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Luftpistole

Spannung pur bei der Gmünder Aufholjagd

Luftpistolenschützen vom SV Kelheim-Gmünd setzen sich knapp gegen den Bundesligaprimus durch. Der Finaleinzug rückt näher.
Von Alexander Roloff

Monika Karsch meldete sich ach längerer Bundesligapause mit zwei Einzelsiegen erfolgreich im Team des SV Kelheim-Gmünd zurück. Foto: Kugler
Monika Karsch meldete sich ach längerer Bundesligapause mit zwei Einzelsiegen erfolgreich im Team des SV Kelheim-Gmünd zurück. Foto: Kugler

Kelheim.Spannung bis zum letzten Schuss bot das Duell der beiden Topteams in der Luftpistolen-Bundesliga Süd. Die zweitplatzierten Schützen vom SV Kelheim-Gmünd lagen gegen Tabellenführer SV Waldkirch bereits mit 0:2 zurück. Aber Monika Karsch und Carina Wimmer egalisierten, ehe Simon Weiß den entscheidenden dritten Punkt für die Kelheimer gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter holte.

Weil sich die Gmünder zuvor souverän mit 5:0 gegen die SSG Dynamit Fürth durchgesetzt hatten, zog die Truppe von Trainer Tobias Piechaczek zwei Wettkämpfe vor dem Ende der regulären Saison punktgleich mit Ligaprimus Waldkirch. Der Weg ins Bundesligafinale als eine der vier besten Mannschaften der Süd-Staffel scheint geebnet.

„Der Sieg im sehr spannenden und offenen Wettkampf fiel knapp aus, war aber sehr wichtig.“

Tobias Gedler

„Trotz einer sehr guten Ausgangslage ist es dennoch notwendig, nochmals eine solide Leistung zu erbringen“, blickt Stellvertretender Mannschaftsführer Tobias Gedler voraus. „Der Sieg im sehr spannenden und offenen Wettkampf fiel knapp aus, war aber sehr wichtig, weil wir Platz zwei gefestigt haben“, so Gedler.

Auf Position eins trat Tomoyuki Matsuda gegen Alexander Kindig an. Nach der ersten Serie lag Matsuda zurück (94:98). Kindig baute seinen Vorsprung weiter aus und setzte sich deutlich mit 385:378 durch. Auf Position zwei schoss Philipp Grimm gegen den serbischen Profischützen Dimitrije Grigic. Zur Wettkampfhälfte hatte sich Grimm einen Vorsprung von vier Ringen erarbeitet.

Kelheim-Gmünd gerät ins Hintertreffen

Mit der dritten Serie verkürzte Grigic den Abstand auf einen Ring. Im letzten Durchgang erzielte Grimm 95 Ringe, konnte aber nicht gegen die annähernd perfekte Serie des Serben (99) mithalten. Mit 380:377 ging auch der zweite Einzelpunkt an die Gastgeber. Auf Position drei landete Monika Karsch gegen Matthias Holderried den ersten Punkt für Kelheim.

Tomoyuki Matsuda, Doppelweltmeister von 2010, feierte am vorletzten Wettkampfwochenende der Luftpistolen-Bundesliga Süd seine Saisonpremiere für SV Kelheim-Gmünd. Foto: picture alliance / dpa
Tomoyuki Matsuda, Doppelweltmeister von 2010, feierte am vorletzten Wettkampfwochenende der Luftpistolen-Bundesliga Süd seine Saisonpremiere für SV Kelheim-Gmünd. Foto: picture alliance / dpa

Karsch blieb nach starker erster Hälfte (94:91, 96:95,) und einem 93:96 nur noch ein Ring Vorsprung für die letzte Serie. Mit 95:94 behielt Karsch die Ruhe und brachte mit 378:376 den ersten Einzelpunkt für Kelheim-Gmünd aufs Tableau. Carina Wimmer legte auf Position vier vor (92:91, 95:94, 95:94), verlor aber während der letzten Serie die Führung. Aber auch Gegner Sebastian Kugelmann blieb nicht fehlerfrei und Wimmer wendete die drohende Niederlage mit einer Neun im letzten Schuss ab (373:372). Simon Weiß baute seine anfängliche Führung gegen Lea Kleesattel in der dritten Serie vorentscheidend aus und sorgte mit einer soliden vierten Serie (93:92, 96:96, 94:91, 94:94) für den 3:2-Triumph über Spitzenreiter Waldkirch.

Klarer Sieg gegen Dynamit Fürth

Tags zuvor hatte das Team die Pflichtaufgabe gegen SSG Dynamit Fürth mit 5:0 souverän gelöst. „Trotz des klaren Sieges waren die Einzelergebnisse teilweise nicht ganz zufriedenstellend“, so Gedler. Die Resultate seien „teils aber auch schwierigen Bedingungen am Schießstand geschuldet“. Auf Position eins feierte Matsuda seinen Saisoneinstand. Der Profi und Weltmeister aus Japan setzte sich gegen Steve Demierre mit 379:377 (96:95, 94:95, 94:95, 94:91). Auf Position zwei dominierte Europameister Grimm das Duell mit der Fürtherin Kathrin Pfundstein (92:89, 92:90, 96:95, 94:93).

Der Weg ins Finale

  • Entscheidung:

    Kelheim-Gmünd benötigt für den Einzug ins Bundesligafinale noch einen Sieg aus Wettkämpfen gegen Tabellendritten SV Murrhardt-Karnsberg und den siebgereihten ESV Weil am Rhein. SV Waldkirch ist bereits qualifiziert.

  • Finale:

    Das Finalturnier der jeweils besten vier Bundesligateams aus dem Norden und Süden steigt am 1. und 2. Februar in Rotenburg an der Fulda. Topfavorit ist Braunschweiger SC. Der Spitzenreiter der Staffel Nord stellte mit 1922 Ringen neuen deutschen Rekord auf.

Nach einer längeren Wettkampfpause in der Bundesliga, kehrte die Drittplatzierte des Weltcupfinales mit der Sportpistole, Monika Karsch, mit einem 381:368 (94:92, 97:90, 96:94, 94:92)-Erfolg gegen Andreas Meixner für die Kelheim-Gmünder zurück. Carin Wimmer punktete gegen Johann Walser mit 369:366 (90:94, 94:91, 95:91, 90:90). Den fünften Einzelpunkt holte Simon Weiß mit 379:369 (96:88, 92:97, 94:93, 97:91).

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