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Sport aus Kelheim
Samstag, 21. April 2018 27° 2

Judo

WM-Dritte findet ihre Meisterin

Die Abensbergerin Raffaela Igl kommt an einer deutschen Rivalin derzeit nicht vorbei. Manuel Scheibel kämpft in Tiflis.

Raffaela Igl (r.) belegte beim Thüringen-Pokal Rang zwei. Foto: Archiv

Abensberg.Die junge Judo-Dame Raffaela Igl vom TSV Abensberg beißt sich in der U18 derzeit an einer deutschen Rivalin die Zähne aus. Die Weltranglisten-Erste bis 70 kg und WM-Dritte des Vorjahres verlor im Finale des Thüringen-Pokals in Bad Blankenburg gegen Anna Monta Olek aus Niedersachsen, die auch bei der deutschen Meisterschaft dieses Duell gewann.

Der renommierte Pokal in Thüringen zählt mit zu den Qualifikationsturnieren im Hinblick auf die diesjährige U18-EM. Die 18-jährige Igl zeigte von Beginn an ihre Klasse. In Runde eins bekam sie es mit der Dänin Isabella Lauritsen zu tun, nach zwei Minuten erledigte die Babonin diese Aufgabe mit vollem Punkt.

Rennen um EM-Ticket

Auf dem Weg ins Finale räumte die Rottenburgerin anschließend drei Niederländerinnen mit sehenswerten Techniken aus dem Weg. Alles schien im finalen Duell bereitet für eine Revanche an Anna Monta Olek, die Igl bei den deutschen Meisterschaften aus der Goldspur war. Doch auch diesmal behielt die Rivalin aus Niedersachsen die Oberhand. Nach vier Minuten stand Olek nach einem knappen Erfolg als Turniersiegerin fest.

Manuel Scheibel (in blau) braucht Punkte auf dem Weg nach Tokio 2020. Foto: Rutrecht/Archiv

Bayerns Landestrainerin Claudia Straub, die Raffaela Igl betreut, meinte: „Anna Olek stellt uns gerade eine Aufgabe, für die wir eine Lösung finden werden.“ Die Abensbergerin habe in einem zweitägigen Trainingscamp unter Bundestrainerin Lena Göldi sehr intensiv an Lösungen gearbeitet – aber noch nicht umgesetzt. „Die Silbermedaille ist aber auch der Lohn für die Mühen und eine klare Empfehlung für eine weitere Nominierung.“ Bei den European-Cup-Turnieren in Berlin und in Teplice kann Raffaela Igl die wichtigen Schritte zur EM machen.

Biburger fehlt beim Bundesliga-Start

Den Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio strebt Abensbergs Bundesliga-Athlet Manuel Scheibel (66 kg) an. Beim Grand Prix am Wochenende in Tiflis will der Biburger Punkte für den Qualifikationsreigen sammeln. Als Nummer acht des Turniers gesetzt, könnte es für Scheibel am Karfreitag zumindest zum Auftakt eine machbare Auslosung geben.

Bundestrainer Richard Trautmann hat den 23-Jährigen für den Auftritt im „New Sports Palace“ nominiert. Im Anschluss nimmt Scheibel mit der Nationalmannschaft bis Ende nächster Woche an einem Trainingslager teil – und fehlt dem TSV damit beim Bundesliga-Start am 7. April. In ihrer Heimatstadt Tiflis werden auch die beiden georgischen Abensberg-Recken Zebeda Rekhviashvili (81 kg) und Beka Gviniashvili (90 kg) mit von der Partie sein.

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