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Triathlon

Triathlon-Team stürmt eine Klasse höher

run & bike Kelheim mischt in der Regionalliga mit. Team baut auf die Jugend, aber auch die Chefs packen mit voller Kraft an.
Von Alexander Roloff

Martin Huber (vorne.) und Ferdinand Reichmann (hinten.) laufen für run & bike Kelheim. Foto: Schien
Martin Huber (vorne.) und Ferdinand Reichmann (hinten.) laufen für run & bike Kelheim. Foto: Schien

Kelheim.Mit dem Triathlon in Weiden beginnt für die Mitglieder vom Triathlon-Team run & bike Kelheim am 18. Mai eine neue Zeitrechnung: Schwamm, radelte und lief die Truppe im Vorjahr als Aufsteiger noch zum Klassenerhalt in der Bayernliga, dürfen sich die Athleten heuer eine Klasse höher in der Regionalliga messen. Diesen Umstand hat run & bike Kelheim einem Umbruch in Bayerns höchster Triathlon-Liga zu verdanken: Gleich mehrere Teams meldeten sich zur neuen Saison ab.

Auch der benachbarte Verein Tristar Regensburg zog sich zurück. Weil die ursprüngliche Ligenstärke von 15 Mannschaften beibehalten werden sollte, durften mehr als die üblichen beiden Aufsteiger in die Regionalliga vorrücken. „Natürlich wurden wir vom Bayerischen Triathlon Verband (BTV) gefragt, ob wir den Aufstieg wollen oder nicht“, erklärt Ferdinand Reichmann, Vorstandsmitlied von run & bike Kelheim und Teamkapitän der Triathleten. Nach einer Teambesprechung habe die Mannschaft das Angebot angenommen.

„Es wird für uns wesentlich anspruchsvoller als in der Bayernliga.“

Ferdinand Reichmann

Die Athleten von run & bike stellen sich der Herausforderung mit einer gewissen Ehrfurcht, zeigen angesichts ihres Potenzials aber keine Scheu: „In der höchsten bayerischen Liga sind Mannschaften am Start, die um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfen und auch schon Bundesliga-Erfahrung gesammelt haben. Es wird für uns wesentlich anspruchsvoller als in der Bayernliga“, so Reichmann. Zwei Mannschaften steigen ab. „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen. Damit ist unser Ziel, nicht Letzter oder Vorletzter zu werden.“ Neben dem Einbringen individueller Stärke sei auf dem Weg zum Ligaerhalt eine weitere Hürde zu meistern: „Die größte Herausforderung für unseren sehr kleinen Kader ist es, dass nun fünf Starter pro Team benötigt werden.“ In der Bayernliga war das Soll mit vier Teammitgliedern erfüllt.

Eine kleine, aber feine Truppe

Eine breite Brust mit großem Lungenvolumen wird also nicht genügen, um das Klassenziel zu erreichen. Im Vorjahr kämpften sich die Aufsteiger in der Bayernliga zum Klassenerhalt. Der Stammkader bestand mit Reichmann, Maximilian Bochenek, Martin Huber Leo Kreuzer und Thomas Schien aus fünf Athleten. Youngster Kreuzer (17) darf altersbedingt auch heuer nicht bei allen Wettbewerben starten.

Das Triathlon-Team von run & bike Kelheim mit Thomas Schien, Ferdinand Reichmann, Maximilian Bochenek und Leo Kreuzer (v.l.) kämpfte sich im Vorjahr zum Klassenerhalt in der Bayernliga. Dem kleinen, aber schlagkräftig besetzten Kader gehörte auch Martin Huber an. Mit Johannes Müller (15) greift in der Regionalliga ein weiterer Youngster an. Foto: Kreuzer
Das Triathlon-Team von run & bike Kelheim mit Thomas Schien, Ferdinand Reichmann, Maximilian Bochenek und Leo Kreuzer (v.l.) kämpfte sich im Vorjahr zum Klassenerhalt in der Bayernliga. Dem kleinen, aber schlagkräftig besetzten Kader gehörte auch Martin Huber an. Mit Johannes Müller (15) greift in der Regionalliga ein weiterer Youngster an. Foto: Kreuzer

Mit Johannes Müller rückt ein weiterer Nachwuchsathlet in den Kader. Der 15-jährige Schüler vom Donau Gymnasium Kelheim (DGK) möchte sich nach eigenem Bekunden im Ligateam etablieren und eine erfolgreiche, verletzungsfreie Saison absolvieren. Der Newcomer überzeugte in seiner bisherigen sportlichen Laufbahn mit vielen Siegen in Laufwettbewerben. Mit zwölf Stunden Training pro Woche möchte er auch im Triathlon voll durchstarten. Im Vorjahr schaffte Leo Kreuzer, ebenfalls Schüler am DGK, dieses Kunststück.

