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Sport aus Neumarkt
Mittwoch, 26. September 2018 17° 1

Interview

Der Reiz, etwas ganz anders zu machen

Thomas Kosmehl organisiert 18. Jugendmasters des SV Pölling – und will dann die Organisationsarbeit in jüngere Hände geben.

Neumarkt.Thomas Kosmehl, wie ist die Idee für ein solch großes Jugendturnier entstanden?

Wir waren damals bei einem Turnier dabei, bei dem der erste Preis ein lächerlicher Spitzer für 30 Pfennig war. Wir haben drei Spiele jeweils fünf Minuten gespielt und sind dann heimgefahren. Wir haben uns dann gedacht, dass das nicht sein kann und dass wir unser eigenes Turnier austragen wollen – mit einem gewissen Rahmenprogramm.

Wie sah das erste Jugendmasters aus?

Das erste Jugendmasters vor 18 Jahren ist mit 32 Mannschaften und noch ohne Übernachtung ausgetragen worden. Kurz darauf waren wir bei 50 Mannschaften, im dritten Jahr waren schon mehr als 50 Teams dabei. Wir waren ganz schnell bei 70 bis 80 Mannschaften, dazwischen pendeln wir jetzt immer. Das war damals schon eine sehr verantwortungsvolle Geschichte.

Wie findet ein Thomas Kosmehl Jahr für Jahr die Motivation, ein solches Turnier der Superlative zu organisieren?

Wir möchten ein Stück weit etwas zurückgeben. Ich war viele Jahre in der Jugendarbeit tätig, dadurch tut man sich viel leichter. Das 18. Jugendmasters wird mein letztes sein. Die Zeit ist reif, es gibt genug junge Leute im Verein, die in der Lage sind, das gesamte Turnier zu organisieren. Auch meine Kinder sind im Organisationsteam dabei. Ich stehe aber weiterhin im passiven Bereich bereit.

Das Jugendmasters ist kein normales Fußball-Turnier. Was ist der Reiz dieses Events?

Ein Turnier kann noch so groß sein, der Reiz kommt von dem, was um das Turnier herum passiert. Der Reiz ist, etwas anderes zu machen als andere. Mittlerweile sind die Leute, die wir beim Jugendmasters sehen, nicht mehr nur Bekannte, sondern Freunde. Ich kenne die meisten Betreuer persönlich, wir haben auch unter dem Jahr miteinander Kontakt. Das oberste Gebot ist Kameradschaft und andere Leute kennenzulernen – der Fußball steht bei Turnier nicht im Vordergrund. Interview: Luis Münch

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