargnin in der Verlängerung unterlag. Auch im Kampf um Rang drei gegen den Franzosen Kilian Le Blouch gab erst die „Overtime“ den Ausschlag – die dritte Bestrafung für Seidl machte den Gegner zum Sieger.

In der Vorrunde warf der 29-Jährige den Türken Sinan Sandal, Juan Postigos aus Peru sowie Abdula Abdulzhalilov aus Russland aus dem Rennen. Die drei Gegner zählen nicht zur absoluten Weltspitze, weisen aber Podestplätze bei Grand-Slam- oder Grand-Prix-Turnieren auf. Der Brasilianer Cargnin war im Halbfinale als Weltranglisten-Siebter schon eine andere Kategorie. Seidl wehrte sicht, kassierte aber drei Passivitätsstrafen, was den Brasilianer ins Finale brachte. Auch gegen Le Blouch ereilte den Kämpfer aus Pförring dasselbe Los. Rang fünf bedeuten aber wichtige Punkte im Rennen um ein Olympia-Ticket. Rio-Starter Seidl will auch in Tokio 2020 dabei sein.

Lukas Krpalek ist in Brasilia im Schwergewicht an Rang eins gesetzt. Der zweifache Olympiasieger Teddy Riner könnte als Gegner warten. Foto: Orlando Barria/dpa
Lukas Krpalek ist in Brasilia im Schwergewicht an Rang eins gesetzt. Der zweifache Olympiasieger Teddy Riner könnte als Gegner warten. Foto: Orlando Barria/dpa

Am Dienstag wird der Grand Slam abgeschlossen. Im Schwergewicht bahnt sich ein Gigantenduell an. Der zweifache Olympiasieger Teddy Riner aus Frankreich könnte auf den topgesetzten TSV-Legionär und 100-kg-Olympiasieger Lukas Krpalek aus Tschechien treffen. Die französische Ikone Riner, zehnfacher (!) Weltmeister, konnte es sich leisten, fast zwei Jahre zu pausieren. Jetzt greift er in den Kampf um einen Olympia-Startplatz ein – für ihn vermutlich ein Spaziergang.

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