MyMz

Speyer freut sich auf Rekordmeister

Die Judoka des TSV Abensberg machen dem Schlusslicht zum Abschluss der Bundesliga-Vorrunde die Aufwartung. Am Ausgang des Kräftemessen zweifelt niemand.
Von Martin Rutrecht, MZ

Mit Simon Matuschek gibt Abensberg einem Mann aus dem Bayernliga-Kader eine Chance. Foto: Archiv

abensberg. Zum Ausklang der Vorrunde in der Judo-Bundesliga fällt es selbst dem sonst überaus zurückhaltenden Cheftrainer Radu Ivan schwer, den Gegner des TSV Abensberg in den Stand eines gefährlichen Kontrahenten zu hieven. „Beim JSV Speyer wird es für uns um die Höhe des Sieges gehen. Das eine oder andere Duell könnte spannend und auch aus deutscher Sicht attraktiv werden, aber an unserem Erfolg darf es keine Zweifel geben.“ Heute, Samstag, um 18 Uhr macht der deutsche Judo-Rekordmeister dem Schlusslicht der Vorrunden-Staffel Süd seine Aufwartung.

Trotz einer ins Haus stehenden Abfuhr freuen sich die Gastgeber auf den prominenten Verein aus Niederbayern. „Der frühere TSV-Kämpfer Volker Heyer, der jetzt bei Speyer für das Team mitverantwortlich ist, hat mir gesagt, dass es es für den JSV einfach ein Highlight ist, Abensberg begrüßen zu dürfen“, so Ivan. „Jeder einzelne Kampf ist eine riesen Sache für uns“, sagt Teamboss Michael Görgen. Speyer schaffte mit einer jungen Garde den Aufstieg in die erste Liga, allerdings setzte es für den Judo-Sport-Verein im Oberhaus bislang nur Niederlagen. Im Herbst geht es in der Relegation um den Klassenerhalt.

Auf der anderen Seiten stehen die Babonen, die ohne Punktverlust vorne liegen und bereits vor dem Kehraus als Süd-Meister feststehen. Selbst eine Niederlage – was einer Sensation gleich käme – würde daran nichts ändern. „Wir gehen in Speyer aber nicht überheblich auf die Matte“, erklärt der TSV-Chefcoach. Immerhin verfüge der JSV mit Michael Iten (60 kg) und Ciril Grossklaus (90 kg) über Nationalkämpfer aus der Schweiz. Georgier und Franzosen stehen ebenfalls auf der Athletenliste der Gastgeber. Auf Legionäre wird Speyer aber nicht groß zurückgreifen; das macht erst in der Relegation Sinn.

„Aus der Reihe der nationalen Judoka ragen einige junge Männer heraus, die bei deutschen Meisterschaften schon Medaillen gewannen. Die Mannschaft wird mit viel Ehrgeiz ins Rennen gehen.“ Simon Weig (73 kg), Tobias Teucke (60 kg), David Riedl und Nicolaz Tsimakuridze (81 kg) könnten dem einen oder anderen Babonen durchaus den Samstag vermiesen.

Der Rekordmeister bietet in Rheinland-Pfalz eine rein deutsche Truppe auf. Manuel Scheibel (60 kg), Sebastian Seidl (66 kg), Gerhard Zeitler, Christopher Völk, Stefan Kneitinger (alle 73 kg), Fabian Seidlmeier, Sven Maresch (beide 81 kg), Robert Dumke (90 kg), Dominik Gerzer (100 kg) sowie die Olympia-Dritten Dimitri Peters (100 kg) und Andreas Tölzer (Schwergewicht) werden es richten. Eine Chance dürfte auch Simon Matuschek (81 kg) erhalten. „Leider hat sich David Krämer gegen Esslingen im Kampf mit Adrian Kulisch verletzt. Sonst hätten wir auch ihn mitgenommen. Er fällt mit Bänderrissen bis Anfang August aus.“ Von der Stammformation fehlt Philip Graf (60 kg), der bei der Universiade in Kazan auch mit dem Team Germany nicht zuschlagen konnte und Siebter wurde. Eine Erfolgsnachricht wird’s heute von seinen TSV-Kollegen geben.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht