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MZ-Spiel der Woche

Weltenburg will heuer nach oben

Klosterort-Team unterstreicht Aufstiegsambitionen mit 5:1-Sieg in Kapfelberg. Der Gastgeber arbeitet an einem Neuaufbau.
Von Wolfgang Wutzer

Die SpVgg Weltenburg (blau) brauchte in der zweiten Halbzeit lange, um den Auswärtssieg bei der SpVgg Kapfelberg (grün) zu besiegeln.  Fotos: Wolfgang Wutzer
Die SpVgg Weltenburg (blau) brauchte in der zweiten Halbzeit lange, um den Auswärtssieg bei der SpVgg Kapfelberg (grün) zu besiegeln. Fotos: Wolfgang Wutzer

Kapfelberg.Die SpVgg Weltenburg gab sich am 2. Spieltag der Fußball-A-Klasse Kelheim mit dem 5:1-Auswärtssieg in Kapfelberg keine Blöße. Die Klosterer „dominierten“, so Trainer Michael Ossmann, die Hausherren gerade in der ersten Halbzeit. Ein Eigentor der Gastgeber eröffnete den Torreigen. Nach Tormöglichkeiten hätte das Spiel aus Sicht Kapfelbergs auch anders ausgehen können. So deutlich wie das Ergebnis unterscheiden sich auch die Saisonziele beider Vereine.

„Die Boigers sind unsere Lebensversicherung.“

Michael Ossmann

„Ein verdienter Sieg für Weltenburg“, gestand Kapfelbergs Trainer Dominik Gietl. Die Gäste begannen druckvoll und hatten nach fünf Minuten in Person von Markus Ferstl die erste Chance per Kopf. In der Anfangsphase hatte Kapfelberg kaum Zeit zu verschnaufen, denn wenig später scheiterte Weltenburgs Florian Boiger aus fünf Metern am glänzend parierenden Keeper Niklas Eisenkrein. „Die ersten 30 Minuten sind wir sehr dominant aufgetreten und nutzten unsere Chancen. Das hat mir gefallen“, betonte Weltenburgs Spielertrainer.

Michael Boiger als Matchwinner

Der 21-jährige Stürmer und Bruder von Mitspieler Florian Boiger war an vier der fünf Weltenburger Tore direkt beteiligt. „Die Boigers sind so etwas wie Lebensversicherungen für uns“, schwärmt Ossmann. Das Eigentor (26.) zum 0:1 entstand aus einer Ecke von Michael Boiger.

Beim 2:0 war der quirlige Stürmer (29.) geistesgegenwärtig zur Stelle, als einem Verteidiger der Hausherren der Ball nach einem Abschlag versprang. „Teilweise haben wir uns die Tore auch selbst eingeschenkt“, bedauerte der 33-jährige Ex-Bayernligakicker Gietl. Einzig nennenswerte Torchance der Hausherren in der ersten Hälfte war ein Kopfball von Bastian Weck.

Kapfelberg (in grün) will in dieser Saison zumindest einen einstelligen Platz erreichen.
Kapfelberg (in grün) will in dieser Saison zumindest einen einstelligen Platz erreichen.

In der 52. Minute machte Michael Boiger sein zweites Tor, nachdem der Keeper einen Schuss gut parierte. Ab dann verflachte das Geschehen. „Nach der Pause haben wir nachgelassen und waren nicht mehr in den Zweikämpfen“, kritisierte Ossmann sein Team. Fünf Minuten nach dem 0:3 kam Kapfelberg zwar durch das 1:3 von Mustafa Khavari ran und brachte Weltenburg zunehmend in Bedrängnis, vergab aber eine Reihe von Großchancen.

„Wir haben nicht aufgegeben.“

Dominik Gietl

„Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, wir kämen noch einmal zurück. Wir hatten nicht aufgegeben“, analysiert Kapfelbergs Trainer. Doch in der 68. Minute sorgte erneut Michael Boiger für das 4:1 per tollem Freistoßtor in den Winkel. „Das hat uns das Genick gebrochen“, so Gietl. Markus Ferstl (73.) erzielte das 1:5 aus Sicht der Gastgeber. Gewiss hat diese Partie tabellarisch noch keine Aussagekraft, die festgelegten Ziele beider Teams lassen sich dennoch herauslesen.

Versäumnisse tun weh

„Grundsätzlich möchten wir endlich wieder einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, sagt Dominik Gietl. In den letzten zwei Spielzeiten befand sich Kapfelberg mit Platz 11 und 12 in den Niederungen der A-Klasse Kelheim. In den Jahren davor reichte es stets für einen Mittelfeldplatz, vor zwei Jahren sogar für Rang fünf. „Wir haben es in den letzten zwei bis drei Jahren versäumt, junge Kräfte einzubauen, während viele Stammspieler altersbedingt aufhörten“, führt der Coach aus. Jetzt gelte es, allgemein „Anschluss zu finden“, so der Trainer.

Geballte Qualität

  • Torjäger-Gen:

    Michael (21) und Florian Boiger (23) wissen, wo das Tor steht. Der jüngere der Brüder war in der letzten Saison an 38 Toren von 72 Treffern beteiligt. Florian Boiger wies 28 Beteiligungen auf.

  • Erfahrung:

    Kapfelbergs Trainer Dominik Gietl kickte von 2006 bis 2012 für Freier TuS Regensburg in Landes- und Bayernliga. In der Jugend wurde er bei der SpVgg Greuther-Fürth ausgebildet.

Anders sieht die Lage in Weltenburg aus. „Diese Saison möchten wir endlich aufsteigen“, sagt Abteilungsleiter Maximilian Gratzer. Beide Vereine sind sich aber einig, dass diese Saison noch „ein weiter Weg zu gehen ist“.

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