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Titelkampf

SV Kelheim-Gmünd scheidet vorzeitig aus

Der dreifache Deutsche Meister scheitert im Viertelfinale des Bundesliga-Endturniers nach einem Kampf auf hohem Niveau.
Von Alexander Roloff

Monika Karsch musste mit dem SV Kelheim-Gmünd sich im Bundesliga-Finalturnier dem SV 1935 Kriftel beugen. Foto: Felix Kaestle/dpa
Monika Karsch musste mit dem SV Kelheim-Gmünd sich im Bundesliga-Finalturnier dem SV 1935 Kriftel beugen. Foto: Felix Kaestle/dpa

Kelheim.Der Traum vom vierten Bundesliga-Titelgewinn war für die Luftpistolenschützen vom SV Kelheim-Gmünd schnell ausgeträumt. Beim Finalturnier in Paderborn mussten sich die Champions von 2009, 2015 und 2017 bereits in der ersten Runde geschlagen geben.

Für die Truppe um Olympiazweite Monika Karsch war am Samstag nicht mehr als das 1:3 gegen SV 1935 Kriftel, den Meister der Bundesliga Nord, drin. Das fünfte Duell zwischen Karsch und Dominik Sänger wurde beim Stand von 380:380 Ringen mit einem Remis gewertet. Auf ein finales Stechen wurde verzichtet, weil die Gmünder Niederlage zu diesem Zeitpunkt nach drei verlorenen Matches bereits fix war. Den einzigen Teampunkt steuerte Philipp Grimm, der zwischenzeitlich auf 1:0 gestellt hatte, für die Gmünder bei.

Anfangs sah es sogar besser für uns aus.

Tobias Gedler

„Obwohl wir als Tabellenvierter aus der Bundesliga Süd gegen den Spitzenreiter der Staffel Nord angetreten sind, zeichnete sich vorab kein Favorit ab“, sagte Tobias Gedler, stellvertretender Teammanager, nach der Niederlage.

Die Begegnung sei auch lange Zeit auf Augenhöhe ausgetragen worden. „Anfangs sah es sogar besser für uns aus“, meinte Gedler. „Leider ist die Partie in der zweiten Hälfte gekippt.“ Trotz gutem Start kämpfte der dreifache Deutsche Meister SV Kelheim-Gmünd nach knapp 20 Minuten gegen eine prognostizierte 2:3-Niederlage an.

Zunächst leichte Vorteile

Mit Blick auf die Ergebnisse des ersten Durchgangs durften sich die SV-Lustpistolenschützen berechtigte Hoffnungen auf den Viertefinal-Erfolg machen. Im Spitzenduell hatte Gmünds Damir Mikec gegen Olympiasieger Christian Reitz hauchdünn die Nase vorne (98:97). Auf Position zwei kämpfte Grimm gegen Mathias Putzmann (95:95) auf Augenhöhe. Karsch hatte die erste Runde gegen Sänger mit leichtem Vorteil für sich (96:94) beendet.

Lediglich auf Position vier ging der erste Durchgang an Kriftel. Hier hatte Christoph Schultheiß gegen Beat Bartkow-Kwiatkowska mit Problemen zu kämpfen (93:95). Auf Position fünf hatte Carina Wimmer zwei Punkte gegen Aaron Sauter gutgemacht (92:90).

Im zweiten Durchgang drehte sich das Blatt. Olympiasieger Reitz drückte mit hohem Tempo ein Zehn nach der anderen durch. Mikec schoss bedächtiger, konnte das Top-Niveau seines Kontrahenten aber nicht ganz halten und gab den Durchgang mit 97:99 ab.

In große Nöte geriet Monika Karsch, die sich auf Position drei eine 90er-Runde leistete und nicht mit der „97“ von Sänger mithalten konnte. Schultheiß hielt auf vier sein Niveau, musste aber seinen Gegner um einen weiteren Ring ziehen lassen (94:95).

Die Luftpistolenschützen vom dreifachen Deutschen Meister SV Kelheim-Gmünd (rechts, blau-weiß) unterlagen im Bundesliga-Finale 2019 dem SV Kriftel mit 1:3. Foto: Florian Markl
Die Luftpistolenschützen vom dreifachen Deutschen Meister SV Kelheim-Gmünd (rechts, blau-weiß) unterlagen im Bundesliga-Finale 2019 dem SV Kriftel mit 1:3. Foto: Florian Markl

Auf Position fünf steigerte sich Carina Wimmer auf 94 Ringe. Gegner Sauter haute aber eine „97“ raus und ging in Führung. Während sich in diesen vier Fights nach Ende des zweiten Durchgangs jeweils Punktgewinne für Kriftel abzeichneten, distanzierte Grimm seinen Gegner mit 98:91 deutlich. Grimm blieb auch in den letzten beiden Durchgängen eine Bank.

Mit einer 95er- und einer 92-Runde machte er einen weiteren Zähler gut und notierte mit 380:372 den ersten Punktgewinn für Kelheim-Gmünd. „Philipp hat seine gute Form aus der Vorrunde bestätigt und den sicheren Punkt eingefahren“, so Gedler.

Am Ende reichte es nicht

Auf eins bot Reitz weiterhin kaum Angriffsfläche für Mikec und setzte sich mit 392:391 zum zwischenzeitlichen 1:1 durch. Schultheiß konnte seinem Gegner im dritten Durchgang einen Punkt abknabbern (95:94), kam in der Schlussrunde aber nicht an Bartkow-Kwiatkowska (94:96) vorbei und gab sein Match mit 376:380 ab.

Wimmer hätte für ein Stechen einen Ring im letzten Durchgang aufholen müssen, doch Sauter setzte sich mit 96:92 durch und schrieb mit 375:370 den siegbringenden Punkt. Die Aufholjagd von Karsch zum 380:380 war damit Ergebniskosmetik.

Turnierverlauf

  • Halbfinale:

    In der Vorschlussrunde musste sich SV Kriftel der SGi Ludwigsburg mit 2:3 geschlagen geben. Braunschweiger SG setzte sich mit 3:2 gegen SV Waldkirch durch.

  • Finale:

    Im Schießen um den deutschen Titel behielt Ludwigsburg, Tabellenzweiter der Staffel Süd, mit 4:1 gegen Braunschweig, Tabellenzweiter der Staffel Nord, die Oberhand. Dritter wurde SV Kriftel.

„Mit der Gesamtringzahl von 1897:1899 fand das enge Duell gegen Kriftel auf hohem Niveau statt. Niemand braucht sich einen Vorwurf zu machen, daher lassen wir die Köpfe nicht hängen und werden wieder neu angreifen“, erklärte Gedler.

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