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Gespann

Trainer-Duo für neue Fußball-Ehe steht

Der Regensburger Marcus Willert und der Neustädter Vitello Carmelo führen die SG Wildenberg/Biburg in die Premierensaison.
Von Martin Rutrecht

SSV Biburg (in rot) und der künftige Partner TSV Wildenberg haben die Trainer für die neue SG gefunden.
SSV Biburg (in rot) und der künftige Partner TSV Wildenberg haben die Trainer für die neue SG gefunden. Foto: dck

Biburg.Die anstehende Hochzeit der beiden Vereine SSV Biburg und TSV Wildenberg wurde Mitte Januar von den Brautvätern kund getan. Die beiden Klubs laufen in der neuen Fußball-Saison als SG Wildenberg/Biburg mit gemeinsamen Teams auf. Nun stehen auch die Trauzeugen fest, die für das Wohlergehen der Spielgemeinschaft (SG) sorgen sollen. Der 41-jährige Regensburger Marcus Willert wird Chefcoach des neuen Verbundes, als Co-Trainer arbeitet Vitello Camilo (40) aus Neustadt mit.

„Mit 45 Spielern haben wir ein großes Potenzial.“

Marcus Willert

Absehbare personelle Engpässe in den kommenden Jahren haben die Kicker in Biburg und Wildenberg dazu bewogen, ab der Spielzeit 2016/17 gemeinsame Sache zu machen. In etwa 45 Spieler werden ab dem Sommer drei SG-Mannschaften bestücken. Die erste Garde könnte – sofern der SSV Biburg den Klassenerhalt noch schafft – in der Kreisklasse antreten, das zweite Team muss auf alle Fälle in einer A-Klasse beginnen. Mannschaft III wird als Reserve des ersten Teams geführt und mischt in der entsprechenden Reserveliga mit (Kreis- oder A-Klasse).

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Jeweils zwei Verantwortliche aus jedem Verein machten sich ab Anfang Januar auf die Trainersuche für den neuen Verbund. Auf Wildenberger Seite gehörten der frühere Abteilungsleiter Ludwig Seidl und sein aktueller Nachfolger Franz Stadler der Taskforce an, von Biburger Seite waren es die Abteilungsleiter Mario Förch und Ralf Kroneisen. Mit über 15 Betreuern nahm die Gruppe Kontakt auf. Den Weg zu Haupttrainer Marcus Willert öffnete aber eher der Zufall. „Ich bin auf eine entsprechende Vereinsannonce gestoßen und fand das Projekt der Spielgemeinschaft interessant“, sagt der 41-jährige Regensburger.

Die Abteilungsleiter Mario Förch (l.) und Franz Stadler (r.) präsentieren die neuen Trainer Vitello Carmelo (2. v. l) und Marcus Willert.
Die Abteilungsleiter Mario Förch (l.) und Franz Stadler (r.) präsentieren die neuen Trainer Vitello Carmelo (2. v. l) und Marcus Willert. Foto: Stadler

Schon ein erstes Treffen zeigte, „dass die Chemie stimmt“, so Willert und TSV-Abteilungsleiter Stadler. Nach nur wenigen Gesprächen war man sich einig. „Durch den Zusammenschluss entstehen viele Möglichkeiten“, sagt der neue Chefcoach, der für die Teams I und III verantwortlich zeichnet. Sollte Biburg in die A-Klasse absteigen, „ist der unmittelbare Wiederaufstieg ganz klar das Ziel“. Willert rechnet aber mit einer „Findungsphase“ in den ersten Monaten.

Das Gespann

  • Marcus Willert:

    Der 41-Jährige stieg bereits vor 20 Jahren ins Trainergeschäft ein und betreute zunächst Jugendteams. Mit dem SV Sallern sowie Fortuna Regensburg II feierte er später Aufstiege in A- sowie Kreisklasse.

  • Vitello Carmelo:

    Als Kicker spielte der heute 40-Jährige bis in die Verbandsliga und zwar für den 1. FC Saarbrücken. Im Landkreis lief er unter anderem für den TSV Neustadt und ATSV Kelheim auf. Als Trainer ist es seine erste Station.

Der 41-Jährige übte schon vor zwei Jahrzehnten bei U19- (Stadtamhof, Sallern) und U17-Teams seine ersten Traineraufgaben aus. Mit der zweiten Herren-Mannschaft des SV Sallern glückte ihm später der Meistertitel und der Aufstieg in die A-Klasse. Die letzte Trainerstation hieß SV Fortuna Regensburg II, den er 2014 in die Kreisklasse brachte. „Danach hab’ ich aufgehört und mich meinem zweiten Hobby, dem Radsport, zugewandt. Ausschau nach einem neuen Amt habe ich immer gehalten, aber ich wollte etwas machen, von dem ich richtig überzeugt bin. Das ist jetzt der Fall.“ Als Spieler war Willert für seinen Heimatverein VfR Moosthenning aktiv.

Als Kicker bis in der Verbandsliga

Seinen neuen Kompagnon Vitello Carmelo, der vor allem viel Erfahrung als Spieler einbringt, hatte Wildenbergs früherer Abteilungsleiter Seidl in seinem „Trainerbuch“ stehen. Der 40-jährige Carmelo machte sich im Landkreis Kelheim vor allem als Kicker bei FSV Sandharlanden, ATSV Kelheim und TSV Neustadt – dort aktuell noch in der AH – einen Namen. Höhere Fußballluft schnupperte der Neustädter mit dem 1. FC Saarbrücken in der Verbandsliga im Saarland. „Er hat auch mal bei uns gespielt“, erinnert sich Wildenbergs Abteilungsleiter Stadler, „er konnte nicht oft mitmachen, aber wenn er am Platz stand, haben wir nicht verloren.“

Seit wenigen Tagen ist die Lösung mit Willert und Carmelo in trockene Tücher gewickelt. Der künftige Chefanweiser sieht in der SG Wildenberg/Biburg vor allem die Chancen: „Wir haben 45 Spieler, was ein großes Potenzial bedeutet. Wenn alle die Spielgemeinschaft als Schritt nach vorne begreifen, ist vieles möglich.“

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