MyMz

Trampolinspringerinnen gehen leer aus

Bad Abbachs junge Athletinnen landen bei den bayerischen Meisterschaften knapp neben dem Podest. Bernard Wienyk holt Silber.
Von Gabi Hueber-Lutz

Bernard Wieynk (links) turnte mit Partner Sebastian Schreck (TS Bayreuth) auf den zweiten Platz.
Bernard Wieynk (links) turnte mit Partner Sebastian Schreck (TS Bayreuth) auf den zweiten Platz. Foto: lhl

Bad Abbach.Am Ende konnten die Bad Abbacher Trampolinturner wieder lachen: Sie hatten eine schöne Veranstaltung ausgerichtet, bei der die Besten im Niederbayern-Pokal und die Bayerischen Meister im Synchronspringen ermittelt wurden und heimsten dafür viel Lob ein.

Zwischenzeitlich war der Riege um Abteilungsleiterin Nora Koschmal das Lachen gründlich vergangen. Was die Ergebnisse der eigenen Springer betraf, hatten die Trampoliturner des TSV Bad Abbach nämlich ein rabenschwarzes Wochenende erwischt: „Dreimal vierter Platz und einmal um 0,03 Punkte am Pokal vorbei, das ist ein Zucken mit der großen Zeh“. Es war zum Haareraufen.

Knapp am Podium vorbei

Auch als die Bad Abbacher auf den Zuschauerrängen in der Manglkammer-Halle schon die Arme hochrissen, weil zwei der Mädchen im Synchronspringen so richtig gut waren, währte die Freude nicht lange. „Da waren zwei verschiedene Saltos dabei“, versetzte die frühere Springerin Anja Baumeister der Begeisterung einen großen Dämpfer.

Kampfrichter Peter Hein bestätigte kurz darauf die Vermutung und bei den Springerinnen war erst einmal Trösten angesagt. Des einen Leid, des andern Freud. Die Mädchen der anderen Vereine wussten, dass eine starke Konkurrenz um den Titel weniger unterwegs war. Freude ja, Schadenfreude nein. Denn jeder weiß, wie schnell solch ein Fehler passiert. Das Ende des Synchronspringens wurde für die Gastgeber dann doch noch ein wenig versöhnlich: Urgestein Bernard Wieynk belegte gemeinsam mit seinem Kollegen Sebastian Schreck vom TS Bayreuth einen zweiten Platz.

Organisator holt den Vizetitel

Er hatte als stellvertretender Abteilungsleiter die Veranstaltung federführend organisiert und freute sich, dass alles gut und ohne Verletzungen über die Bühne gegangen war. 93 Springerinnen und Springer aus 13 Vereinen hatten am Niederbayer-Pokal teilgenommen und 26 Paare am Synchronspringen. Über 50 Springer hatten dabei gleich in der Turnhalle übernachtet. Auch Nora Koschmal war mit „ihren“ Turnerinnen nicht unzufrieden. Sie hatten sich intensiv vorbereitet und überwiegend wirklich gut geturnt. Aber das Feld der Konkurrenz sei in diesem Jahr eben auch richtig gut gewesen und zum Teil sehr breit. Bei den elf- bis vierzehnjährigen Mädchen traten zum Beispiel 38 Springerinnen an. So gesehen ist der vierte Platz, den Katharina Liebl vom TSV Bad Abbach belegte, ein wirklich guter Platz, aber halt der undankbare vierte.

Knifflige Schiedssprüche

Im Synchronspringen kam es nicht nur auf die möglichst perfekte Ausführung einer Übung an, sondern maßgeblich auch auf die Gleichzeitigkeit.Für die Zuschauer ist das attraktiv, denn sie sehen sofort, wenn etwas schiefläuft. Teilweise klappte die Synchronität richtig gut, teilweise waren die beiden Springer ordentlich weit auseinander im Bewegungsablauf. Am Tisch der Wettkampfrichter wurde nicht nur einmal darüber entschieden, ob ein Element überhaupt noch als synchron gesprungen gewertet werden konnte.

Am Ende der beiden Veranstaltungen verabschiedete sich die Trampolin-Familie herzlich voneinander. Für die Bad Abbacher heißt es nach vorne schauen zur Deutsche Meisterschaft im November. Dort wird nach langer Zeit ein Mädchenteam vertreten sein.

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht