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Fussball

Torsten Holm verlängert seinen Vertrag

Ex-Profi vom SSV Jahn Regensburg bleibt Trainer beim TSV Bad Abbach. „Wir sind eine familiäre Runde, das ist mir wichtig.“
Von Alexander Roloff

Trainer Torsten Holm (links) und Sportlicher Leiter Dietmar Beyer (rechts) setzen ihre Zusammenarbeit in der sportlichen Leitung des TSV Bad Abbach fort. Foto: Roloff
Trainer Torsten Holm (links) und Sportlicher Leiter Dietmar Beyer (rechts) setzen ihre Zusammenarbeit in der sportlichen Leitung des TSV Bad Abbach fort. Foto: Roloff

Bad Abbach.„Über dem Strich landen“, war das erklärte Ziel von Torsten Holm, als er im vergangenen Sommer das Traineramt bei Fußball-Landeligist TSV Bad Abbach übernahm. Den Kickern von der Freizeitinsel steckte noch der harte Kampf um den Klassenerhalt in den Beinen. Zudem suchten sich kurzfristig fünf Spieler neue Herausforderungen. Erfolgstrainer Holm, der in den letzten zehn Jahren als Trainer- und Spielertrainer sechs Meistertitel holte, blieb nichts anderes übrig, als eine defensive Strategie auszugeben.

Gemeinsam mit Bad Abbachs sportlichem Leiter Dietmar Beyer stellte sich der 46-Jährige der für ihn eher ungewohnten Mission des Klassenerhalts. Bis zur Winterpause haben die beiden Macher die Mannschaft mit 36 Punkten und Platz sieben auf den besten Weg gebracht, die gesteckte Aufgabe sogar mit Bravour zu erfüllen. „Ich bin schon einige Jahre beim TSV Bad Abbach tätig“, sagt Sportlicher Leiter Dietmar Beyer. „Aber eine derart überragende Punktzahl ist mir zu diesem Zeitpunkt nicht in Erinnerung.“

Die Erfahrungen als Profi zeichnen Torsten aus.

Dietmar Beyer

Beinahe selbstverständlich habe er sich daher mit dem Coach in Verbindung gesetzt, um den Vertrag über die Saison hinaus zu verlängern. „Seine Erfahrungen als Profi zeichnen Torsten aus. Er bringt die nötige Gelassenheit ein und weiß, wann er Zügel lockern kann oder anziehen muss“, lobt Beyer, der Holm im Mai vergangenen Jahres verpflichtet hat, das Gespür des neuen Abbacher Übungsleiters für die Situationen.

Eine der ersten Amtshandlungen von Bad Abbachs sportlichem Leiter Dietmar Beyer war die Verpflichtung von Trainer Torsten Holm. Foto: Roloff
Eine der ersten Amtshandlungen von Bad Abbachs sportlichem Leiter Dietmar Beyer war die Verpflichtung von Trainer Torsten Holm. Foto: Roloff

Die Vertragsverlängerung mit Holm sei schlichtweg als ein Glücksfall für den TSV Bad Abbach zu werten. „Er ist ein Typ, der sich voll mit Mannschaft und Verein identifiziert und sich immer einbringt.“ Der Coach betont, dass er sich beim TSV Bad Abbach bestens aufgehoben fühle. „Wir sind eine familiäre Runde, das ist mir wichtig.“

Das Zusammenspiel stimmt

Bei seinen früheren Stationen habe er weniger Wert auf ein harmonisches Umfeld gelegt. „Das hat sich geändert, hier fühle ich mich wohl. Die Zusammenarbeit mit Spielern und Vereinsverantwortlichen passt. Und natürlich macht es Spaß, die Truppe zu trainieren“, begründet Holm seine Entscheidung, die Kicker von der Freizeitinsel weiterhin zu coachen.

An den Zielen für die laufende Saison hält er fest: „Wir wollen zunächst an den Leistungen anknüpfen, die wir im Herbst abgeliefert haben. Letztlich wollen wir über dem Strich stehen. Aktuell stehen wir sehr gut da, brauchen aber noch drei bis vier Siege.“

Die Restrückrunde beginnt für die Kicker von der Freizeitinsel am 2. März mit dem Auswärtsspiel beim ASV Cham. Foto: Roloff
Die Restrückrunde beginnt für die Kicker von der Freizeitinsel am 2. März mit dem Auswärtsspiel beim ASV Cham. Foto: Roloff

Vor einem möglicherweise legeren Umgang angesichts der gesicherten Mittelfeldposition warnt auch der sportliche Leiter: „Wir haben die Mannschaft darauf hingewiesen: Es darf kein Schlendrian einziehen. Wir benötigen noch sechs bis acht Zähler“, so Beyer. Der vor einem Jahr erneut mit dem Management des Teams betraute Beyer hat ebenfalls für ein weiteres Jahr verlängert. „Neben dem Job ist das natürlich eine zeitintensive und auch schwierige Tätigkeit, aber mir macht diese Arbeit, auch im Zusammenspiel mit Torsten Holm, Spaß“, sagt Beyer. „In einem Jahr schauen wir dann weiter.“

