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Auszeichnung

Silberner Lorbeer für Judo-Trio

Ole Bischof, Andreas Tölzer und Dimitri Peters vom TSV Abensberg werden von Bundespräsident Joachim Gauck für ihre Medaillenerfolge in London geehrt

Schon in London begegneten sich der zweifache Olympiamedaillengewinner (Gold und Silber) Ole Bischof und Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: DOSB

berlin/abensberg. „Ich hab’ mich fein rausgemacht und warte gerade im Schloss Bellevue“, flüsterte der London-Olympiazweite Ole Bischof kurz vor einem besonderen Termin der MZ ins Telefon: Der Judo-Star des TSV Abensberg war wie sämtliche anderen Medaillengewinner der olympischen und paraolympischen Spiele von 2012 zu Bundespräsident Joachim Gauck geladen. Das Staatsoberhaupt zeichnete rund 150 Athleten mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus, darunter waren auch Bischofs TSV-Kollegen Andreas Tölzer und Dimitri Peters, die in Großbritannien jeweils Bronze holten.

„Ich fühle mich außerordentlich geehrt“, so Bischof, „das ist eine weitere schöne Abrundung meiner Karriere.“ Wie berichtet hatte der 81 kg-Athlet nach den Spielen seinen Rücktritt erklärt. Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste staatliche Auszeichnung für Spitzenleistungen im deutschen Sport. Sie wurde 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet. Auf der Rückseite des Lorbeerblatts sind Ort und die Jahreszahl der Olympischen Spiele des Medaillengewinns eingraviert. Zusätzlich erhalten die Sportlerinnen und Sportler eine Miniatur des Ehrenzeichens und die Verleihungsurkunde.

Das Abensberger Trio sah sich bei der Feierstunde an der Seite von Diskus-Olympiasieger Robert Harting, den deutschen Turn-Silberlingen Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen oder den vergoldeten und feierwütigen deutschen Hockey-Spielern, die im Bellevue aber ganz sittsam waren.

„Wir brauchen Sie nicht nur als Sportler, sondern auch als Vorbilder in allen anderen Lebensbereichen“, sagte der 72-jährige Bundespräsident in seiner Festrede. „Mein größter Wunsch heute ist, dass die ganze Gesellschaft begreift, dass wir nicht furchtsam Herausforderungen scheuen, sondern sie annehmen.“ Das Thema Doping sparte Gauck nicht aus. „Wir können uns nur an Höchstleistungen erfreuen, wenn sie ehrlich erbracht wurden.“

Das Staatsoberhaupt schüttelte viele Hände und stellte trocken fest: „Bevor Sie sich danach erkundigen: Das ist echtes Silber.“ Der Bundespräsident war sowohl bei den Olympischen als auch den Paralympischen Spielen vor Ort gewesen, so traf er dabei auch schon Ole Bischof, der seinem Gold von Peking 2008 in London ein Silberstück folgen ließ. In Erinnerung blieb Gauck besonders das Deutsche Haus: „Dort konnten die Athleten den Bundespräsidenten mal anfassen und ein Foto für Omi machen.“ (mar)

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