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Leichtathletik

Jonas Koller: Erst WM, jetzt Jugend-DM

Der Regensburger kämpft in Mönchengladbach um den 5000-Meter-Titel.

Zuletzt im internationalen Feld bei der WM im Einsatz, kämpft Jonas Koller am Wochenende in Mönchengladbach um den Titel eines deutschen Jugendmeisters. Foto: Iris Hensel

Regensburg. Jonas Koller wandert zwischen den Leichtathletik-Welten. Gerade ist der 19-Jährige von der LG Telis Finanz erstmals bei der U-20-Weltmeisterschaft in Barcelona im deutschen Trikot gelaufen, da steht von heute bis Sonntag im Mönchengladbacher Grenzland-Stadion die deutsche Jugendmeisterschaft an, wo der Regensburger zum Favoritenkreis über 5000 Meter zählt.

In 14:30,61 Minuten führt er die Nennliste zwar an, ist aber keineswegs der ausgemachte Gold-Kandidat. Die Reise in den Westen treten mit ihm auch noch Franziska Reng (3000 Meter, U18), Simon Ziegler (Stabhoch U20) und Andreas Schmidt (1500 Meter, U18) an.

„Eigentlich fühle ich mich schon wieder ganz gut“, ließ Jonas Koller nach seinem 18. Platz bei der Weltmeisterschaft verlauten. „Ein 10.000er steckt so jungen Athleten doch ein wenig länger in den Beinen. Seine Konkurrenten bei der Jugend-DM müssen dies nicht verkraften. Außerdem kann nicht eingeschätzt werden, was Deutschlands äthiopischer Vorläufer Homiyu Tefaye ausmacht. Gemeldet ist er über alle Strecken“, warnt Koller-Trainer Kurt Ring vor allzu hohen Erwartungen. Tefayes Altersangabe ist zwar seit längerem schon umstritten, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt er nicht, startberechtigt ist er seit diesem Jahr bei deutschen Meisterschaften trotzdem.

Für Franziska Reng, die sich bei den bayerischen Titelkämpfen auf 10:17 Minuten verbessert hatte, wäre ein Platz unter den Top Ten ein sehr gutes Ergebnis auf ihrer Spezialstrecke. Ihr Teamkollege Andreas Schmidt hat erst vier 1500-Meter-Läufe absolviert und ist dennoch schon für die nationalen U-18-Titelkämpfe qualifiziert. Für ihn ist eine Zeit knapp unter 4:10 im Vorlauf das Maß aller Dinge, um Erfahrungen für das nächste Jahr zu sammeln. Seine geringen Chancen, sehr weit nach vorne zu kommen, will auch Stabhochspringer Simon Ziegler nützen. Schließlich ist er erst vor zehn Tagen als neuer Bayerischer Meister der Männer Hausrekord mit 4,60 Meter gesprungen und gerade noch auf den DJM-Zug gesprungen. (orv)

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