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Sport aus Kelheim
Montag, 21. Mai 2018 25° 1

Neubeginn

Staffellauf wird zum Sechs-Stunden-Run

Die 100 Kilometer von Kelheim wandeln sich in ein neues Format – und keiner muss mehr die Monsterdistanz voll machen.
Von Martin Rutrecht

Die „Sechs Stunden von Kelheim“ bleiben ein Staffellauf, aber keiner muss mehr 100 Kilometer schaffen. Fotos: Pieknik

Kelheim.Die Antwort auf die wichtigste Frage fällt eindeutig aus. „Ja, den Kelheimer Staffellauf gibt es wieder. Nach der Pause in 2016, die mit der Belegung der Dreifachturnhalle durch Flüchtlinge zu tun hatte, starten wir heuer neu durch“, sagt Monika Heidler, Vorsitzende von Veranstalter run & bike Kelheim.

Der Modus wird sich aber ändern: Es gilt nicht mehr, 100 Kilometer voll zu machen. Die Teams und Solisten werden am 26. März von 9 bis 15 Uhr auf die übliche 2000-Meter-Runde geschickt. Nach den sechs Stunden werden alle Teilnehmer abgewunken. Wer die meisten Runden geschafft hat, siegt. Der Lauf heißt nun „Sechs Stunden von Kelheim“. „Er ähnelt vom Modus dem 24-Stunden-Radrennen.“

„Wenn die Letzten ins Ziel kamen, war um 18 Uhr keiner mehr da.“

Monika Heidler

Vom Ablauf her bleibt es beim Alten. „Wir wollen schon, dass der ursprüngliche 100 km-Staffellauf noch erkennbar ist“, so Heidler. Immerhin zog die Benefizveranstaltung in 2014 und 2015 rund 900 Teilnehmer in die Kreisstadt und bescherte den bedachten Organisationen und Initiativen ein schönes Spendenaufkommen. Dieser soziale Gedanke steht weiterhin über der Veranstaltung. Nach wie vor können sich Teams mit bis zu zehn Mitstreitern – auch Nord-Walking-Gruppen – sowie Einzelstarter anmelden. Bei den Mannschaften ist jeweils ein Teammitglied auf der Runde.

Weite Zeitspanne zerriss Feld

In der bisherigen Version hatten die Teilnehmer von 8 bis 18 Uhr Zeit, die 100 Kilometer (oder 50 Kilometer Walking) voll zu machen. „Diese große Zeitspanne hatte zur Folge, dass sich die Veranstaltung weit auseinander zog.“ So waren die schnellsten Teams bereits nach etwa sechs Stunden im Ziel (der Rekord aus 2014 liegt bei 5:46:51 Stunden), während sich andere bis zur Ausreizung der vollen Zeit mühten. „Zuschauer waren da längst keine mehr da, weil sich nach Ankunft der Sieger alles verlief“, erklärt die run & bike-Chefin.

Das „Armin Wolf Laufteam 1“ wird als letzter Sieger des 100-km-Staffellaufs im Jahr 2015 in die Chronik eingehen.

Selbst die Mannschaften waren gesprengt. „Wer in der Früh für ein Team seine Runden rannte, war am Nachmittag meist längst weg, wenn der letzte Kollege mutterseelenallein ins Ziel kam.“ Die Komprimierung auf sechs Stunden soll nun einen gemeinschaftlichen Abschluss ermöglichen. „Die 100 Kilometer stehen nicht mehr über dem Rennen, die besten Teams können sie trotzdem in Angriff nehmen. Aber vor allem rennen jetzt alle Mannschaften und Solisten zeitgleich um 15 Uhr über den Zielstrich und es wird ein gemeinsamer Abschluss, wo sich alle treffen und hoffentlich viel Publikum da ist.“

Danach bliebe genügend Zeit für einen gemütlichen Teil mit Ratschen und Stärkungen. „Wer am Sonntagabend gegen 18 Uhr ankam, musste schon an den nächsten Tag denken und war rasch verschwunden. Auch wir mussten uns gleich ans Abbauen machen. Das alles wird mit dem neuen Format entspannter.“

Runde um Runde sammeln

Insgesamt soll das Benefizrennen „attraktiver“ werden, bekräftigt Heidler. Die Pause in diesem Jahr habe sie zum Nachdenken gebracht, aber ein Aus des Rennen sei nie erwogen worden. „Vielleicht treten noch mehr Teams an, weil nicht diese Marke von 100 Kilometern wie ein Muss über den Teilnehmern schwebt.“

„Eine Entlastung für die Helfer ist es auch. Wir mussten in drei Schichten arbeiten.“

Monika Heidler

Nunmehr gelte es einfach, Runde für Runde zu sammeln. „Und wenn am Schluss 24 Runden stehen, sind es 48 Kilometer. Keiner muss mehr enttäuscht sein, weil er um zwei, drei Schleifen den 100er verpasst hat.“ Die Strecke über die Tartanbahn des Kelheimer Stadions und auf umliegenden Fußwegen wird beibehalten.

Der Neubeginn trägt auch zur Entlastung der Helfer bei. „Die ersten Mitstreiter mussten um 6 Uhr da sein, wir haben mit drei Schichten bis 19 Uhr gearbeitet. Jetzt kommen wir mit zwei aus.“ An die 50 Helfer braucht das Rennen. Auch bei sechs Stunden bleiben sie gefordert, können aber am Schluss ein wenig mitfeiern.

Zur Anmeldung geht es hier.

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Von Solisten bis Zehner-Teams

  • Teilnahme:

    Die Wertungen gliedern sich nach Einzelläufer/-walkern sowie Zweier- bis Vierer-Teams und Fünfer- bis Zehner-Mannschaften. Man kann also auch zu zweit eine Truppe stellen, zehn Aktive ist das Maximum.

  • Spenden:

    Wie bisher auch fließen die Startgelder (abzüglich der Veranstalterkosten) an gute Zwecke. Der Erlös 2017 geht zu je einem Drittel an die BRK-Bereitschaft Kelheim, an Charivari-Einzelschicksale und die run & bike-Jugend.

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