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SG Wildenberg entlässt den Trainer

Johann Schöberl muss beim A-Klassisten zur Winterpause den Hut nehmen. Die Probleme liegen aber nicht am Coach allein.

Johann Schöberl (rechts mit blauem Hemd am Spielfeldrand) ist nicht mehr Coach bei der SG Wildenberg/Biburg. Foto: Kreidemeier
Johann Schöberl (rechts mit blauem Hemd am Spielfeldrand) ist nicht mehr Coach bei der SG Wildenberg/Biburg. Foto: Kreidemeier

Wildenberg.Der Fußball-A-Klassist SG Wildenberg/Biburg hat sich zu Beginn der Winterpause von seinem Trainer Johann Schöberl getrennt. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Kreisklasse fand die Mannschaft unter Schöberl auch in der A-Klasse Mainburg zuletzt keinen Halt mehr.

„Er ist sicher nicht der Schuldige für die aktuelle Situation“, erklärt Abteilungsleiter Franz Stadler, der dieser Tage sein Amt an Dennis Gottschalk weitergab (Stadler: „Nächstes Jahr steht der Hausbau an, ich muss kürzer treten“). Aber um einen neuen Impuls zu geben, sei die Trennung nun nach Abschluss der Herbstrunde erfolgt. „Wir gehen im Guten auseinander“, ergänzt Gottschalk, „aber die letzten Ergebnisse waren einfach zu wenig. Wir wollen einen neuen Weg gehen.“

Abstieg aus Kreisklasse schmerzte

Schöberl zeichnete in den letzten eineinhalb Jahren für die sportlichen Geschicke der SG Wildenberg/Biburg verantwortlich. Der frühere Investmentbanker, der auch in England und den USA Fußball-Teams betreute, engagierte sich in den Spielzeiten 2013/14 und 14/15 für den TSV Wildenberg. Nach drei Jahren beim TSV Bad Gögging kehrte er 2018 als Übungsleiter der inzwischen gegründeten Spielgemeinschaft Wildenberg/Biburg zurück. Den Einstieg als Coach in der Region hatte der Wahl-Hallertauer 2009 beim TSV Abensberg.

Die SG Wildenberg/Biburg (rot) lag zuletzt des Öfteren am Boden und verlor den Kontakt zur A-Klassen-Spitzengruppe. Foto: Rutrecht
Die SG Wildenberg/Biburg (rot) lag zuletzt des Öfteren am Boden und verlor den Kontakt zur A-Klassen-Spitzengruppe. Foto: Rutrecht

Unglücklich kam der Kreisklassen-Abstieg im vergangenen Sommer zustande. Aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs mit der SG Siegenburg/Train rutschte die Spielgemeinschaft in die Relegation. Mit dem 1:3 (0:1) gegen den SV Eggmühl war das Kapitel Kreisklasse nach zwei Spielzeiten beendet. In der A-Klasse mischte die SG zunächst wie erhofft in der Spitzengruppe mit. Diese Position konnte aber nicht gehalten werden: In den letzten acht Spieltagen wurde nur noch ein Heimsieg gegen Schlusslicht SV Hornbach geholt. Die Mannschaft fiel auf Platz sieben ab.

Team benötigt eine Auffrischung

Der scheidende Abteilungsleiter Stadler sieht derzeit eine insgesamt schwierige Lage. „Die Mannschaft ist etwas in die Jahre gekommen. Das heißt nicht, dass wir schlecht aussehen auf dem Platz. Wir sind oft mindestens gleichwertig. Aber es fehlen der unbedingte Wille und das letzte Prozent, den Wiederaufstieg zu packen.“ Zur neuen Saison würden sechs Spieler aus der A-Jugend, die teils schon bei der Mannschaft sind, eine Auffrischung versprechen.

Ein Nachfolger für Schöberl ist bisher noch nicht gefunden. „Viele gute Gespräche“ seien am Laufen, sagt Gottschalk. Die Bekanntgabe eines neuen Übungsleiters beim Tabellensiebten soll schon bald folgen. (mar/ear)

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