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Silvesterlauf

Sieger stellen neue Rekorde auf

Matthias Ewender gewinnt in Sandharlanden und knackt den 24 Jahre alten Streckenrekord. Philipp Bertsch wird Dritter.
Von Alexander Reichmann

  • Matthias Ewender (Nr. 308) holte sich Sieg und Streckenrekord beim 29. Sandharlandener Silvesterlauf, Philipp Bertsch (Nr. 1) wurde Dritter. Foto: Reichmann
  • Beim Kinder- und Jugendlauf über zwei Kilometer gingen in diesem Jahr rund 80 Nachwuchssportler an den Start. Es siegte Simon Krausenecker (in orange). Foto: Reichmann
  • Das Siegertrio beid er Damen-Konkurrenz. Foto: Reichmann

Sandharlanden.Matthias Ewender hat es geschafft. Der Läufer von der LG Region Landshut, der bereits 2014, 2015 und 2016 in Sandharlanden beim Silvesterlauf triumphierte, hat auch heuer wieder gewonnen. Uns das in einer neuen Rekordzeit. 31 Minuten und 41 Sekunden standen auf der großen Uhr, als Ewender mit einem Jubelschrei die Ziellinie überquerte. Sein vierter Sieg in Sandharlanden bedeutete damit zugleich eine neue Bestmarke auf der zehn Kilometer langen Laufstrecke. Die alte Marke von 31 Minuten und 45 Sekunden hatte 24 Jahre Bestand. Christian Schütze hatte sie beim fünften Silvesterlauf 1994 aufgestellt. 2015 war Ewender schon einmal auf acht Sekunden herangelaufen, heuer hat es endlich gereicht.

18-jähriger auf Rang zwei

Auf Platz zwei kam mit Matthias Ulbrich ein 18-jähriger Nachwuchsläufer, der ebenfalls für die LG Region Landshut startet. Er brauchte 32 Minuten und vier Sekunden. Weitere 30 Sekunden später komplettierte Lokalmatador Philipp Bertsch aus Abensberg das Treppchen. Der Sieger aus dem vergangenen Jahr konnte seinen Titel damit nicht verteidigen. „Das Rennen heute war brutal schnell. Ich konnte meine Zeit aus dem vergangenen Jahr zwar nicht ganz halten. Aber ich bin dennoch ganz zufrieden. Eine Zeit unter 32 Minuten habe ich noch nie gelaufen. Soweit bin ich noch nicht, wer weiß, ob ich das jemals sein werde“, bilanziert Bertsch im Gespräch mit der MZ. Sein Sport Nummer eins bleibe das Mountainbikefahren, Laufen sei weiterhin „nur Spaß“.

Der Herrensieger, Matthias Ewender Foto: Reichmann
Der Herrensieger, Matthias Ewender Foto: Reichmann

Auch in der Damenwertung stand oben auf dem Treppchen ein bekanntes Gesicht. Maria Kerres vom Peppex Sports Team aus Regensburg verteidigte ihren Titel und auch sie konnte den Streckenrekord verbessern. Kerres benötigte 35 Minuten und 28 Sekunden für die zehn Kilometer. Der Rekord aus dem Jahr 2012 von Lisa Hübner stand bei 36:10.

Im Ziel hatte Kerres noch gar nicht realisiert, dass sie eine neue Rekordzeit gesetzt hatte. „Ich habe im Training sehr gute Fortschritte gemacht. Aber in den letzten Tagen war ich etwas krank, deshalb wusste ich nicht, ob ich wirklich gewinnen kann.“ Einmal habe sie sich auf der Strecke umgedreht, das sei eher ungewöhnlich. Nachdem sie da hinter sich keine weiteren Frauen gesehen habe, habe sie sich an den Männern orientiert.

Siegerin lobt Organisatoren

Auf Platz zwei kam Mira Parisek in 37:34, dahinter landete Barbara Ferstl mit 38:28. Beide starten für die LG Telis Finanz Regensburg. Anita Weber von der FTSV Straubing, Siegerin 2015 und 2016, lief auf Rang sechs ein. „Ich bin zufrieden, wenn man mal über 50 Jahre alt ist, dann können den Sieg ruhig die jungen Läuferinnen unter sich ausmachen“, bilanzierte sie mit einem Lächeln. Maria Kerres lobte die Organisation und die tolle Unterstützung auf der Strecke und war sich sicher, auch im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Ewender hält dem „Druck“ stand

