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Weiterer Abensberger Judoka auf London-Kurs

Bundesliga-Athlet Dimitri Peters kann die Reise nach seinem Worldcup-Sieg in Tiflis fast buchen. Fabian Seidlmeier wird in Belgien Dritter.

Dimitri Peters (oben) könnte ein weiterer Vertreter des TSV Abensberg bei Olympia werden. Foto: Verein

Abensberg. Die zwei gewichtigsten Jungs aus dem Judo-Aufgebot des TSV Abensberg könnten für die Olympischen Spiele 2012 in London schön langsam ein Doppelzimmer buchen. Schwergewichts-Vizeweltmeister Andy Tölzer hat seinen Startplatz bereits sicher, sein Kollege Dimitri Peters aus der Klasse bis 100 kg kann seit dem Wochenende mit dem Studium der Abflugzeiten beginnen. Der 26-Jährige gewann das Worldcup-Turnier im georgischen Tiflis und verbesserte sich in der Weltrangliste nachhaltig.

Peters liefert sich mit Benjamin Behrla (SU Witten-Annen) ein nationales Rennen um das London-Ticket. Für seinen Konkurrenten war Georgien keine Reise wert: Er flog in der ersten Runde aus. Der Rotenburger Sportsoldat nutzte seine Chance. Gegen Rakmik Tonoyan aus der Ukraine und auch den Marokkaner Mahomed Aonidate Sidi hatte Peters keine Mühe und gewann vorzeitig.

Vier von fünf Erfolgen vor der Zeit

Im Kampf um den Halbfinal-Einzug wartete mit dem früheren U 20-Europameister und WM-Siebten von 2010, Elmar Gasimov aus Aserbaidschan, ein härterer Brocken. Der Abensberger Athlet brachte eine mittlere Wertung über die Zeit und stand so in der Vorschlussrunde. Dort sowie im Finale beherrschte der 26-Jährige die beiden georgischen Nationalkaderkämpfer Irakli Koblianidze sowie Soso Mskhaladze eindrucksvoll. Beide brachte er mit Ippon vorzeitig zur Strecke. Lohn waren der Turniersieg sowie 100 Punkte für die Weltrangliste. Sie bestimmt im Judo die Olympia-Startplätze. Dimitri Peters dürfte von Platz 24 auf Rang 19 hoch klettern. Die besten 22 Athleten in diesem Ranking fahren nach London, aus jeder Nation allerdings nur einer, was den TSV-Judoka de facto auf Platz 16 befördert.

Olympiasieger von 2004 ist zurück

Bemerkenswert in Tiflis war das Comeback von Olympiasieger Zurab Zviadauri, der vor seinem vermeintlichen Karriereende beim TSV Abensberg auf der Liste stand. Nun, nach rund drei Jahren Auszeit, kehrte der 30-jährige Goldmedaillengewinner von Athen 2004 wieder auf die Matte zurück. Er gewann unter anderem gegen seinen früheren Abensberger Vereinskollegen David Alarza, verlor das Poolfinale, holte sich aber über die Trostrunde noch den dritten Rang. Auch beim TSV steht der Weltklassemann wieder im Aufgebot.

Bei einem weiteren internationalen Turnier, den Belgian Open in Visé, bestätigte Fabian Seidlmeier seinen dritten Rang aus dem Vorjahr und wurde in der Gewichtsklasse bis 73 kg erneut Dritter. Nachdem er in seinem Auftaktkampf gegen den späteren Turniersieger Gouillaume Chaine in der Verlängerung unterlag, steigerte sich der St. Johanner mit jeder Begegnung und konnte alle weiteren Begegnungen gewinnen. Vier Siege und ein kampfloser Erfolg bescherten ihm das kleine Finale, das ein Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Deutschen Meister Igor Wandtke brachte. Mit zwei mittleren Wertungen übertrumpfte der Abensberger Vertreter auch den Titelträger.

London-Kandidat Christopher Völk schied in derselben Klasse in der ersten Runde aus. Der Regensburger muss sich vorsehen: In Tiflis punkteten derweil zwei Konkurrenten, die in der Weltrangliste nur knapp hinter ihm liegen. Ebenfalls früh zu Ende war das Turnier für den 60kg-Athleten Philip Graf. (mar)

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