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Vorrunde

Süd-Gipfel in Judo-Bundesliga

Der TSV Abensberg tritt am Samstag bei KSV Esslingen an. Der Sieger darf die Titel-Entscheidung im November ausrichten.

Der Olympia-Bronzemedaillengewinner Andreas Tölzer (in blau) reist im Zuge seiner „aktiven Regeneration“ mit nach Esslingen und steht für einen allfälligen Einsatz bereit. Foto: dpa

Abensberg.Der Deutsche Meister von 2011 tritt beim Vizemeister an. Die Judo-Bundesliga-Vorrunde erlebt am Samstag, 18 Uhr, die Wiederauflage des Finales aus dem Vorjahr, der TSV Abensberg reist zum KSV Esslingen. Weniger die Erinnerung zählt, mehr steht in der Gegenwart auf dem Spiel. Die beiden führenden Teams der Süd-Gruppe kämpfen um Rang eins. Der Sieger dieser Staffel darf am Ende der Saison die Bundesliga-Entscheidung ausrichten, vorausgesetzt man schafft einen Viertelfinalsieg gegen den Vierten der Nord-Gruppe.

„Ich denke, beide Mannschaften schielen auf die Rolle als Ausrichter“, sagt Abensbergs Cheftrainer Radu Ivan. Der deutsche Rekordmeister würde das Aufeinandertreffen der vier Halbfinalisten gerne wieder mal an die Abens bringen. Ende November wird es zu diesem Showdown kommen. Das Viertelfinale (6. und 20. Oktober) besteht nach einer Neuordnung der Bundesliga aus Hin- und Rückkampf.

Nach dem überzeugenden 10:2-Sieg beim JC Leipzig und dem zeitgleichen 5:5 der Esslinger beim JC Ettlingen hat Abensberg in der Tabelle mit sechs Zähler die Nase vorne. Die Gastgeber vom Samstag liegen aber nur ein Pünktchen zurück, ein Heimerfolg würde also den KSV in Vorlage bringen. Der letzte Kampftag am 22. September mit Auftritten gegen JC Wiesbaden sowie Leipzig dürfte für beide Teams keine hohe Hürde sein.

Die Gretchenfrage für die Babonen ist einmal mehr: Wie stellt sich der Gegner auf? „Mittlerweile wage ich keine Prognosen mehr. Wir hoffen oft auf Kontrahenten auf Augenhöhe, leider steht oft ein mittelmäßig besetztes Team auf der Matte“, klagt der TSV-Trainer. „Vielleicht erleben wir in Esslingen eine positive Überraschung.“

Der Gastgeber erklärt die Abensberger in seiner Vorschau „zum unangefochtenen Favoriten“ und lobt auch die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des TSV. Verbale Spitzen à la Leipzig sind den Esslingern also fremd. Was der Kraftsportverein (KSV) zu leisten vermag, zeigte er im Halbfinale des Vorjahres, als er UJKC Potsdam nach großem Kampf niederrang.

An guten Judoka mangelt es den Hausherren nicht. Einige deutsche Kader-Athleten stehen auf der Liste. René Schneider, Michael Pinske, Niklas Ebert, Boris Trupka und Helge Molt waren Punktgaranten bei den bisherigen Einsätzen. Vor Wochenfrist bot Esslingen auch den Georgier Varlam Liparteliani (90 kg) auf, mit dem Radu Ivan auch diesmal rechnet. Stößt noch der eine oder andere Ausländer beim KSV hinzu, könnte es eine enge Begegnung werden.

Wie das Aufgebot auch aussieht, Abensberg weiß sich allemal zu wehren. Das TSV-Team ist gegenüber der Vorwoche in Leipzig praktisch unverändert. Die Armenier Hovhannes Davtyan und Armen Nazaryan werden wieder die Leichtgewichte Philip Graf und Sebastian Seidl unterstützen, wobei die beiden Eigengewächse bei den Sachsen einen sehr starken Eindruck hinterließen.

Gehofft hatte der Rekordmeister auch auf einen Einsatz von Gerhard Zeitler, doch er ist noch durch eine Entzündung in der Schulter beeinträchtigt. Alleinunterhalter Fabian Seidlmeier bekommt bis 73 kg Beistand von Stefan Kneitinger, der zumindest über die Waage geht.

Ab der 81 kg-Kategorie aufwärts ist der Gast bestens bestückt. Sven Maresch, Robert Dumke, Florian Germroth, der Olympia-Dritte Dimitri Peters sowie Dominik Gerzer nehmen es mit jedem auf. Schwergewichtler Andreas Tölzer, wie Peters Dritter in London, fährt als mobile Reserve mit. „Sollten wir in Schwierigkeiten geraten, wird er helfen“, weiß Abensbergs Chefcoach. „Es sollte auch in Esslingen nichts anbrennen“, so Ivan, „ich würde mir im Duell Zweiter gegen Ersten gute Kämpfe und einen spannenden Vergleich wünschen.“ Die Babonen reisen am Samstag, 11 Uhr, bei der Josef-Stanglmeier-Halle ab. (mar)

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