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Ausblick

TSV Bad Gögging sorgt für mächtig Wirbel

Der Aufsteiger kann in der Kreisklasse Kelheim den Durchmarsch packen. Zwei Kreisliga-Absteiger stecken erneut arg in Nöten.
Von Alexander Roloff

  • Der FSV Sandharlanden (in weiß) mit Trainer Andreas Stadler (rechts am Spielfeldrand) zog nach Stotterstart unwiderstehlich zum Herbstitel. Foto: Kahler
  • Schlusslicht SG Siegenburg/Train (rot-hellblau) muss sich strecken, um auf einen der beiden Relegationsplätze vorzurücken. Die Distanz zum sicheren Klassenerhalt beträgt acht Punkte. Foto: Rutrecht

Kelheim.In der Fußball-Kreisklasse Kelheim hält der FSV Sandharlanden zur Winterpause die besten Karten im Aufstiegsrennen. Mit 34 Zählern und Platz eins nach 16 Partien hatten selbst die größten Optimisten im eigenen Lager nicht gerechnet. Als weitere Überraschung ist Platz zwei TSV Bad Gögging (32 Punkte) zu werten. Der Aufsteiger wollte eine ordentliche Rolle spielen – und übertraf seine Erwartungen deutlich.

Der drittplatzierte SV Saal (29) sieht seine Position als Konsequenz eines Entwicklungsprozesses. Auf Platz vier rangiert mit dem SV Lengfeld (28) eine Mannschaft in Lauerstellung, die vor Beginn der Runde im engsten Kreis der Favoriten erwartet werden durfte.

„Keiner von uns hätte gedacht, dass wir auf Tabellenplatz eins überwintern.“

Philip Günter

Ligaprimus Sandharlanden hatte sich vorsichtige Ziele gesteckt: „Wir wollten so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Keiner hätte gedacht, dass wir auf Tabellenplatz eins überwintern“, sagt FSV-Pressewart Philip Günter. Anfangs stotterte der Motor: Dem Auftaktsieg folgten zwei Niederlagen. Dann spielte sich Sandharlanden mit einer Serie von 13 ungeschlagenen Partien an die Spitze der Liga.

Zweikampf der Kapitäne: Bad Göggings Spielführer Markus Haberl (am Ball) behauptet sich gegen Lengfelds Patrick Fordermaier (links). In der Tabelle rangiert der zweitplatzierte TSV Bad Gögging vier Zähler vor dem viertgereihten SV Lengfeld. Foto: Roloff
Zweikampf der Kapitäne: Bad Göggings Spielführer Markus Haberl (am Ball) behauptet sich gegen Lengfelds Patrick Fordermaier (links). In der Tabelle rangiert der zweitplatzierte TSV Bad Gögging vier Zähler vor dem viertgereihten SV Lengfeld. Foto: Roloff

„Es herrscht ein unglaublicher Zusammenhalt, wir haben eine überragende Trainingsbeteiligung und auch die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam ist sehr gut“, schildert Günter die Erfolgsfaktoren. Die Zielsetzung bleibt zurückhaltend: „Den Klassenerhalt so früh wie möglich sichern, alles andere ist Bonus“, meint Günter.

Am Ende der Herbstrunde fehlt der Punch

Verfolger TSV Bad Gögging liegt zwei Punkte zurück. „Wir sind mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden und absolut im Soll“, erklärt TSV-Spielertrainer Stefan Lichtenegger. „Überrascht bin ich nicht, ich habe den Burschen dieses Potenzial zugetraut.“ Aufsteiger Bad Gögging erholte sich rasch von der 6:7-Auftaktniederlage gegen SV Puttenhausen, etablierte sich in der Spitzengruppe. Am Ende der Herbstserie fehlte etwas der Punch, um bei vier Remis in fünf Partien den entscheidenden Treffer zu setzen. „In der Hinrunde hat mir unsere offensive Spielweise sehr gut gefallen. Wir waren für unsere Gegner schwer einzuschätzen“, so Lichtenegger. Für den Rest der Saison habe sich Bad Gögging vorgenommen, „weiterhin völlig unbeschwert anzugreifen“.

Der drittplatzierte SV Saal (gelb) möchte weiter erfolgreich angreifen. TSV Abensberg II (schwarz) hat sich vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsrelegation erarbeitet. Foto: Rutrecht
Der drittplatzierte SV Saal (gelb) möchte weiter erfolgreich angreifen. TSV Abensberg II (schwarz) hat sich vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsrelegation erarbeitet. Foto: Rutrecht

Der drittgereihte SV Saal legte eine positive Entwicklung hin, liegt mit aktuell drei Zählern Rückstand noch in Schlagdistanz zum Tabellenzweiten Bad Gögging.

