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Franziska Reng lässt aufhorchen

Das Nesthäkchen der LG Telis Finanz Regensburg darf trotz knapp verpasster Norm wohl zur U-20-Europameisterschaft.

Franziska Reng lief bei der Junioren-DM in Wetzlar bayerischen Rekord.
Franziska Reng lief bei der Junioren-DM in Wetzlar bayerischen Rekord. Foto: Brüssel

Wetzlar.Wer hätte das gedacht: Franziska Reng, das Nesthäkchen der LG Telis Finanz, übertrifft sich bei den deutschen U-23-Meisterschaften in Wetzlar selbst, holt Silber über 5000Meter, stellt mit 16:37,76 Minuten einen neuen bayerischen U-20-Rekord auf und ist plötzlich Kandidatin für die U20-Europameisterschaften im schwedischen Eskilstuna (16. bis 19. Juli), weil sie die nationale Norm nur um 26 Hundertstel verpasst. Ihr Teamkollege Tim Englbrecht verfehlt in den 800-Meter-Vorläufen als Neunter und einer der Jüngsten mit Saisonbestleistung von 1:53,92 Minuten nur ganz knapp das Finale. Nach 3:52,77 Minuten als Dritter seines Vorlaufs, steigert sich Telis-Mann Tim Ramdane Cherif im 1500-Meter-Finale als Fünfter auf einen neuen Hausrekord von 3:51,07. Die 3x1000m-Staffel der LG Telis Finanz mit Kilian Stich, Tim Ramdane Cherif und Tim Englbrecht wird in 7:32,33 unglücklicher Vierter.

Nach einer längeren Verletzungspause im Mai hatte keiner im Telis-Umfeld mit Franzi Rengs Coup gerechnet, zumal die knappe 16er-Zeit bei der Regensburger Laufnacht auch nicht darauf hindeutete. Hinter der neuen Meisterin Regina Högl (Landshut), die bei ihrer persönlichen Steigerung auf 16:33,97 Minuten hart an ihre Grenzen ging und im Ziel zu Boden ging, machte die Regensburgerin bei ihrem Rekordlauf am Ende noch einen sehr frischen Eindruck. Riesig natürlich die Freude, dass ihr unmittelbar nach dem Rennen der zuständige Bundestrainer Andreas Michallek mitteilte, dass er sie trotz knapp verfehlter Norm für die U-20-EM in Eskilstuna vorschlagen würde. Jetzt muss das Telis-Mädel noch bange Tage bis zur Nominierung warten, ob sie doch noch überraschend auf den Zug aufgesprungen ist.

„Da kann man nicht meckern. Ich bin zufrieden“, sagte Tim Ramdane Cherif nach seiner neuen persönlichen Bestleistung über 1500Meter in einem leistungsstarken Finale. Eine Stunde später musste er noch einmal in der 3x1000 m-Staffel ran. Nachdem Startläufer Kilian Stich an ihn als Zweiter übergeben hatte, konnte er im Mittelteil den Platz halten. Schlussläufer Tim Englbrecht musste zunächst die beiden führenden Staffeln ziehen lassen und hatte am Ende das Pech, den Karlsruher 1:47-Läufer Christoph Kessler hinter sich zu haben, der ihm bei 7:31,17 Minuten zu 7:32,33 Minuten auch noch Bronze vor der Nase wegschnappte. Das Rennen gewann äußerst knapp die LAC Quelle Fürth (7:27,29 Minuten) vor der LG Braunschweig (7:27,53). (orv)

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