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Spielleiter: Klubs wollten frühen Start

Kelheimer Vereine kritisieren Auftakt im Juli – BFV-Funktionär Richard Sedlmaier kontert: „Vereine wurden ja gefragt.“

Bezirksspielleiter Richard Sedlmaier versucht den Vereine gerecht zu werden. Foto: Rutrecht
Bezirksspielleiter Richard Sedlmaier versucht den Vereine gerecht zu werden. Foto: Rutrecht

Kelheim.Bezirksspielleiter Richard Sedlmaier reagiert „nicht nur überrascht, sondern auch enttäuscht“ auf Stimmen aus Kelheimer Fußballvereinen, die den Saisonstart auf Kreisebene mit 20./21. Juli für zu früh halten. Besonders Sven Zwerger vom SSV Biburg hatte sich dazu in der Mittelbayerischen vom Montag („Früher Saisonstart nervt die Vereine“) kritisch geäußert. Bei teils brütender Hitze werde gekickt, die Gesundheit sei gefährdet, Spieler und ehrenamtliche Funktionäre hätten kaum Sommerpause mehr, erklärte er.

Sportleiter Alban Lajci vom FC Mainburg vertrat eine ähnliche Meinung. Trainer Christian Eisvogel vom Kreisliga-Aufsteiger SG Großmuß/Hausen meinte am Montag: „Ich schließe mich dem Herrn aus Biburg an. Das ist eine Frechheit.“

Feiertagsspieltage wurden gestrichen

Sedlmaier versteht die Vorhaltungen nicht. Denn: „Erstmals wurden alle Vereine im Zuge der Wintertagungen befragt, wie die Spielpläne für die kommende Saison in den einzelnen Ligen gestaltet werden sollen. Einzige Vorgabe des Verbandes war das gemeinsame Saisonende in Bayern am 23./24. Mai 2020. Der Wunsch nach einem späteren Saisonstart wurde nicht angezeigt.“ So entschieden die Vereine in Einzelbefragungen vielmehr, dass an den Feiertagen 15. August und 3. Oktober nicht gespielt werden solle.

„Das Ende der Herbstrunde am ersten November-Wochenende wurde von den befragten Vereinen begrüßt, da sowohl Spieler als auch Zuschauer die Lust am Fußball verlieren, was sich an der Trainingsbeteiligung bzw. an den Zuschauerzahlen festmachen lässt“, erklärt Sedlmaier. Der späte Saisonbeginn in Oberbayern mit Ende August, den Lajci ins Spiel brachte, sei darauf zurückzuführen, dass entsprechend viele Wochentagspartien auf dem Programm stehen, „die ja bekanntlich in Niederbayern eher ein No-Go auf Grund fehlender Schichtarbeiter und Studenten sind“.

„Wir möchte die Wünschen umsetzen

Das Problem eines für alle Vereine passenden Spielplans liege darin, so der Bezirksspielleiter, dass 26 Spieltage bei einer 14er-Liga im Kalender untergebracht werden müssen. Eine Reduzierung der Ligastärke werde aber von den Vereinen sehr kritisch gesehen. Grundsätzlich möchte Sedlmaier eines festhalten: „Wir BFV-Funktionäre sehen uns als Dienstleister und möchten – so weit möglich – die Wünsche der Vereine umsetzen.“ (mar)

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