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Tischtennis

Siegenburg steigt in die Landesliga auf

In der ersten Saison nach der Tischtennis-Reform knüpft der TSV an frühere Höhenflüge an. Ein Topspieler prägt das Team.

Florian Fischer, hier noch in jungen Jahren beim TSV, kehrte mit Viertliga-Erfahrung zu seinem Heimatverein zurück. Foto: Wittl/Archiv
Florian Fischer, hier noch in jungen Jahren beim TSV, kehrte mit Viertliga-Erfahrung zu seinem Heimatverein zurück. Foto: Wittl/Archiv

Siegenburg.Was einmal klassisches Niederbayern war, ist heute der Bezirk Oberpfalz-Süd. Die Kelheimer Tischtennis-Vereine mussten sich im Herbst nach einer Reform an eine neue Gegnerschaft gewöhnen. Der TSV Siegenburg hat sich bestens eingelebt: Mit dem Titel in der neuen Herren-Bezirksoberliga schaffen die Hallertauer den Sprung in die Landesliga. Und auch die Jugend II ist Meister.

„Nach acht Jahren Pause stehen wir wieder im Kreis der besten bayerischen Teams.“

Robert Wittl

„Damit kehren wir nach acht Jahren Pause in den Kreis der besten bayerischen Teams zurück“, freut sich Abteilungsleiter Robert Wittl über den Erfolg der Männer. Nur zwei Minuspunkte, sprich eine Niederlage, kassierte die Mannschaft. Den einzigen Ausrutscher leistete sich Siegenburg gleich im ersten Auswärtsspiel (7:9) beim FC Chamerau, der zum Dauerrivalen werden sollte. In der Rückrunde drehte der TSV in heimischer Halle vor rund 75 Zuschauern den Spieß um.

Ziel ist der Klassenerhalt

Am Ende hatte das Team um Mannschaftsführer Wolfgang Wittl mit 34:2 Zählern zwei Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger. Aushängeschild des Meisters war der ehemalige Regionalligaspieler Florian Fischer, der zu Saisonbeginn zu seinem Heimatverein zurückkehrte. Der Akteur mit Viertliga-Erfahrung war kaum zu bezwingen. Mit 26:2 Siegen in den Einzeln und einer Doppelbilanz von 11:2 (zusammen mit Wolfgang Wagner) ließ er selten etwas anbrennen.

Aber auch seine Mitspieler erzielten sehr positive Bilanzen: Jens Ebbecke erreichte an Position zwei 25:11 Erfolge, gefolgt von Christian Wachsmuth (10:3), Wolfgang Wittl (19:7), Christian Mayer (11:12), Wagner (16:5), Roman Hofmann (4:0) und Quirin Göttl (6:1). „In der kommenden Saison ist gegen Kontrahenten aus Landshut, Regensburg oder Ingolstadt das angestrebte Ziel der Klassenerhalt“, erklärt Abteilungschef Robert Wittl.

Auch die Jugend II mit (v. l.) Matthias Brem, Simon Kellner, Nico Fulsche und Eric Meier ist Meister. Foto: Wittl
Auch die Jugend II mit (v. l.) Matthias Brem, Simon Kellner, Nico Fulsche und Eric Meier ist Meister. Foto: Wittl

Ebenso erfolgreich agierte die neuformierte zweite Jugend-Truppe in der Bezirksklasse A. Der Nachwuchs lag am Saisonende mit 26:2 Punkten genau einen Zähler vor dem Tabellenzweiten SC Sinzing II. „Ob wir allerdings den Aufstieg in die Bezirksliga wahrnehmen, ist eher fraglich, da im ersten Jugendteam einige Spieler aufhören oder in den Herrenbereich wechseln“, sagt Wittl. Simon Kellner (28:2), Nico Fulsche (27:2) und Eric Meier (22:7) waren die stärksten Nachwuchskräfte. Neben Matthias Brem (9:15) standen auch Matthias Herrmann, Julius Koolen und Katharina Lais an der Platte, die in Summe 6:1 Spiele gewannen. Im Doppel lautet die Gesamtbilanz 17:4.

„Eine Aufbruchstimmung nach der Reform ist nicht herauszulesen.“

Robert Wittl

Robert Wittl ist nicht nur Abteilungsleiter in Siegenburg, sondern fungiert auch als Spielleiter im neuen Bezirk Oberpfalz-Süd. Die Reform mit einer veränderten Gegnertableau für die Kelheimer Teams sieht er als gelungen an. „Zum einen war für viele sicher sehr motivierend, dass man neue Vereine und Hallen kennenlernen durfte. Wie zu erwarten gab es hier schöne Erfahrungen, aber auch nicht so schöne.“

Reform bringt nicht mehr Spieler

Die Gebietsreform werde gut angenommen. „Mir persönlich sind keine großen Klagen bekannt“, sagt Wittl. Weiteren Aufschluss werde der Bezirkstag am 18. Mai in Diesenbach geben. Im sportlichen Maßstab fiel auf, dass die TTR-Werte – Ranglistenpunkte wie im Tennis oder Schach – der Kelheimer Spieler im Vergleich zu Regensburg anfangs zu hoch waren. Dies hat sich inzwischen angeglichen.

„Eine Aufbruchstimmung ist aus den Spielerzahlen nicht herauszulesen“, erklärt der Bezirksspielleiter auf Nachfrage der Mittelbayerischen. „Jugendturniere sind aber wieder deutlich besser besucht als früher. Letzteres ist auch darauf zurückzuführen, dass die Einzugsgebiete größer sind.“ (mar)

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