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Kelheim

Tennis-Bezirk vor ungewisser Zukunft

Der Tennisbezirk Niederbayern steht auf einer grundsoliden Basis. Dennoch könnte sich bald einiges ändern.

Der Bezirksvorsitzende Karl Dinzinger sieht den Tennisbezirk vor große Herausforderungen gestellt.  Foto: Josef Boxberger
Der Bezirksvorsitzende Karl Dinzinger sieht den Tennisbezirk vor große Herausforderungen gestellt. Foto: Josef Boxberger

Kelheim.Der Tennisbezirk Niederbayern steht auf einer grundsoliden Basis und hat entgegen dem allgemeinen Trend Zuwächse bei Mitglieder- und Mannschaftszahlen und einen Überschuss bei den Finanzen aufzuweisen. Das war das Fazit des Bezirkstags, der noch vor den Ausgangs- und Versammlungsbeschränkungen durch die Corona-Krise in der Stadthalle Landau stattfand. Dennoch stehe der Tennisbezirk vor einer ungewissen Zukunft, erläuterte der Bezirksvorsitzende Karl Dinzinger, denn der Bayerische Tennis-Verband plane eine grundlegende Strukturreform, auf die er am Ende der Veranstaltung näher einging.

Dinzinger begrüßte zunächst die Delegierten von 70 Vereinen und den Ehrenvorsitzenden des Bezirks, Georg Kammerer. Dass der Tennissport in Niederbayern bestens aufgehoben ist, konnte er mit einigen „schwarzen Zahlen“ belegen: 1,6 Prozent mehr Mitglieder gegenüber dem Vorjahr, ein Zuwachs von mehr als 60 auf nunmehr 1655 Mannschaften und ein Überschuss von 10000 Euro im Finanzjahr 2019. Dinzinger ging auf Erfolge niederbayerischer Tennisspieler ein, hob die Bedeutung der Talentsichtung hervor und dankte den Vereinsvertretern für ihre ehrenamtliche Arbeit, die für Bezirk und Verband unverzichtbar sei.

Manfred Mayer, Bezirksvorstandsmitglied für Finanzen, erläuterte ausführlich die erfreuliche finanzielle Situation des Bezirks. Der Vereinsberater des BTV, Marco Kummer, ermunterte die Vereine, die vielfältigen Angebote des Bayerischen Tennis-Verbands zur Mitgliedergewinnung und zur Optimierung der Vereinsarbeit wahrzunehmen. Georg Kammerer schlug der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft aufgrund ihrer geleisteten Arbeit vor, die auch einstimmig erteilt wurde.

Für ihre jahrelange, ehrenamtliche Tätigkeit für den Tennisbezirk wurden vier Persönlichkeiten geehrt: Gudrun Peinze-Keller, Bezirksreferentin für Schiedsrichterwesen, Manfred Mayer, Schatzmeister und stellvertretender Bezirksvorsitzender, sowie Karl Zitzlsperger, Spielleiter, erhielten die Ehrennadel mit silbernem Kranz und Bernhard Mundani, Spielleiter und stellvertretender Bezirkssportwart die Ehrennadel. Bezirksadministrator Wolfgang Burkhardt gab in seinem Ausblick auf die Saison 2020 wichtige Tipps und Infos.

Abschließend ging Dinzinger nochmal auf die geplante Strukturreform ein. Um den Verband in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, Menschen für ehrenamtliche Funktionen zu finden, zukunftsfähig zu machen, sollen Verwaltungseinheiten vergrößert und Tätigkeiten vom Ehrenamt auf das Hauptamt verlagert werden. Dazu sollen statt der bisherigen sieben Bezirke zwei Regionen Süd- und Nordbayern geschaffen werden. Verband und Bezirk werden in den kommenden Wochen fortlaufend darüber informieren. Dinzinger forderte die Vereinsvertreter auf, sich ihre Meinung zu diesem Thema unvoreingenommen zu bilden und beim Verbandstag am 28. November 2020 in Bad Gögging mitzudiskutieren und zu entscheiden.

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