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Judo

TSV Abensberg zurück in der Königsklasse

Mit einem dritten Rang in der Europa-Liga der Vereine ist der Judo-Rekordmeister für die Champions League 2020 qualifiziert.
Von Dieter Krelle

Sebastian Seidl zählte zu Abensbergs Eurofightern, die ausnahmslos deutsche Athleten stellten. Foto: Rutrecht/Archiv
Sebastian Seidl zählte zu Abensbergs Eurofightern, die ausnahmslos deutsche Athleten stellten. Foto: Rutrecht/Archiv

Abensberg.Die Rückkehr in die europäische Judo-Elite ist dem deutschen Rekordmeister TSV Abensberg geglückt. Der mit einer rein deutschen Staffel zur Europa-Liga der Vereine angetretene siebenfache Europacup-Sieger erreichte beim Aufstiegsturnier im portugiesischen Odivelas die Bronze-Medaille in einem Weltklasse-Feld. Dem siegreich bestandenen Erstrunden-Krimi gegen die Serben von JC Radovica (3:2) ließen die Abensberger ein kräftesparendes 0:5 gegen den Titelfavoriten Edelweiß Grozny folgen. Danach zogen die Mannen von Radu Ivan in der Trostrunde kräftig an, als sie die Portugiesen von Salesianos 5:0 deklassierten und auch das Bronze-Gefecht gegen SGS Judo Sainte-Geneviève aus Frankreich mit 4:1 gewannen.

In Runde eins sorgten WM-Starter Sebastian Seidl (66 kg) mit einem Armhebel-Sieg gegen Bogdan Jakov (3:52) und Lukas Vennekold (73 kg) mit einem Schulterwurf nach 3:55 gegen Ilja Ciganovic für die nur scheinbar beruhigende 2:0-Führung. Die gaben der wieder verletzte Timo Cavelius (81 kg) mit Schulterwurf-Niederlage gegen Marco Vukucevic und Marc Odenthal gegen den auf der TSV-Kampfliste stehenden Ex-Europameister Alex Kukolji nach 2:58 aus der Hand. Doch Karl-Ricard Frey drängte den 40 Kilo schwereren Carko Zulum nach 3:56 Minuten in die Disqualifikation.

Grozny war eine Nummer zu groß

Gegen die Grozny-Staffel waren Manuel Scheibel (66 kg gegen Shakimov), Luks Vennekold (gegen Ediev), Julian Kolein (81 kg gegen Edliviev), Odenthal (gegen Said-Emi Zhambekov) und Karl-Richard Frey (gegen Zahmakhan Baskaev) absolut chancenlos. Das erinnerte schon an 1954, als der spätere Fußball-Weltmeister Deutschland die siegreichen Ungarn in die Motivationsfalle lockte. In einer solchen steckte Trostrunden-Gegner Salesianos, der mit 5:0 von der Matte gefegt wurde. Sebi Seidl fällte Joao Abreu mit einer Innensichel, David Krämer (73 kg) legte nach Wazzari-Rückstand mit Innensichel und Uchi Mata gegen Enriqe Lopes (2:53) nach. Julian Kolein war mit Schulterwurf nach 1:15 gegen Steve Casthanheira erfolgreich. Kopf frei hieß es bei Marc Odenthal nach Kopfwurf und Festhalte (1:15) und bei Karl-Richard Frey mit Festhalte nach 1:31 gegen Vasco Rampao.

Marc Odenthal (in blau) präsentierte sich in starker Form. Foto: Alois Steffl
Marc Odenthal (in blau) präsentierte sich in starker Form. Foto: Alois Steffl

Noch fehlte ein Schritt zum Bronzestück. Nur mit einer Medaille war der nächstjährige Start in der Champions League gewiss. Manuel Scheibel sorgte gegen das französische SGS Judo im Eiltempo für die 1:0-Führung. Luas Vennekold gab sein Gefecht ab. Doch Julian Kolein, Marc Odenthal und Karl-Richard Frey hievten die Abensberger mit drei Siegen in die Königsklasse 2020. Den Europa-League-Titel gewannen die Fighter Tiflis aus Georgien mit einem 3:2 gegen Sucy Judo aus Frankreich.

Lissabon verteidigt den Titel

In der „Champions League“ mit acht Top-Teams hatte am Samstag Sporting Lissabon dank seines mit drei Siegen herausragenden 90-kg-Weltmeisters Nikolaz Sherazadishvili seinen Titel verteidigt. Im Finale bezwangen die Portugiesen um 100-kg-Weltmeister Jorge Fonseca den russischen Vladimir Putin-Klub Yawara Neva Sankt Petersburg mit 3:2. Die Mannen des einst in Abensberg kämpfenden Pedro Soares feierten den Triumph euphorisch, zu dem der – wie Sherazadishvili zuletzt für KSV Esslingen in der Bundesliga kämpfende – Frank de Witt (81 kg) beitrug.

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