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Zwei Teams buhlen ums Bezirksliga-Ticket

TSV Abensberg und ATSV Kelheim können die Spielklasse vorzeitig aus eigener Kraft sichern, müssen aber heikle Aufgaben lösen.
Von Wolfgang Wutzer

Abensberg (in weiß-schwarz) stemmt sich gegen den Negativlauf von vier Niederlagen am Stück. Langquaid (in blau) spielt sorgenfrei auf. Foto: Roloff
Abensberg (in weiß-schwarz) stemmt sich gegen den Negativlauf von vier Niederlagen am Stück. Langquaid (in blau) spielt sorgenfrei auf. Foto: Roloff

Kelheim.Die Bezirksliga West biegt auf die Zielgeraden ein. Die vier Teams aus dem Kelheimer Fußballgäu gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in den 29. Spieltag. TSV Langquaid ist seit letzter Woche gerettet. ATSV Kelheim und TSV Abensberg können jeweils in Auswärtsspielen den Klassenerhalt eintüten. TV Aiglsbach hängt sich weiterhin voll in den Kampf um den Vizetitel. Am vergangenen Spieltag rangen die Hallertauer den Meisterschaftsfavorit VfB Straubing mit 4:3 vor heimischer Kulisse nieder. „Es war toll, wie unsere Truppe gegen das erfahrene Spitzenteam gekämpft hat“, fasst TVA-Coach Benjamin Flicker zusammen.

„Wir wollen dreifach punkten und den Rückenwind der letzten Wochen nutzen.“

Benjamin Flicker

Nun folgt das Auswärtsspiel beim TSV Vilsbiburg. Für die Heimmannschaft geht es nur noch um einen möglichst guten Saisonabschluss. Flicker sieht keinen Grund, nachlässig zu agieren. „Der Gegner hat eine hohe Qualität und zählt zu den Topteams. Wir wollen auch dort dreifach punkten und den Rückenwind der letzten Wochen für die schwere Partie nutzen.“ Ein Sieg ist für Aiglsbach (58 Punkte) im Kampf um Platz zwei auch Pflicht. Gleichzeitig muss die Mannschaft um Torjäger Manfred Gröber darauf hoffen, dass der zweitplatzierte FC Ergolding (59 Punkte) Federn lässt. „Wir wollen unsere Aufgaben erledigen. Erst wenn diese erfüllt sind, setzen wir uns damit auseinander, was auf den fremden Plätzen passiert“, verdeutlicht Flicker. In der Hinrunde neutralisierten sich beide Teams in einer engen Partie mit dem 1:1-Unentschieden.

Babonen bleiben zuversichtlich

Schwierige Wochen durchlebt der TSV Abensberg: „Natürlich ist die aktuelle Phase ergebnistechnisch alles andere als optimal“, sagt Abensbergs Trainer André Kleinknecht. Beim Negativlauf seiner Mannschaft reihte sich mit dem 2:6-Debakel bei SV Neufraunhofen die vierte Pleite in Folge aneinander.

„Natürlich ist die aktuelle Phase ergebnistechnisch alles andere als optimal.“

Andrè Kleinknecht

Allerdings halten die Babonen bezüglich des Klassenerhalts die Trümpfe noch selbst in der Hand. Mit einem Auswärtsdreier beim Tabellensechsten Türk Gücü Straubing ist das Team gesichert. „Uns ist bewusst, dass wir es mit einem starken Gegner zu tun bekommen, der zurecht in der oberen Tabellenhälfte steht. Trotzdem investieren wir am Samstag alles, um erfolgreich zu sein“, erklärt der Coach. Stammkeeper Marius Sturm kehrt nach Rotsperre in den Kader zurück. David Babic ist auch wieder einsatzbereit.

TSV Abensberg (am Ball) und ATSV Kelheim (in grün) können den Klassenerhalt im Gleichschritt fixieren. Foto: Kreidemeier
TSV Abensberg (am Ball) und ATSV Kelheim (in grün) können den Klassenerhalt im Gleichschritt fixieren. Foto: Kreidemeier

Auch der ATSV Kelheim kann das Ticket für die kommende Bezirksliga-Saison aus eigener Kraft lösen. Durch den 1:0-Heimsieg gegen TSV Vilsbiburg schwammen sich die ATSV-Kicker aus der Gefahrenzone frei. „Das war ein enorm wichtiger Dreier, aber uns ist bewusst, dass wir unbedingt nachlegen müssen“, verkündet ATSV-Trainer Richard Ott vor dem Auswärtsspiel bei Schlusslicht TV Geiselhöring.

„Mit einem Sieg sind wir durch, mit einer Niederlage befinden wir uns mitten im Abstiegskampf.“

Richard Ott

„Am Samstag steht das nächste Endspiel an. Mit einem Sieg sind wir durch, mit einer Niederlage befinden wir uns mitten im Abstiegskampf“, bringt Ott die Lage auf den Punkt. Die Gastgeber aus dem Landkreis Straubing/Bogen gehen als Tabellenletzter in die Partie, wittern aber nach dem Sieg bei SpVgg Niederaichbach (5:3) wieder Morgenluft im Abstiegskampf. „Der Gegner wird alles in die Waagschale werfen. Wir sind aber voller Zuversicht, dass wir den letzten Schritt machen“, betont der Trainer.

Der TSV Langquaid kann die Saison ohne Druck ausklingen lassen. Das Team von Interimscoach Thomas Zimmermann ist nach dem 4:2 Sieg bei FC Bonbruck/Bodenkirchen gesichert.

Es geht um Bonuspunkte

„Wir mussten unsere Hausaufgaben erledigen und dort punkten, wo es im Rahmen unsere Möglichkeiten realisierbar war“, blickt der Coach auf die letzten Wochen zurück. Die Laabertaler möchten dennoch gegen FC Dingolfing das erste der beiden ausbleibenden Heimspiele positiv gestalten.

Treffer des Monats

  • Kandidat:

    Alexander Röhrl vom TSV Langquaid ist für den „Bayern-Treffer des Monats“ April mit seinem tollen Ausgleichstreffer aus etwa 25 Metern in der Partie beim TSV Abensberg am 13. April nominiert.. Bei dieser Aktion des Bayerischen Rundfunks und des Bayerischen Fußballverbandes stehen in jedem Monat sechs sehenswerte Treffer zur Auswahl.

  • Voting:

    Der Wettbewerb für den Monat April läuft noch bis zum Dienstag, 15. Mai, 12 Uhr, und beim Turn- und Sportverein hofft man natürlich, dass möglichst viele Fußballfreunde Gefallen an dem Treffer finden und für den Schützen abstimmen. Unter www.bfv.tv kann jeder mitmachen.

„Man will doch eine Saison lieber siegreich vor dem heimischen Publikum beenden. Ein positiver Saisonausklang schafft auch eine Grundlage für die neue Saison“, begründet Zimmermann. „Einkehrender Schlendrian ist bei uns nicht zu befürchten.“ Die viertplatzierten Gäste haben noch eine theoretische Chance auf den Vizetitel.

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