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Leichtathletik

Corinna Harrer bejubelt europäische Bestleistung


Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Als Zweite in Karlsruhe schnell wie nie: Corinna Harrer
Als Zweite in Karlsruhe schnell wie nie: Corinna Harrer Foto: dpa

Corinna Harrer hob mit dem Zieleinlauf jubelnd die Hand. Die 22-jährige Vorzeigeläuferin der LG Telis Finanz Regensburg und Olympia-Halbfinalistin hatte beim internationalen Hallenmeeting erstmals über 3000 Meter die Neun-Minuten-Grenze unterboten – und zwar deutlich. „Wir wussten, dass eine Zeit um 8:50 Minuten möglich ist“, sagte Trainer Kurt Ring. Es wurde eine 8:51,04, womit die persönliche Bestmarke um über zehn und die Norm (9:01) für die Hallen-EM in Göteborg (1. bis 3. März) um knapp zehn Sekunden unterboten war. „Gigantisch“ fand das Corinna Harrer, für die es schon heute in ein 14-tägiges Trainingslager nach Monte Gordo (Portugal) geht.

„Ich hatte gehofft, nicht überrundet zu werden und das habe ich geschafft“, sagte sie bei leichtathletik.tv nach dem Rennen. „Mit meiner alten Bestzeit wäre das schon knapp geworden.“ Denn vorneweg lief die Äthiopierin Meseret Defar in 8:35,28 Minuten nämlich eine Jahresweltbestzeit.

Für Harrer geht es nach dem Trainingsblock mit Hallenzielen weiter. Bei der deutschen Meisterschaft am 23./24. Februar in Dortmund will sie den 3000-Meter-Titel verteidigen. „Dass ich auch noch über 1500 Meter starte, glaube ich eher nicht.“ Was auf europäischer Ebene für sie möglich ist, weiß die Novizin bei der Hallen-EM nicht, die vorerst mal die Nummer eins in Europas Bestenliste ist. „Schon vergangenes Jahr lag sie mit ihrer Zeit an vierter Stelle“, sagt Kurt Ring. „Die Medaillen werden normal bei 8:45 vergeben, bei einem Bummelrennen vielleicht bei 8:52 oder 8:55.“

Auch Florian Orth bestätigte seinen starken Auftritt vom Länderkampf in Glasgow, lief erneut Bestzeit und unterbot als 1500-Meter-Fünfter in 3:39,97 Minuten erstmals die 3:40er-Marke. Zufrieden war der Hesse im blauen Telis-Trikot über seinen Auftritt vor 4300 Zuschauern aber nicht ganz. „Es hat unheimlich Spaß gemacht, das Feld war sehr ausgeglichen, aber hinten raus ging mir ein bisschen die Luft aus.“

Auch Weitspringerin Michelle Weitzel vom SWC 46 Regensburg erreichte ihr Ziel nicht: Mit 6,15 Metern verpasste sie den Endkampf und konnte sich gegenüber den 6,25 Metern bei den bayerischen Meisterschaften nicht steigern. Am Ende gratulierte sie ihrer Konkurrentin Melanie Bauschke, die als Zweite mit 6,68 Metern das EM-Ticket löste.

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