Der 17-jährige Gymnasiast Leo Kreuzer greift als bayerischer Duathlon-Vizemeister der Jugend A in der Regionalliga an. Foto: Kreuzer
Der 17-jährige Gymnasiast Leo Kreuzer greift als bayerischer Duathlon-Vizemeister der Jugend A in der Regionalliga an. Foto: Kreuzer

Von seinen Mitstreitern als „Trainingsviech und Leistungsträger“ geschätzt, feilt der 17-Jährige (16 Trainingsstunden pro Woche) intensiv an seinen Qualitäten. Er möchte „so schnell werden, wie es mein Körper zulässt“. Heuer holte sich Kreuzer bereits den bayerischen Vizetitel im Duathlon der Jugend A. Maximilian Bochenek verleiht dem Team als interner „Stylebeauftragter“ den besonderen Schliff. Der 26-jährige Ingenieur investiert sieben bis zehn Trainingsstunden pro Woche.

Maximilian Bochenek peilt mit run & bike den Klassenerhalt an. Foto: Bochenek
Maximilian Bochenek peilt mit run & bike den Klassenerhalt an. Foto: Bochenek

Der Klassenerhalt „und in den nächsten Jahren mal ein Triathlon über die Halbdistanz“ sind seine Ziele.

Ähnliche Ambitionen pflegt auch der 34-jährige Routinier Martin Huber. Der Diplom-Finanzwirt stellt seine Fähigkeiten voll in den Dienst der Mannschaft und möchte sich darüber hinaus an einem Quadrathlon (Triathlon erweitert um die Disziplin Kanufahren) probieren.

Führungsriege schont sich nicht

Die Mannschaft wird durch zwei Sportler komplettiert, die sich auch an vorderster Stelle im Ehrenamt um das Wohl des Vereins kümmern. Ferdinand Reichmann und Thomas Schien gehören der Vorstandsriege an.

„Die Konstellation mit zwei Vorständen im Liga-Team ist ziemlich einzigartig.“

Ferdinand Reichmann.

Das Duo verleiht der Truppe mit Erfahrung und Athletik weitere Dynamik. „Die Besonderheit unseres Teams ist, dass wir alle aus der Gegend kommen und aktiv im Verein tätig sind. Mit Thomas Schien und mir sind auch zwei der Vereinsvorstände im Kader. Diese Konstellation mit zwei Vorständen im Liga-Team ist ziemlich einzigartig“, erklärt Reichmann.

2016 feierte Ferdinand Reichmann seine Premiere bei der Challenge Roth. Aktuell bereitet sich der Vorstand von run & bike für sein Comeback in Roth vor. Der Wettkampf mit stimmungsvoller Atmosphäre findet am 9. Juli statt.  Foto: Reichmann
2016 feierte Ferdinand Reichmann seine Premiere bei der Challenge Roth. Aktuell bereitet sich der Vorstand von run & bike für sein Comeback in Roth vor. Der Wettkampf mit stimmungsvoller Atmosphäre findet am 9. Juli statt. Foto: Reichmann

Der 37-Bankfachwirt möchte sich bestmöglich in der Liga einbringen, plant heuer aber eine Teilnahme an der Challenge Roth. Er leistet 15 bis 20 Trainingsstunden pro Woche. Der 23-jährige Schien fühlt sich als Sprintspezialist auf den kürzeren Distanzen wohler. Mit sieben Trainingsstunden pro Woche liegt sein Hauptaugenmerk auf den Wettkämpfen mit dem Team run & bike in der Regionalliga.

Thomas Schien strampelt sich für das Team, aber auch in der Vereinsführung zum Wohl von run & bike Kelheim ab. Foto: Kreuzer
Thomas Schien strampelt sich für das Team, aber auch in der Vereinsführung zum Wohl von run & bike Kelheim ab. Foto: Kreuzer

Am 18. Mai nehmen voraussichtlich Schien, Kreuzer, Müller, Bochenek und Huber das Rennen in Weiden in Angriff. Dem Supersprint mit Mannschaftsverfolgung folgt der Mannschaftstriathlon in Lauingen (15. Juni). Nach der Sprintdistanz in Trebgast (30. Juni), ist die Kurzdistanz in Schongau (21. Juli) zu absolvieren.

Das Finale bildet der Mannschaftstriathlon in Beilngries. „In Topbesetzung sollten wir auch in dieser Saison mithalten können“, meint Reichmann.

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