„Das Team ist jung, aber die meisten Spieler kicken schon einige Jahre in der ersten Mannschaft“, erläutert Saals Trainer Roland Nothhaft. Nachrückende Jugendspieler hätten sich gut entwickelt. „Und wir haben einen Stürmer bekommen“, ergänzt Saals Coach: Djibril Gadjigo erzielte zwölf Treffer in 13 Partien. Ein Leader-Typ geht der Mannschaft laut Nothhaft noch ab.

SV Lengfeld in Lauerstellung

Mit dem SV Lengfeld sitzt ein Verfolger im Nacken, der vor Saisonbeginn zum engsten Kreis der Favoriten zählte. „Wir hatten Verletzungsprobleme, speziell in der Innenverteidigung“, erklärt Lengfelds Kapitän Patrick Fordermaier. Es sei noch nichts verloren, „allerdings dürfen wir nicht mehr viele Punkte abgeben“. Für den fünftgereihten SV Puttenhausen (24) scheint der Abstand zu den Topplätzen schon zu groß zu sein, um mit den torgefährlichsten Angreifern der Liga Dennis Bauer (14 Treffer) und Achim Lewandowski (13) noch in den Kampf um die beiden Topplätze eingreifen zu können.

Der SV Lengfeld (weiß) überwintert mit Platz vier in Angriffsposition. Foto: Roloff
Der SV Lengfeld (weiß) überwintert mit Platz vier in Angriffsposition. Foto: Roloff

Der siebtplatzierte Aufsteiger SG Adlhausen distanzierte sich früh von der Abstiegsregion, ließ aber Punkte gegen Teams aus dem Hinterfeld liegen. „Wir wollen mehr Stabilität in die Defensive bringen und unseren guten Weg fortsetzen“, meint Abteilungsleiter Christian Ingerl mit Blick aufs Frühjahr.

TSV Herrngiersdorf auf Trainersuche

In den Kampf um den Ligaerhalt ist Kreisliga-Absteiger SV Ihrlerstein (19 Punkte) verstrickt. Der Tabellenelfte FC Mainburg (18) verstärkt sich zur Winterpause mit Rückkehrer Christian Voinea (SV Attenhofen).

Naim Vitija, Trainer vom FC Mainburg (rechts), erlitt in der Hinrunde eine schwere Verletzung. Zur Winterpause wird Vitija die Mannschaft wieder coachen. Ab der Sommerpause übernimmt Dennis Bauer (SV Puttenhausen) beim FC Mainburg das Amt des Spielertrtainers. Foto: Wutzer
Naim Vitija, Trainer vom FC Mainburg (rechts), erlitt in der Hinrunde eine schwere Verletzung. Zur Winterpause wird Vitija die Mannschaft wieder coachen. Ab der Sommerpause übernimmt Dennis Bauer (SV Puttenhausen) beim FC Mainburg das Amt des Spielertrtainers. Foto: Wutzer

Druck bekommen Ihrlerstein und Mainburg von Absteiger TSV Herrngiersdorf, dem auf Relegationsplatz zwölf (17) ein weiterer Klassenverlust droht. „Der Saisonstart war holprig“, berichtet Herrngiersdorfs Abteilungsleiter Sebastian Danzer. Trotz großem Engagement fehlte die Konstanz. „Kleine Rückschläge brachten uns aus dem Konzept“, so Danzer. Nach der Trennung von Trainer Bernd Müller sprang Ex-Coach Stefan Offenbeck für vier Partien in die Bresche. Nach der Winterpause möchte der Verein mit einem neuen Trainer in sichere Gefilde stürmen.

Fairness-Tabelle

  • Platztausch:

    Mit 25 Gelben Karten nach 16 Partien stellt Aufsteiger TSV Bad Gögging das fairste Team der Kreisklasse Kelheim. Auf Platz zwei folgt der FSV Sandharlanden mit 31 Gelben Karten.

  • Nachzügler:

    Die beiden Schlusslichter in der Fairness-Wertung sind SV Lengfeld und SG Siegenburg/Train. Lengfeld kassierte 47 Gelbe und sechsmal Gelb-Rot, Siegenburg/Train 50 Gelbe und fünf Gelb-Rote Karten.

Für die beiden Schlusslichter TSV Sandelzhausen (11 Zähler) und SG Siegenburg/Train (10) scheint der direkte Klassenerhalt außer Reichweite. Beide Teams kämpfen um einen Platz in der Relegation.

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