Das möchte natürlich auch Matthias Ewender. Den Rekord mit den meisten Siegen, nämlich vier, muss er sich aktuell noch mit Christian Schütze teilen. Das soll sich nächstes Jahr ändern. „Am Silvesterlauf hab ich immer besonders viel Druck, weil meine Frau unbedingt wieder das Wochenende im Hotel Marc Aurel haben will“, erklärt Ewender grinsend. Heuer habe er sich den Siegerpreis wieder gesichert und seine Frau damit zufrieden gestellt. Dazu kommt noch der Streckenrekord: „Endlich habe ich ihn, jetzt könnte ich mich zur Ruhe setzen.“ Das wird Ewender natürlich nicht machen. Angetreten war er heuer aber wieder mit dem Rekord im Hinterkopf. „Es war von Anfang an ein sehr schnelles Rennen, da war mir klar, dass es klappen kann.“ Die ersten fünf Kilometer lief man noch in einer Spitzengruppe, dann setzte sich Ewender ab und unterbot den Streckenrekord am Ende um vier Sekunden.

Auch die jungen Läuferinnen und Läufer waren wieder zahlreich nach Sandharlanden gekommen. Ganz neu war der Bambini-Lauf. Die ganz Kleinen drehten hier eine 400 Meter lange Runde um den Sportplatz. Vorher machten sie sich unter professioneller Anleitung warm. Es siegte Finn vor Marvin, beide vom Armin Wolf Laufteam. Da gab’s viel Applaus vom „Chef“ Armin Wolf, der mit seinem Laufteam auch wieder 400 Euro für wohltätige Zwecke spendete.

Beim Schüler- und Jugendlauf über 2000 Meter gingen dieses Jahr rund 80 Jungen und Mädchen an den Start. Hier ging es schon richtig zur Sache. Und die Siegerzeit von Simon Krausenecker (Altbachschützen Hausen) von 7:28 Minuten konnte sich wirklich sehen lassen.

29. Silvesterlauf - Ergebnisse

  • Zehn Kilometer Herren:

    1. Matthias Ewender (LG Region Landshut): 31:41; 2. Tobias Ulbrich (LG Region Landshut): 32:04; 3. Philipp Bertsch (LG Region Landshut ): 32:34; 4. Sebastian Neef (Armin Wolf Laufteam): 33:16; 5. Christopher Juhas (LG Region Landshut): 33:26.

  • Zwei Kilometer Jungen:

    1. Simon Krausenecker (Altbachschützen Hausen): 7:28; 2. Tobias Schöner (Grüne Au Peising): 7:31; 3. Sebastian Schlögl (Spfr. Essing): 7:39; 4. Jonas Aunkofer (FSV Sandharlanden): 7:40.

  • Zehn Kilometer Damen:

    1. Maria Kerres (Peppex Sports Team): 35:28 Minuten; 2. Mira Parisek (LG Telis Finanz Regensburg): 37:34; 3. Barbara Ferstl (LG Telis Finanz): 38:28; 4. Eva Schien (LG Telis Finanz): 38:38; 5. Constanze Boldt (Lauf&Berg König): 38:39.

  • Zwei Kilometer Mädchen:

    1. Hanna Müller (TV Schierling): 8:16; 2. Sophia Riepl (Lauftreff Bad Abbach): 9:14; 3. Anna Krausenecker (Altbachschützen Hausen): 9:20; 4. Eva-Maria Rauscher (Skiclub Großberg): 9:20.

Der Vorsitzende der Konditionsgruppe, Rupert Limmer zog angesichts von 847 Teilnehmern bei Nieselregen ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden. Wir freuen uns auch besonders, so viele Stammgäste jedes Jahr wieder zu sehen.“ Den Teilnehmerrekord von 881 aus dem vergangenen Jahr habe man zwar verpasst, das lag aber laut Marc Utry nicht nur am Wetter: „Im vergangenen Jahr fiel Silvester auf einen Sonntag, heuer war es ein Montag, da müssen halt doch einige arbeiten.“

Ex-Fußballprofi am Streckenrand

Am Streckenrand fand sich übrigens ein ehemaliger Fußball-Bundesligaspieler. Jörn Andersen (55) kam mit Knut Becker, dem Chef des Hotels Marc Aurel. Andersen war norwegischer Nationalspieler und bestritt über 240 Bundesligaspiele, unter anderem für Frankfurt, Düsseldorf und Nürnberg. Derzeit arbeitet er als Trainer in Südkorea. „Ich war schon rund 30 Mal hier in Bad Gögging. Knut Becker ist ein guter Freund.“ Mitlaufen wollte er aber nicht. „Wir haben trainiert und jetzt hat er eine Zerrung“, sagt Becker grinsend.

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