Rückkehrer Paul Samangassou ist eine wichtiger Baustein im Offensivspiel des TSV Bad Abbach. In den letzten Monaten schlossen sich vier weitere ehemalige Kräfte dem TSV an. Sportlicher Leiter Dietmar Beyer möchte seinem Konzept treu bleiben.  Foto: Roloff
Rückkehrer Paul Samangassou ist eine wichtiger Baustein im Offensivspiel des TSV Bad Abbach. In den letzten Monaten schlossen sich vier weitere ehemalige Kräfte dem TSV an. Sportlicher Leiter Dietmar Beyer möchte seinem Konzept treu bleiben. Foto: Roloff

In den nächsten Monaten werde er seine eingeschlagene Strategie weiterverfolgen und insbesondere um ehemalige Abbacher Kicker werben. „Wir wollen ehemalige Spieler, die den Verein in den letzten Jahren verlassen haben, wieder zurückholen.“

Bereits vor der laufenden Saison kehrten mit Michael Stuhlfelder, Dominik Plank und Paul Samangassou drei mit der Freizeitinsel bestens vertraute Fußballer zurück. Mit Ausklang des alten Jahres verkündete Beyer mit Dominik Huber die Verpflichtung des ehemaligen Mannschaftsführers.

Dominik Huber (am Ball) soll mit Technik und Dynamik das Offensivspiel des TSV Abd Abbach antreiben. Foto: Roloff
Dominik Huber (am Ball) soll mit Technik und Dynamik das Offensivspiel des TSV Abd Abbach antreiben. Foto: Roloff

Im Frühjahr wird mit Spyro Sisko ein weiterer Ex-Bad Abbacher wieder das Trikot des TSV überstreifen. Der 24-jährige Grieche hat seine zwölfmonatigen Wehrpflicht in Griechenland geleistet und stellt sich wieder in den Dienst des Vereins. „Spyro hat sich nach seiner Rückkehr bei mir gemeldet und wir waren uns schnell einig, dass er wieder bei uns kicken wird.“

Zwei Neue aus eigener Reihe

Fußballerisch hat sich der kopfballstarke und torgefährliche Defensivallrounder in der griechischen Bundeswehr-Nationalmannschaft fit gehalten. Aktuell laboriert er allerdings an einer Verletzung am Zeh. „Ein torgefährlicher Defensivspieler, noch dazu Linksfuß, ist Gold wert“, betont Holm.

Spyro Sisko (Bildmitte, in blau) kickte bereits eine halbe Saison für Bad Abbach. In 17 Einsätzen erzielte er fünf Treffer.  Foto: Roloff
Spyro Sisko (Bildmitte, in blau) kickte bereits eine halbe Saison für Bad Abbach. In 17 Einsätzen erzielte er fünf Treffer. Foto: Roloff

Der Trainer freut sich auch auf Dominik Huber: „Dominik ist aufgrund seiner Erfahrung und Grundtechnik eine Bereicherung für uns. Er könnte seine Rolle im offensiven Bereich finden. Wie auch alle anderen, muss er sich aber in der Vorbereitung beweisen.“ Mit Rudi Bartlick, Tobias Schlagbauer und Alexander Legler stehen drei Akteure nach langwierigen Verletzungen wieder zur Verfügung. Sorgenkind bleibt Matthias Lang. Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass Simon Sigl und Michael Stuhlfelder beruflich bedingt unter der Woche nicht mit der Mannschaft trainieren können.

TSV Bad Abbach wappnet sich fürs Derby

  • Auftakt:

    Das erste Punktspiel führt den TSV Bad Abbach zum ASV Cham. Im Hinspiel beendete der TSV mit dem 1:0-Sieg eine schwarze Serie von vier Niederlagen am Stück. „Während der Pleitenserie sind alle Verantwortlichen ruhig geblieben. Es gab keinerlei Diskussionen. Der Erfolg hat uns recht gegeben“, sagt Dietmar Beyer.

  • Vorbereitung:

    Sämtliche Testspiele werden auf Kunstrasen absolviert. Als Gegner sind TV Geiselhöring (heute, 14.30 Uhr, Oberhinkofen), ATSV Kelheim (Mittwoch, 19 Uhr, Oberhinkofen), TV Oberndorf (9. Februar, Oberhinkofen), SV Dinkelsbühl (16. Februar, Ansbach), SV Fortuna Regensburg (23. Februar, Fortuna Regensburg).

Die ganze Konzentration gilt der Vorbereitung auf eine erfolgreiche Restrückrunde. Beyer und Holm denken aber dennoch bereits über die Saison hinaus: „Es wird ein Generationenwechsel stattfinden. Wir müssen Stützen herauskristallisieren, die eine neue Führungsriege bilden“, kündigt Holm das primäre Ziel für die kommende Spielzeit an. Gut möglich, dass der Bad Abbacher Erfolg dann erneut an der Vorgabe „über dem Strich landen“ gemessen wird.

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