MyMz

Gallionsfigur

Siegi Ferstl verzichtet auf Regensburger Ironman

Der Ultra-Triathlet muss sein Comeback abblasen. Nach einem Unfall vor zwei Jahren hat er noch immer Schmerzen.
Von Martin Rutrecht, MZ

Siegi Ferstl war vier Mal Deutscher Ironman-Meister. Seine Bestzeit liegt bei 8,07 Stunden.

kelheim. Zehn Mal startete er in Roth, fünf Mal auf Hawaii, den deutschen Meistertitel gewann er vier Mal: Siegi Ferstl ist Kelheims Ultra-Triathlet schlechthin. Acht Jahre nach seinem letzten Auftritt wollte der 42-jährige heuer zum Regensburger Ironman ein Comeback wagen.

Doch es wird nichts aus der Rückkehr auf die quälenden Strecken des Ultra-Triathlons. Nach einem Unfall beim Drachenfliegen Ende Juli 2008 im Altmühltal hat Ferstl nach wie vor Schmerzen im Sprunggelenk. „Es hat keinen Sinn. Um bei einem Ironman den abschließenden Marathon halbwegs vernünftig absolvieren zu können, müsste ich in der Woche 70 bis 80 Kilometer laufen. Das macht das Sprunggelenk nicht mit.“ Jeden Tag beim Aufstehen verspüre er Schmerzen.

Um Ferstls Kondition steht es trotzdem bestens. „Ich hatte jetzt Urlaub und war in der Woche rund 1000 Kilometer auf dem Rad unterwegs“, berichtet der Forstwirtschaftsmeister. Beim ersten Sprintrennen in Kelheim und beim Rygol-Cup in Painten sah man den 42-Jährigen erst am Wochenende im Einsatz. „Ein Ironman ist aber eine ganz andere Herausforderung. Und ich trete bestimmt nicht an, um auf Platz 100 zu landen. Dafür sind meine Ansprüche nach den Erfolgen in der Vergangenheit zu hoch.“

Ferstl verhehlt nicht, dass der Anreiz für ein Comeback angesichts der Veranstaltung vor der Haustür hoch gewesen wäre. Auch im Umfeld fieberte man einer Rückkehr entgegen. „Immer wieder bin ich gefragt worden: Siegi, in Regensburg trittst schon an, gell?!“ Nein, muss Ferstl jetzt seinen Fans antworten. Ohne viel Bedauern kann der 42-Jährige den Verzicht derzeit einordnen, „aber ich glaub’, es wird mich schon drücken, wenn in der Oberpfalz das Ironman-Fieber umgeht“.

Sein endgültiges Karriereende als Ultra-Triathlet will der 42-Jährige dennoch nicht verkünden. „Vielleicht klappt es mit Regensburg im nächsten Jahr. Ich bin noch ehrgeizig genug, es noch einmal zu probieren. Der Körper muss aber mitspielen.“ Eines ist ihm bewusst: „Je weiter man von der Ironman-Szene weg ist, umso schwieriger wird eine Rückkehr.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht