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LG Telis Finanz
Montag, 23. Juli 2018 29° 6

Leichtathletik

Dattke und Pflieger trotzen eisigem Wind

Die 19-jährige Regensburgerin verfehlt über 10 000 Meter die Norm für die Europameisterschaft in Berlin nur um vier Sekunden.

Da waren sie schon wieder dick eingepackt: Miriam Dattke und Philipp Pflieger gewannen die Rennen um bayerische und süddeutsche 10 000-Meter-Titel in Regensburg. Foto: Ring
Da waren sie schon wieder dick eingepackt: Miriam Dattke und Philipp Pflieger gewannen die Rennen um bayerische und süddeutsche 10 000-Meter-Titel in Regensburg. Foto: Ring

Regensburg.Eisig und böig wehte der Wind am Regensburger Weinweg: Und so wagte bei den süddeutschen und bayerischen Meisterschaften über 10 000 Meter niemand auch nur irgendwie an Bestzeiten zu denken. Allein die 19-jährige Regensburgerin Miriam Dattke von der LG Telis Finanz scherte sich wenig, spulte trotz widrigster Bedingungen ihre Runden ziemlich gleichmäßig herunter und schrammte inausgezeichneten 32:59,07 Minuten winzige vier Sekunden an der deutschen Norm für die Europameisterschaften in Berlin vorbei.

Das Rennen der Männer dominierte ihr Teamkollege Philipp Pflieger, dessen Problem weniger die 25 Runden als vielmehr der eisige Sturm waren. Mitte der Strecke kam denn auch eine deutliche Ansage von ihm: „Stellt doch endlich diesen Sch…wind ab!“ Am Ende verfehlte er inmitten seiner Marathonvorbereitung für Hamburg am 29. April eine 29er-Zeit nur um wenige Schritte und siegte in 30:02,02 Minuten.

Etliche Topläufer mussten passen

  • Vier Topläuferinnen

    der LG Telis Finanz mussten passen: Die Regensburgerinnen Thea Heim, Corinna Harrer und Marina Rappold fielen allesamt grippekrank aus. Anja Scherl riskierte eine Woche vor der Halbmarathon-WM nichts mehr.

  • Telis-Teamchef Kurt Ring

    verordnete zudem seinen bei der deutschen Crosslauf-Meisterschaft so erfolgreichen Jungs um Dominik Notz, Jonas Koller und Tim Ramdane Cherif ebenfalls eine Rennpause, um das nahe Trainingslager nicht zu gefährden.

Knapp 40 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland nutzten die Meisterschaften, um vielleicht doch noch die Normen für die Deutschen Meisterschaften am 12. Mai in Pliezhausen zu schaffen. Die „vermutlichen“ Normen wäre wohl eine bessere Aussage, da es von diesen Titelkämpfen immer noch keine vollständige Ausschreibung seitens des DLV gibt und man sich so an den Anforderungen für 2017 orientieren musste. Die standen bei den Männern bei 30:40 und bei den Frauen bei 36:00 Minuten. Geschafft haben das neben den Siegern Dattke und Pflieger nur noch Kilian Schreiner (ASC Breidenbach/30:36,19) und Dattkes Teamkolleginnen Franzi Reng (35:23,93) und Cornelia Griesche (35:55,66). Letztere war damit sogar Landesmeisterin, weil Dattke und Reng nur in der U-23-Wertung innerhalb der Landestitelkämpfe gewertet wurden.

Das Podium bei den Männern ergänzten auf dem weißblauen Podest mit Maximilian Zeus (31:15,32) und Fabian Lutz (31:27,04) zwei weitere Telis-Läufer, gefolgt vom vierten „Blauen“ Kevin Key, dem in 31:30,85 sogar ein Hausrekord auf der Bahn gelang. Die U-20-Landesmeisterschaften entschied Tobias Ulbrich (LG Region Landshut, 33:15,17) vor den Telis-Läufern Benedikt Brem (35:09,99) und Michael Dirscherl (35:44,42) für sich. Die U-23-Wertung gewann Felix Adler (1. FC Passau, 32:58,00) vor Moritz Beinlich (LG Telis Finanz, 33:00,53) und Lorenz Adler (Passau, 33:19,63).

Die restlichen weißblauen Medaillen neben Dattke, Reng und Griesche ergatterten in der U-23-Wertung mit Bronze Maria Kerres (37:00,04, SWC Regensburg) und bei den Frauen Margit Elfers (SWC Regensburg) und Barbara Bachinger (Geiselhöring) mit Silber und Bronze. (orv)

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