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Bayernliga

ASV Neumarkt kann befreit aufspielen

Im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Hankofen will sich das Neumarkter Team von seiner besten Seite zeigen.
Von Hans Gleisenberg

Marc Eger (l.) und Jonas Marx sollten, obwohl immer noch nicht ganz fit, spielen können. Foto: Gleisenberg
Marc Eger (l.) und Jonas Marx sollten, obwohl immer noch nicht ganz fit, spielen können. Foto: Gleisenberg

Neumarkt.Dass der Wille Berge versetzen kann, wurde am vergangenen Samstag gegen Dachau beim klaren 3:0-Sieg des ASV Neumarkt deutlich. Mit nun 46 Punkten kann der ASV die letzten drei Spiele relativ entspannt angehen und ohne Druck auflaufen.

Das sieht auch Coach Dominik Haußner so, doch will er keinen Schlendrian einreißen lassen: „Wir haben in dieser Saison Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert und uns jetzt eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, den angestrebten einstelligen Tabellenplatz zu realisieren. Trotz aller Unkenrufe waren wir auch in Zeiten, als es mal abwärts ging, immer eine Einheit. Wir haben mit Teamgeist zusammen gewonnen und auch verloren“, so Haußner.

Der Druck liegt beim Gegner

An diesem Samstag (15 Uhr) ist die SpVgg Hankofen zu Gast, die mitten im Abstiegskampf hängt und in Neumarkt dringend einen Auswärtssieg benötigt, um von den Relegationsplätzen noch ans rettende Ufer zu kommen. Doch da auch das Heimspiel am Mittwoch gegen den SV Pullach ging verloren. So wird der Druck für die Niederbayern nicht geringer, was dem ASV in die Karten spielen könnte.

Hankofen war für den ASV Neumarkt in der Vorrunde ein Wendepunkt zum Besseren, denn nach einer Durststrecke konnte man im Gäuboden mit 3:1 gewinnen. Hier war aber auch wieder zu erkennen, dass der ASV trotz der deutlich besseren Spielanlage lange nicht wie der Sieger aussah.

Nach einer eigentlich klaren 2:0-Führung bettelte man förmlich um einen Gegentreffer, der dann auch fiel. Die Platzherren waren damals drauf und dran den Ausgleich zu erzielen. Für das 3:1 sorgte einst schließlich Selim Mjaki nach einem Konter.

Auch an diesem Samstag darf der Gast keineswegs unterschätzt werden, denn dieser versteht es immer, die vorhandenen spielerischen Defizite mit einer enormen Portion Kampfkraft und gesunder Härte auszugleichen. Hier darf der ASV die Gäste nicht ins Spiel kommen lassen.

Wer bei der Heimelf diesmal aufläuft, ist für den Coach auch wieder eher ein Ratespiel. Jonas Marx ist angeschlagen – ebenso Christian Schrödl, der zwar gegen Dachau seine Gefährlichkeit abrief, aber letztlich durch seinen Trainingsrückstand nicht den gewünschten Torerfolg feiern konnte. Gut, dass hier ein Jonas Grunner nach der Winterpause wie Phönix aus der Asche zum Leistungsträger im ASV-Team gestiegen ist. Ob offensiv oder defensiv, bei Grunner läuft es aktuell optimal, was auch die zwei Treffer gegen Dachau bewiesen haben.

Auch Bernhard Neumayer, der dahin geht, wo es weh tut, legte eine ganz andere Zweikampfhaltung an den Tag. Und nicht zu vergessen, der neue Abwehrchef Ferdinand Buchner, der zuletzt sein Herzblut für seine Farben ausgeschüttet hat und gegen Dachau der Garant dafür war, dass hinten die Null stand. Obwohl der ASV nun befreit aufspielen kann, wünscht man sich ein paar Zuschauer mehr als vergangene Woche gegen Dachau.

Die Kuranstalt am Deininger Weg

„Es können jetzt auch die kommen, die bisher immer Herztropfen gebraucht haben, um die Partie zu überstehen, denn Entspannung ist garantiert“, so Abteilungssprecher Bernhard Karg mit einem Schmunzeln. Und wenn dann noch ein Sieg herausspringt, wird das Sportzentrum für die Nervenschwachen Fans sogar zur Kuranstalt.

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