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„T-Rex“ visiert das WM-Halbfinale an

Michi Unterbuchner kann Vorjahreserfolg wiederholen – wenn er am Freitag einen Niederländer bezwingt. „Ich gebe mein Bestes.“
Von Martin Rutrecht

Michael Unterbuchner liegt bei der WM auf Erfolgskurs. Foto: Evert Zomer
Michael Unterbuchner liegt bei der WM auf Erfolgskurs. Foto: Evert Zomer

Kelheim.Noch ein Schritt und Michael Unterbuchner vom Bundesligisten Black Birds Kelheim steht bei der Darts-WM der BDO wie vor Jahresfrist im Halbfinale. Am Freitag muss „T-Rex“ dazu in der Nachmittagssession den Niederländer Willem Mandigers bezwingen. Nach einem souveränen Auftritt im Achtelfinale steigen die Buchmacherzahlen für den Bayern.

Nach wie vor gibt der 30-jährige Unterbuchner rund um die Weltmeisterschaft der British Darts Organisation (BDO) in der Nähe von London nur spärlich Interviews. „Ich möchte weiterhin meine Ruhe und schaue fokussiert von Spiel zu Spiel“, erklärte er gegenüber der MZ.

Sein Spiel wird immer besser

Im Achtelfinale am Mittwoch hatte er den Waliser Wayne Warren mit 4:0 Legs förmlich zerrupft. „Ich habe meine Leistung gegenüber dem Auftaktmatch deutlich verbessert“, sagte er auf der Lakeside-Bühne in Frimley Green. Der Konkurrent gestand auch ein: „Michael hat stark gespielt. Aber ich bin enttäuscht über mich selbst, ich habe überhaupt nicht zu meiner Leistung gefunden.“

Hier sehen Sie ein Interview (in Englisch) mit Michael Unterbuchner nach seinem Achtelfinalerfolg:

Bei seinem Erstrunden-Auftritt hatte der 56-Jährige noch mit einem beeindruckenden 97er-Schnitt (Punkte für eine Aufnahme mit drei Darts) geglänzt und schien eine echte Herausforderung für „T-Rex“ zu werden. Doch der Kelheimer Darter hielt sich nicht mit den Bestwerten seines Rivalen auf, sondern zog sein Spiel durch. Mit einem Schnitt von 91,5 Punkten rief er eine deutlich bessere Darbietung als zum WM-Start ab. Bei den Check- und Double-Outs (die ein Spiel beenden) zählt „Mikael Unterbukkner“, so die Briten, bislang zu den Spitzenakteuren bei dieser Weltmeisterschaft.

Weltranglisten-Erster scheitert überraschend

Insofern ist ihm auch vor dem nächsten Gegner Willem Mandigers nicht bange. „Ich habe ihn schon auf einigen Videos studiert.“ Der 29-jährige Niederländer ist bei der WM als Nummer 13 gereiht, Unterbuchner als fünf. Mandigers 4:2-Achtelfinalerfolg gegen seinen an vier gesetzten Landsmann Wesley Harms war eine Überraschung und zeigte das Potenzial des „T-Rex“-Kontrahenten. „Es wird ein hartes Match. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben“, blickt der Landsberger auf die Begegnung in der Nachmittagsrunde am Freitag ab 14 Uhr.

Sollte Unterbuchner den Halbfinal-Einzug schaffen, stünde er auf der gleichen Ebene wie im Vorjahr, wo er in der Vorschlussrunde am Weltranglisten-Ersten Mark McGeeney scheiterte – der am Mittwoch im Achtelfinale unerwartet rausflog. „Letztes Jahr war ich ein Underdog, heuer stehe ich mehr im Rampenlicht“, weiß „T-Rex“, dass es nicht leichter wird auf dem Weg zum möglichen WM-Coup.

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